Warum der #Aufschrei notwendig war. Ist. Bleibt.

der schrei simpson

Ich neige ja nicht zum Fremdschämen. Wenn jemand anderer Mist baut, ist es dessen Problem, finde ich. Wenn ich aber, ohne mich aktiv darum beworben zu haben, einer Gruppe angehöre und diese sich mit Mist bekleckert, bin auch ich versucht, so etwas wie Bedauern zu empfinden. Im konkreten Fall der #Aufschrei-Diskussion über Twitter, Blogs, Massenmedien, Talkshows, gehts mir eindeutig so. Ich habe die Diskussion über das Wochenende von ihrem Entstehen an verfolgt und war bis zum Montagmorgen soweit, meine Position zusammenzufassen. Diese hat dann den Text freundlicherweise veröffentlicht, und damit der nationalen Kommentarelite geöffnet: Dem Heise Forum. „Warum der #Aufschrei notwendig war. Ist. Bleibt.“ weiterlesen

Sportarten der Zukunft

Am Wochenende fand im SciFi-MMO Eve Online eine massive Raumschlacht zwischen zwei verfeindeten Allianzen statt. Mit über 2800 Teilnehmern. Also fast 3000 Leuten, die an der Steuerung ihres eigenen Raumschiffs durch die Schlacht fieberten, statt die Zeit mit einer Fussball- oder Baseballübertragung zu verplempern, oder noch schlimmer, mit einer sinnlosen Günter-Jauch-Talkshow. reddit via mefi

Irland: Ausnahmegenehmigung für Alkohol am Steuer

pint of beer

Der irische Politiker Danny Healy-Rae versucht sich einen Namen zu machen, indem er eine Gesetzesinitiative vorstellt, die Fahrtüchtig­keitsgrenzen für Alkohol am Steuer heraufsetzt. Natürlich nur für ältere Menschen, die in ländlichen Gebieten mit schlechter Verkehrsinfra­struktur wohnen. Der Vorschlag wird im südwestlichen Irland überraschenderweise kontrovers diskutiert. arbroath, pic ian t cc by sa

Postmortem: Niedersachsen

Auf dem durchpflügten Acker

Es war also Landtagswahl, und nur die Hälfte ging hin. Oder knapp darüber. Überraschung: Die ganz leicht weniger schlimme Kombi Rot-Grün setzte sich durch. Noch ne Überraschung: Die Alternativangebote Linkspartei und Piraten wurden kaum nachgefragt. Ist irgendwas Schlimmes? Wars das mit den Hoffnungsträgern der Gen Y? Soweit ich, zwei Tage nach der Schicksalwahl im nördliche Flachland, sehen kann, gibts die Piratenpartei noch, sie arbeitet in vier Landesparlamenten und einem Sack voller Kommunen gegen Korruption und Intransparenz an, und flotte Telekolleg-Lektionen für zukünftige Wahlsiege hat sie auch noch mitbekommen. Oder wie war das, hat jemals in der Geschichte der Menschheit irgendjemand was aus Erfolgen gelernt? Hier sind ein paar Tipps, die jemand für uns in die harte Schulbank des Lebens geritzt hat. Anders gesagt: Sieben Thesen für die Zeit nach #ltwnds. „Postmortem: Niedersachsen“ weiterlesen

Wie man die Welt viermal vor dem Hungertod retten könnte

dinner

Die Ärmsten unseres Planeten, Menschen, die verhungern oder vom möglichen Verhungern bedroht sind, könnten mit einem Viertel des Einkommens der 100 reichsten Personen dieses Planeten gerettet und versorgt werden. Oder anders: Eine Steuer von 25 Prozent auf das Einkommen (nicht das Vermögen) der 100 Reichsten würden den Hungertod von der Erde tilgen. Und das Einkommen (nicht das Vermögen…) der 1-Prozent ist in den letzten 20 Jahren um 60 Prozent gewachsen, durch alle “Krisen” hindurch. Das rechnet uns die britische Hilfsorganisation Oxfam in ihrer aktuellen Presseerklärung vor. PDF, via aljazeera, pic Raging Wire cc by nc nd

Zeitungssterben, am Beispiel der FAZ erklärt

recycling paper

Ein Brief von der FAZ, gestern im Briefkasten. Physisch. Auf Papier. Mit portofreiem Antwortkuvert: “Jahresprognose 2013 – Ihre Meinung ist uns wichtig!”. Na sowas! Wann haben sich Systemmedien zum letzten Mal für meine Meinung interessiert? Der Verlag der Frankfurter Allgemeinen Zeitung bäte mich um meine persönliche Jahresprognose 2013, lese ich weiter, und wolle mir das Bemühen mit verschiedenen kleinen Geschenken schmackhaft machen. „Zeitungssterben, am Beispiel der FAZ erklärt“ weiterlesen

Morgen kommt Mega

mega screenshot

Morgen spätnachmittag mitteleuropäischer Zeit startet der neue Filetransferservice „Mega“ vom notorisch bekannten Kim Dotcom (Kim Schmitz). Die verschlüsselte Dateiübertragung soll Nutzer und Musiker vor übereifrigen Copyright-Söldnern schützen. Der kostenlose Account enthält bereits 50 GB Speicherplatz. Oben ein Screenshot vom Login (click vergrössert), unter dem Link alle weiteren Infos: kim.

Meinungsumfragen – wer prüft die eigentlich nach?

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Stefan Reinecke schreibt gestern in der Taz: “2005 taxierten alle Institute die Union eine Woche vor der Wahl auf über 40 Prozent, sie bekam 35.“ Und: “Es sind strategisch platzierte Meinungsäußerungen, verbreitet im schütteren Kleid der Objektivität.“ Sowie: „Meinungsumfragen – wer prüft die eigentlich nach?“ weiterlesen

Studie: Kiffen macht doch nicht blöd

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Langzeitstudien beweisen, dass Langzeitkiffen Langzeitschäden verursacht, konnten wir letztes Jahr in der Zeitung lesen. Falsch, sagt Ole Rogeberg vom Ragnar Frisch Centre for Economic Research in Oslo. Er setzte die erwähnten Grundlagendaten in einen neuen Zusammenhang und fand, dass die so deprimierend klingenden Schlussfolgerungen ohne einen extrem wichtigen Faktor gezogen worden waren: „Studie: Kiffen macht doch nicht blöd“ weiterlesen