Freie Wähler wollen Killerspiele verbieten

Ich freue mich sehr darüber, dass die Freien Wähler bei der Bundestagswahl 2013 antreten wollen, und dabei gleich mal am äussersten rechten Rand der nationalen Zukunftsangst nach Stimmen fischen gehen. Zwar schwadronieren sie im Grundsatzprogramm (PDF), Abteilung Netzpolitik:

„Die Freiheit des Internets ist entschieden zu wahren. Eine Reglementierung etwa durch Netzsperren, Schwarze Listen oder Verlinkungsverbote, wie sie aus repressiven Staaten bekannt sind, lehnen wir ab.“ Whoa, geil, oder? Aber kurz danach kommt’s:

„IT-Anwendungen haben ihre Grenze dort, wo die Freiheit des Einzelnen und das Recht auf Respekt ethischer Grundsätze verletzt werden. Wir fordern die IT-Industrie auf, von sich aus verbindliche Regeln gegen ethisch fragwürdige Auswüchse bei der Spieleentwicklung zu beschließen („Baller- und „Killerspiele“). Es kann nicht hingenommen werden, dass der Jugendschutz teilweise ausgehebelt wird.“ Und dann noch: “ Um jugendliche Nutzer zu schützen, könnte es in letzter Konsequenz notwendig sein, für jugendgefährdende Inhalte oder Internetseiten Werbeverbote zu verhängen.“

Liebe Freie Wähler: Danke für die Klarstellung. Jetzt wissen wir, was ihr unter „Freiheit des Einzelnen“ versteht: Zensur zugunsten tradierter Geschmackswerte. Ich wünsche euch im September 13 klare 4,5 Prozent. Und lasst endlich eure schmierigen Politiker-Finger von den Kindern, verstanden?

stigma-videospiele, die pics sind nicht von den freien wählern, sondern aus dem herrlich unterhaltsamen fps borderlands

16 Gedanken zu „Freie Wähler wollen Killerspiele verbieten

  1. Tja, jetzt wissen wir dann, dass “Freie Wähler” (schönes Neusprech/Doppeldenk übrigens) von freien Wählern nicht gewählt werden. ^^

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  2. Naja… mit den „schmierigen Politikerfingern“ solltest du künftig vielleicht ein wenig vorsichtiger sein. Wer im Schlachthaus sitzt, soll schliesslich nicht mit Schweinen werfen bzw, ist der moralisch unangreifbare Standpunkt des Unpartiischen ein für allemal dahin, wenn man erstmal Partei ergriffen hat. Besser sich dran gewöhnen…

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    1. Naja, das ist die Herausforderungen: Vom System nicht allzu schnell korrumpiert zu werden. Naja, ich halt euch dann auf dem Laufenden, live aus dem Schlachthaus und so.

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      1. Trotzdem: Kollegenschelte und so. Scheint zwar unter Politicos nicht zu gelten, aber die allgemeine Verunglimpfungsform kannste dir wohl künftig rein stilistisch abschminken.

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        1. Tom, ich versteh natürlich völlig deinen Punkt. Aber ich glaube, ich muss so weitermachen wie bisher, auch sprachlich, eben um mich abzugrenzen.

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        1. stell es dir so vor (tatsache). . .

          ich habe nicht mal den blassesten dunst was ich da eigentlich geschrieben habe und auf was ich eigentlich anwort geben wollte (irgendwas wirds schon gewesen sein – wahrschein auf einer anderen seite).

          ich hatte gestern (oder besser – heute früh) nach einer geburtstagsfeier so dermaßen die birne voll das ich nicht mal mit fünf fingern bis drei zählen konnte . . .

          also sorry für den blödsinn

          und was lernen wir daraus?

          – – – „don’t drink & surf!“ – – –

          ;-)

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          1. dachte ich mir schon …
            so lange es nur kommentare sind, ist die welt noch in ordnung. aber, wehe man entdeckt dann ebay u.ä. …

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  3. Wo steht denn da das die Killer und Ballerspiele verbieten wollen? Müssen Kinder denn solche Spiele spielen dürfen? Ist das nicht heute auch schon verboten, zumindest der Erwerb eben dieser?

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  4. das erinnert mich irgendwie an die 20%-tage bei diesem bausupermarkt,bei dem dann alles weniger kostet… „außer tiernahrung“.

    die freien wähler sind also für gegen schwarze listen, bis auf killerspiele.

    was mich noch interessieren würde, wäre eine mögliche abgrenzung von werbeverbot und linkverbot.

    .~.

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