Social Networking gegen Sexismus: #1reasonwhy

Seit gestern entwickelt sich eine Online-Diskussion über Sexismus in der Gaming Industrie (und im Gaming allgemein) unter dem Twitterhashtag #1reasonwhy. Darin bescheiben vor allem Spieleentwicklerinnen, dass sie es leid sind, auf Conventions und Messen für Dekoration gehalten, angegraben und begrapscht zu werden.

Sexismus fängt schon damit an, dass ein Kompliment über ihr Aussehen immer vor dem Kompliment über ihre Arbeit kommt, was selbst meinen männlichen Lesern nach kurzem Nachdenken verständlich sein dürfte. Oder habt ihr schon mal einem Mann in einem geschäftlichen Zusammenhang Komplimente zu seinem Aussehen gemacht? Nur wenn ein (homo)- erotisches Interesse besteht, nicht wahr?

Warum geht die Diskussion gerade in der Gamingszene los? Weil sie die Avantgarde der Unterhaltsindustrien ist. Sowohl technisch und kreativ als auch im Zusammenhang mit der Gesellschaftsentwicklung. Oder kann sich jemand eine Sexismusdiskussion in der Film- oder Musik-Industrie vorstellen? Nein, dort gehört Sexismus zum täglichen Umgangston, und niemand hinterfragt diese vorgestrige Einstellung. Na gut, dann bleibt eben auch dieser Jobs an den Nerds hängen. Gesellschaftsentwicklung.

kotaku, pic Aled Lewis

7 Kommentare

  1. Frauen komplimente zu machen ist kein Sexismus. Genausowenig wie Männern Komplimente zu machen. Zumindest nicht grundsätzlich.

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    • ja die argumentationskette is ja auch ne andere. hier wurde festgestellt, wenn es einem wichtiger frauen zuerst komplimente auf grund ihrer äußeren erscheinung und erst danach auf grund ihrer arbeit zu machen, dann bist du sexist. du musst also einfach nur die reihenfolge berücksichtigen, dann is alles super.

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      • Äußere Erscheinung ist halt kurzfristiger zu beurteilen als Güte der Arbeit…
        aber sei’s drum letztendlich macht der Ton die Musik und solange das Kompliment passend und ein solches ist wird es auch gut aufgenommen werden. Egal was komplimentiert wird…

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  2. Gibt es wirklich Menschen die sich ernsthaft darüber aufregen, dass sie Komplimente ob ihres Aussehens bekommen? Oder liegt es daran, dass die typischen Computernerds nicht so gut aussehen wie die typischen Werbefuzzies? Und es einfach als störend empfunden wird, dass das Kompliment von keiner Person kommt an der man selber Interesse hat?

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  3. In meinem hauptberuflichen Umfeld komme ich nie auf die Idee, den Kolleginnen und Kollegen erst mal zu sagen, wie attraktiv ich sie finde. Oder es überhaupt zu sagen. Das könnte natürlich an dem sowieso total sexy erscheinenden beruflchen Umfeld liegen (Buchhaltung). Da muss man nicht noch extra kommentieren, dass jemand echt gut aussieht, das ist dann einfach so, damit müssen wir alle zurechtkommen.

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  4. Wie ihr euch nur auf die Komplimente fixiert … WI-DER-LICH!

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  5. Ich bezweifel grad nur anhand des Artikels, dass auf den Messen und Conventions derlei Komplimente von (potentiellen) Geschäftspartnern kommen. Da reden wir wohl eher von Privatleuten oder maximal von Entwicklern anderer Firmen.

    Und zumindest in meinem Umfeld innerhalb der Software-Industrie brauche ich niemandem erzählen, wie gut er/sie ist oder wie begeistert ich von der Arbeit bin. Braucht mir auch keiner zu sagen – ICH weiss wo ich stehe…

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