Der Beginn der Asteroidenindustrie

asteroidenmond

Wie wir spätestens aus unzähligen SciFi-Epen wissen, enthalten die Asteroiden unschätzbare Reichtümer in Form von Erzen und Mineralien, die man nur zerkleinern, gegebenenfalls einschmelzen und anschliessend zur Erde fahren muss, um im Weltraum astronomisch reich zu werden. Den ersten Schritt dorthin macht demnächst wohl die Nasa, wenn sie nämlich einem Konzept des Keck Institute for Space Studies in California folgt.

Für überschaubare 1,97 Milliarden Euro (so viel kostet derzeit eine Marsrobotermission) könnte nämlich eine automatische Raumsonde mit (vorhandenem) Ionenantrieb zum Asteroidengürtel fliegen, sich dort einen Brocken schnappen, für den Anfang einen mit nicht mehr als sieben Metern Durchmesser, und ihn zurückschleppen. Zuhause angelangt, wird der Astrokiesel in einen Mondorbit geparkt, wo man ihn relativ bequem und kostengünstig zerlegen und untersuchen könnte.

Hm. Und warum nicht einen der NEOs, der Near-Earth-Objekte, die ab und an vorbeischliddern und so tun, als würden sie im nächsten unbeobachteten Moment auf die Erde fallen? Kann das mal jemand durchrechnen, bitte? Ansonsten: Yo dawg, I herd you like moons, so i got you a moon to orbit the moon.

newscientist, pic Peter van de Haar

4 Kommentare

  1. Danke fürs posten, Fritz! Als großer NASA-Fan freut es mich immer, solche Sachen zu lesen :)

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  2. Das mit dem Durchrechnen haben zB die Herrschaften Niven+Purnelle in ihrem Kometeneinschlagsepos „Lucifer’s Hammer“ schon erledigt. Ich würde es jedenfalls tunlichst vermeiden, NEOs -oder irgend etwas Anderem auf einer parabolischen oder exzentrischen Umlaufbahn- zu nahe zu kommen. Wo ein Felsbocken mit ein paar Kilometersekunden hinhaut, wächst vermutlich überhaupt nie wieder irgendwas.

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  3. Das Abremsen eines Neos könnte imho schwierig werden.

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