Mega! Kim Schmitz will das Internet befreien

Der kurzzeitig inhaftierte Megaupload-Kim hat der Wired ein Interview gegeben, worin er seine Pläne für den neuen Service “Mega” erläutert. Wenig überraschend handelt es sich dabei im Grunde wieder um einen Sharehoster, also eine Filesharing-Maschine.

Das grosse Unterschied zu bisherigen Angeboten ist, dass allen Daten schon beim Upload automatisch AES-verschlüsselt werden. Warum? Damit niemand wissen kann, was drin ist, auch Kim Schmitz nicht, und er deswegen auch nicht verhaftet werden kann. Falls ein öffentlich gewordener Link ge-copyrightete Medien enthält, kann der Rechteinhaber gemäss des DMCA eine Entfernung fordern. Ansonsten bringt es nicht, Server zu beschlagnahmen, weil ja alles verschlüsselt ist, und nur der Uploader den Key hat – wenn er ihn nicht weitergibt. Was aber unter guten Freunden schon mal vorkommen kann.

Wenn Kim den Dienst wie angekündigt an den Start bringt – und ich rechne damit, dass er das hinkriegt – bedeutet das natürlich ganz klar das Ende des Internet, wie wir es kennen: Keine Massenabmahnungen mehr, keine gerichtliche Unterdrückung von modernen Internet-Geschäftsmodellen, sondern eine weitgehende Verschlüsselung aller Online-Files, auch durch die Konkurrenz. Schliesslich wollen Rapidshare und die anderen Anbieter dieser Branche nicht aus dem Geschäft gedrängt werden. Für Rechenzentrumsbetreiber sollten dann ebenfalls rosige Zeiten anbrechen, weil sie ebenfalls keine Kontrolle über die Inhalte auf ihren Festplatten mehr haben, und deswegen auch nicht belangt werden können. Ob das Scheinargument vom Kinderpornoterrorismus ausreicht, um weltweit die Gesetzeslage über den Rand der Verfassungmässigkeit zu schieben, bezweifle ich. Ich behaupte jetzt mal, das Ganze sieht nach einem Eins zu Null für die neue Welt und gegen die alte Welt aus. wired

8 Gedanken zu „Mega! Kim Schmitz will das Internet befreien

  1. Glaube er hat ja noch ein paar mehr ideen, irgendwie will er ja auch wohl musik streaming und download anbieten oder so, dabei sollen die künstler höhere beträge erhalten als bei allen anderen usw. bin mal gespannt.
    Auf den Kopf gefallen ist er auf jedenfall nicht.

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  2. ob wohl ein gamer der superreich ist auch in der game branche impulse setzen kann und will? ich fänd es ja kimega. heisst eigentlich schon ein pokemon so? ein verschmitzer fleischberg? apropo wer hat den anderen avangardistischen fleischberg seinerzeit im fernsehen gesehen?

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  3. Die Sharingkultur wird zwar ein neues hoch erleben, aber wird wieder genug geben, die ihren Key in den Foren gleich mitverbreiten. Und dann sind die Files wieder ungeschützt. Müssen also Key-Schutzsysteme her. Key-crypt und solche Späße. Mal sehen wie es dann weitergeht. Auf jeden Fall spannend und wenn die breite Masse drauf setzt werde ich ein Lifetime-Abo abschließen.

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    1. Naja ob die schlüssel in irgendeinem Forum liegen ist ja Kim als betreiber egal. Man kann ihm so so nie wieder vorwerfen er wüsste was bei ihm liegt oder gar er müsste es prüfen was bei ihm liegt. Somit kann jeder ziemlich sicher die datein speichern ob die dann lange bestand haben und welche risiko man als uploader eingeht ist dann schon eher das private problem. Aber denke wenn man gut aufpasst wird man das schon ziemlich anomy hinbekommen.

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