Neuseeland bezahlte 120 Millionen, änderte und brach Gesetze für den Hobbit

hobbit dollars

Der Hobbit soll der nächste Hollywood-Blockbuster werden und den “Herr der Ringe”-Kassenerfolg wiederholen, also drei Milliarden US-Dollar Umsatz machen. Für die Regierung von Neuseeland war es wichtig, die Dreharbeiten im Land zu behalten. Man bezahlte deshalb Subventionen in Höhe von 120 Millionen US-Dollar an Hollywood (Metro-Goldwyn-Mayer), strich Tarifverträge für Produktionsmitarbeitern aus dem Arbeitsrecht und willigte in die illegale Zerstörung von Megaupload und die Verhaftung von Kim Schmitz (Dotcom) und seinen Mitarbeitern ein.

Letzterer hat übrigens gerade vom höchsten Gericht Neuseelands das Recht zugesprochen bekommen, alle Akten des Geheimdienstes Government Communications Security Bureau (GCSB) zu seinem Fall einzusehen und für Schadenersatzklagen gegen die Regierung zu verwenden. Dieser Flirt mit der glamourösen Scheinwelt Hollywoods wird für die Neuseeländischen Steuerzahler also sehr, sehr teuer.

Glücklicherweise ist bereits Hilfe in Sicht.

bloombergreuters

8 Kommentare

  1. Reblogged this on Nero´s WorldVision.

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  2. uiuiui fritz, das is aber redaktionell auch gewaltig mit der sense übers feld geschlurft …

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    • Dann lies die verlinkten Quellen.

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  3. Hi Fritz!
    Du schreibst, daß 120 Millionen für eine Hollywood-Produktion eine hohe Summe seien und es dem neuseeländischen Steuerzahlern teuer käme. Ich denke, daß Neuseeland wie Südkoreo (Gangnam) touristische Vorteile für Ihr Land sieht.
    Informier Dich mal, wieviel Millionen der Deutsche Staat in Hollywood-Produktionen über die internationale Filmförderung stecken, damit diese (teilweise) hier produziert werden. Ist es Dir noch nicht aufgefallen, daß viele Produzenten einige Minuten in Deutschland spielen lassen, nur um an diese begehrte Förderung heranzukommen. Wahrscheinlich selbst bei „Breaking Bad“. Das wäre etwas, wo eine Partei -wie Deine- schleunigst etwas ändern sollte.
    Die übrigbleibenen Milliarden würden den hiesigen Filmemachern, Künstlern und anderen Kreativen sehr nutzen. Man sollte die eingesparten Gelder aber am besten nutzen um die statistisch verschleierte Armut zu beseitigen. Denn Menschen in Armut brauchen keine Hollywood-Filme – die brauchen erst einmal ein Dach über dem Kopf.
    MfG T-Zen

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  4. Ich versteh nicht was Fritz an diesem Kim Schmitz für einen Narren gefressen. Wenn man bedenkt wie reihenweise Jungendliche ans Messer lieferte, Stichwort Tanja – aber das lag wohl vor alles Deiner Zeit

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    • wobei du natürlich geflissentlich außer acht und unerwähnt lässt das er damals – vor mehr als 20 jahren – selbst auch nur ein jugendlicher bzw. heranwachsender war der eine sehr hohe gefängnisstrafe zu erwarten hatte. ganz davon abgesehen das diejenigen die es mit ihm erwischt hat auch nur verbrecher waren, denn schließlich ging es nicht um das furzige filesharing als solches sondern in erster instantz um kreditkartendiebstahl, Identitätsdiebstahl, hehlerei, hochstapelei, schwerwiegende verstöße gegen die telekommunikationsgesetze, verstöße gegen das briefgeheimnis, unerlaubtes ausspionieren und sammeln privater personenbezogener daten, sowie gewerbs- und bandenmässgen betrugs.

      nicht das ich irgendetwas davon gut heiße, aber ich frage mich schon was ich mit ca. 20 jahren herum n solch einer situation getan hätte.
      schweigen und damit rechnen als erwachsener angeklagt und verurteilt zu werden mit der aussicht auf zwischen 10 und 15 jahren gefängnis oder mit der staatsanwaltschaft kooperieren?

      hmmmmmmmmm . . . ?

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      • nönö, er hat sicher net mit der staatsanwaltschaft zusammengearbeitet, das wäre mir neu, er hat zusammen mit dem seligen freiherrn von gravenreuth (gvg) reihenweise boxen und deren eigentümer und sowie kunden hochgehen lassen indem er sich als „profi-hacker“ vertrauen erschlich und dann die kontaktdaten mit den belastungsmaterial an den herrn rechtsanwalt übergab und ja, erwurde für diese dienste vom rechtsanwalt bezahlt

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        • die freiherr – sachen kamen dann ein paar jahre später. jetzt könnte man sagen die drecksau, was einerseits ja auch stimmt, wenn man die sache genauer betrachtet so hat sich der technisch nicht ganz affine aber „gewieft böse“ schmitz mit dieser methode (er wurde von gravenreuth pro erfolgreichen fall bezahlt) mehr oder weniger die konkurenz vom halse geschafft. denn man darf nicht vergessen das es damals sehr viele gab die ähnliches machten wie er – nämlich warez gegen geld (telefonkarten, kreditkartendaten – gefälschten und gestohlenen – oder sogenannten hotlines, später dann über ,porn, werbung und popups usw. im großen stil) anzubieten. der heute so sagenumwobene und verklärte „listentausch“ und die „warez-tausch-szene“ war ja im grunde genommen nur ein ganz kleiner teil der „szene“ (in DE). im gro waren fast alle haupt-agierenden die kim gegen bares ans messer lieferte selber nichts weiter als nur kleine gauner und verbrecher die sich größtmöglich bereichern wollten. wenn man so will „gauner gegen gauner“! und ob man mit denen unbedingt mitleid haben müsste/sollte bezweifele ich mal.

          im übrigen, mit der von dir eingangs erwähnte „TANJA“ hatte schmitz überhaupt nichts zu tun, das war gravenreuths ureigenes baby und lange vor der zusammenarbeit mit kim.

          PS. wenn einer ein hirn besaß und dieses auch benutzte der hielt sich damals sowieso von der deutschen szene (eine szene voller sich selbst überhebender schwachmaten, außer proportion geblasener egos, dampfplauderer, arroganter schnössel, neider und denunzianten) ganz weit fern. wer ein hirn hatte und ein wenig englisch geradeaus schreiben konnte trieb sich im „ausland“ (hauptsächlich usa, gb und kanada oder auch im asiatischen raum) herum. dort gab es nämlich echte szenen (die sich auch wirklich so nennen durften) die so gänzlich anders waren als die hiesigen (mit ausnahmen) luftnummern, gespickt mit leuten die ein gewisses zusammengehörigkeitsgefühl hatten und einem gemeinsamen (damals noch sehr sehr sehr teurem – mann o mann wenn ich nur daran denke was eine nur halbwegs ordentliche „kiste“ gekostet hat – davon könnte man heute ein ganzes über 2 stockwerke hinweg gehendes netzwerk mit mehreren rechnern aufbauen) hobby nachgingen.

          klar, schmitz war ein arschloch, aber ehrlich gesagt auch kein größeres als die allermeisten der anderen die er mit gravenreuth zusammen hochgehen lies. von daher relativiert sich die sache wieder.

          außerdem wusste damals, genauso wie heute, ein jeder auf was er/sie sich einlässt wenn man sich auf das glatte terrain in down-/upload-land begab. mit den möglichen negeativen konsequenzen muss/te man einfach bereit sein zu leben, oder man lies/lässt es einfach bleiben.

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