Facebook und der lange Weg ins Aus

Ich bin froh, dass Facebook so langsam in der Realität ankommt. 4 Euro 94, um einen meiner Beiträge hervorzuheben. Das bietet mir das Zuckerberg-Imperium freundlich an. Um also meine besondere Wichtig­keit prominenter ins Blickfeld meiner „Freunde“ zu rücken.

Das bedeutet, der teuflische Plan, nur mit dem Verkauf meiner privaten Daten reich zu werden, funktioniert nicht. Statt dessen nerven die Shareholder, wo denn das Wachstum bleibt, und deuten auf das Schicksal ähnlicher Internetimperien wie AOL oder MySpace, die nach einer hysterischen Blütezeit in irgendeinem Konzernpapierkorb gelandet sind. Genau das ist auch das unausweichliche Ende von Facebook, in ein paar Jahren für kleines Geld an irgendeine Online-Klitsche verkauft zu werden, weil der Lemmingstsunami der User schon lange zu einem Angebot weitergeschwappt ist, das nicht durch Vermarktungsoffensiven gründlich uncool gemacht wurde. Der Kapitalismus frisst seine Kinder, und zwar zuverlässig. Überleben können ihn nur diejenigen, die wenigstens so tun können, als ginge es ihnen nicht ausschliesslich um Profitmaximierung. Facebook gehört nicht zu dieser kleinen Gruppe Glücklicher, und das wars dann auch schon.

7 Gedanken zu „Facebook und der lange Weg ins Aus

  1. also ich finde das system mit den prominenten nachtrichten gut und ausbaufähig. die idee dahinter ist eher sowas wie zb, dass hans und susanne heiraten, ein kind kriegen oder peter stirbt und statt dass eine entsprechende anzeige in der zeitung veröffentlicht wird eben so eine facebook-anzeige für die freunde gekauft wird.
    das ganze ist ausbaufähig, zb als bezahl-veranstaltungseinladungen, wo hans und susanne die hochzeitseinladungen nicht mehr per snail-mail sondern als schön gestaltete und prominent sichtbare einladungsmail per facebook verschicken.
    ich finde die idee hat was – und denke das ganze wird durchaus ein erfolg.

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