Mehr Geld in Steuerparadiesen als in der Wirtschaft

Wie der ehemalige McKinsey Consultant und Steuerflucht-Experte James Henry in einer umfassenden Analyse für die NGO Tax Justice Network herausfand, sind heute zwischen 17.000 und 26.000 Milliarden Euro in finanziellen Grauzonen wie den Cayman Inseln versteckt.

Das ist mehr als das Bruttonationalprodukt der USA (bis zum 2fachen) oder der EU. Also nicht der Staatshaushalt, sondern alle Wirtschaftstätigkeiten zusammengerechnet. Das gesamte Geld in Offshorebanken gehört rund 10 Millionen Menschen, die Hälfte einer illustren Gruppe von knapp 100.000 Superreichen. Hier Steuern einzuführen würde die Finanzprobleme sämtlicher Regierungen lösen. Also?

guardian, pic epSos.de cc by

9 Kommentare

  1. Vor allem ist es Zeit, die von den (1960 noch halbwegs ernst zu nehmenden) Sozialdemokraten angekündigte Strafrechtsreform zu verwirklichen. Das traditionell wilhelminische Recht schützt noch immer die Verbrechen der Oberschicht, während die Kleinbürger für geringe Vergehen bluten müssen: für den Gegenwert von zehn ohne Erlaubnis der Contentindustrie geteilte Musikdateien kann man in Deutschland schon einen zweistelligen Millionenbetrag hinterziehen.

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    • Vorsicht Falle!
      So wie du hier redest, von „kleinen Bürgern“ etc., zeigst du, wie diese reden, „Deine“ Kleinbürger. Damit bist du genau ein solcher: Große Klappe und nichts dahinter.
      Dieser Begriff ist ein funktionsuntüchtig gewordenes Relikt der 1960 noch manchmal ernst zu nehmenden Nichtdemokraten.
      Mit dem Verschwinden der Arbeiterklasse in Deutschland verschwanden auch deren engste Verwandte:
      Die Kleinbürger.
      Sie sind heute ALLE nur noch ordentliche (!) BÜRGER und wollen – z. Leidwesen mancher totalitär orientierten Übriggebliebenen – nie wieder etwas anderes sein, denn um bis hierher zu kommen, hat es eh schon viel zu lange gedauert.
      Wenn du von denen etwas erwartest, mußt DU dich ändern, vor allem deinen bratschige verprollten KlasseKrampfManierismus. Das kann zu einer echten Krankheit werden, die dir kein Chirurg entfernen kann.
      Ein heutiger Arbeiter möchte bitte als ordentlicher Bürger angesprochen werden, sonst kommt da nichts.
      Und nun relativiere auf deinen Vergleich mit irgendwelchen Verbrechen, die du gar nicht kennst. Wenn doch, dann macht dich hier jetzt ein Arbeiter als Bürger darauf aufmerksam, daß du auch in meinem Namen verpflichtet bist, diese VERBRECHEN mit Roß und Reiter SOFORT zur Anzeige zu bringen, da sonst du dich strafbar machst wegen Strafvereitelung.
      Kommt also in dieser Richtung nichts von dir, stehst du als pausbäckiger Pustekuchen, als aufgeblasenes Stück Lüge, als blasser Aufschneider da, der anderen die Zeit klaut.
      Eventuell kannst du dich an hier gepflegter Sachlichkeit und Ernsthaftigkeit anpassen und sinnvollere Texte fallen lassen.
      Brauchst nur dein Anliegen in diesem Stil zu poppen, dann wird es schon erträglicher.

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  2. Also für Leute die die vierte Klasse besucht haben: 17–26 Billionen (⋅ 10¹²) (Tera). :P

    Was ich aber nicht verstehe ist, wie 100k die Hälfte von 10M sein kann? ;)

    Ansonsten 5/5 Sternen. (Kann ja nicht immer nur was sagen, wenn ich was schlecht finde. Sonst denkste am Ende, ich find das alles blöd. :)

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    • 26·10^12 $ auf 10·10^6 menschen
      13·10^12 $ auf 100·10^3 menschen

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    • Nicht die Hälfte der Menschen, sondern des Geldes …

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  3. sage noch mal einer es gäbe in den höchsten krisen keine verschwörer-cliquen die sich gegen den rest der menschheit richtet.

    100 000 ist doch eine überschaubare zahl.

    da hat ja noch die klassische mafia (als mehr oder minder ganz offen auftretende kriminelle organisation) mehr mitglider und dort funktioniert morden, töten, manipulieren usw. zsf. etc. fast reibungslos.

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  4. 100’000 gegen 7’000’000’000, das sind, leicht gerundet:

    0.001% gegen 99.999%

    Auf was warten wir eigentlich noch?

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    • „Auf was warten wir eigentlich noch?“ Ja, das ist hier die Frage.
      Schlage vor: Wir warten einfach nicht mehr.

      Dann kanm – wie ihr seht – einige Zeilen nichts und damit bin wohl ich aufgerufen, zu fragen, WAS bitte machen WIR (?), wenn wir doch nicht mehr warten wollen?
      Wieviele sind „wir“ eigentlich, 5, oder acht oder zwei Dutzend.
      Diese Frage ist schon wichtig, damit wir erkennen, welchen Aufwand wir treffen könnten oder müssen, auch um genügend Getränke und Speisen für unterwegs zu sichern.
      Aber lieber Heini Onkel, bitte hilf doch auch mal mit, wir müssen dann doch sagen, was zu tun ist. Mir fällt so nichts gleich ein.
      Von Batman halte ich nichts, von Norwechen auch nich, von Olympiade erscht recht nit.
      Hallo lieber Heini Onkel, bitte worauf sollen wir nicht warten oder worauf doch?
      Wir haben doch so viel Zeit, macht doch nichts, wenn wir warten, ja, das macht nichts, nicht warten auch nicht.

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  5. Zurück zur Sache:
    „Mehr Geld in Steuerparadiesen als in der Wirtschaft“
    ja, und wie nun weiter?
    Das Beste wäre, wenn bee sich als USA-Präsident bewirbt und im Erfolgsfall das dann erst mal für die USA regelt. Das wäre eine echte Aufgabe für ihn.
    Bis dahin könnte Fritz mit einigen anderen auf die Pirsch gehen, um Verbündete zu gewinnen, für das, was wohl mit Bestimmtheit (mal) tatsächlich zu tun sein wird. Allein dauert das immer so lange, bis einem jemand zuhört.
    Die im Text genannten Fakten schaffen leider keinen Verbündeten, auch nicht das Herummotzen damit.
    Es ist nur das verständnisvolle von Achtung des Anderen getragene Abholen ertragreich, wenn sich jemand vorstellen kann, was da gemeint sein könnte …

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