Die Kulturflatrate ist immer noch ein Riesenmissverständnis

gerald spindler Der Göttinger Jurist und Ökonom Gerald Spindler (pic) hat von den Grünen den Job bekommen, ein ausführliches Rechtsgutachten zur “Machbarkeit der Kulturflatrate“ herzustellen. Das hat er auch hingekriegt, und beim Lesen der 220 Seiten wird einem ganz flau angesichts des Fleisses, mit dem der Gelehrte Bekanntes zusammengetragen und am Ende aufaddiert hat. So kommt er dann auch zu Monatskulturflatraten von 6,74 € bis 89,89 € pro Monat und Internetanschluss.

Warum das alles Unsinn ist, hab ich schon vor vier Jahren in der Telepolis erklärt, das könnt ihr dort nachlesen.

Für euch nochmal schnell ne Überschlags­rechnung [Update unten], um zu verdeutlichen, worin das Problem auch des oben erwähnten Gutachtens liegt:

Die Musik/Tonträgerindustrie macht in Deutschland ca 1,6 Mrd. Euro pro Jahr, der Buchhandel ebenso, auch die Spiele-, und die Filmindustrie liegen in diesem Bereich. Das heisst, die Branche “kopierbare Kulturdatenträger” ist in unserem Land jährlich für circa 6 Milliarden Euro gut. Aus dem Musik- wie auch dem Buchsektor wissen wir, dass der Urheber/Autor/Musiker maximal 5 % des Endverkaufspreises bekommt. Also 300 Millionen. Bei 40 Millionen aktuell vorhandenen Internetanschlüssen wären das 7 Euro 50 pro Anschluss. Und pro Jahr. Oder 62,5 Cent monatlich.

Jetzt nochmal zur Erklärung: Alle Autoren, Musiker, Filmemacher, Spieleentwickler würden genau so viel Geld verdienen wie heute, wenn Internetanschlüsse monatlich 0,625 Euro mehr kosten würden, Musik, Spiele, Filme, Bücher dafür aber umsonst wären. Gratis. Für lau.

Wie kommt der nette Herr Spindler dann auf zehn- bis hundertfache Beträge? Das schreibt er ganz unten in seinem Gutachten auch rein: Um die Verluste der betreffenden Industrien zu kompensieren. Wait, what? Das erklärt zwar, warum der Unterschied so riesig ausfällt, weil die Industrien ja nachgewiesenermassen 20mal so viel Asche machen wie die Urheber selbst, lässt aber unerwähnt, was das mit freier Marktwirtschaft, und vor allem, was das mit Urheberrecht zu tun hat. Nämlich nichts.

Es gibt in unserem Rechtssystem zwar den Anspruch des Urhebers auf Vergütung für die kommerzielle Nutzung seiner geistigen Leistung, aber es gibt keinen Anspruch eines Unternehmers auf steuer- oder abgabenfinanzierte Entschädigung für veraltete und unprofitable Geschäftsmodelle. Niemand käme auf die Idee, Steuern auf Autos zu erheben, um damit die Hersteller von Dampfmaschinen, Pferdekutschen und Sattelzeug für entgangene Umsätze zu kompensieren. Oder Steuern auf Email, um damit den Postversand zu einem zweiten Frühling zu bringen. Aber eine feste Abgabe auf Internet, um damit Filmstudios, Musikmogule und Buchkontore durch den Winter zu füttern, das soll ok sein? Lieber Herr Spindler, ich mag nicht glauben, dass Sie wahnsinnig sind, aber warum bitte schreiben Sie dann solche Gutachten? Und warum veröffentlichen die Grünen das dann als Wahlkampfposition?

pic michail jungierek cc by sa

Update: Wenn der Umsatz mit Büchern in Deutschland, wie von meinen Lesern angemerkt (Danke!) nicht 1,6 sondern 9,6 Mrd Euro pro Jahr (2011) beträgt, verändert sich die Beispielrechnung oben von 6 auf 14,1 Mrd Gesamtvolumen, 705 Mio Urheberanteil, 17,625 Euro pro Jahr oder 1,47 Euro po Monat und Internetanschluss. Das wäre dann der Beitrag, mit dem alle Einkünfte von Urhebern aus Kulturdatenträgervertrieb substituiert würden. Falls wir das wollen.

54 Kommentare

  1. mag sein, dass das gutachten hinkt. deine rechnung hinkt für mein verständnis allerdings auch. die legalisierung jedweden sharings würde ich zwar begrüßen, dennoch bin ich überzeugt, dass dies (zumindest herkömmliche) arbeitsplätze kostet. all die mp3’s, ebooks, filme usw usf müssen nicht mehr auf servern betreut werden, sondern ich schick sie per bittorrent durchs netz. mein konsum physischer güter wie dvd, blueray, cd würde sofort gegen null gehen. der kumpel von der dhl brauch ich nich mehr, der widerum den tankwart nich, von abmahnanwälten usw usf ganz zu schweigen. da gibts einen riesigen pulk an leuten die mit diesem markt als ganzes geld verdienen (von ganz unten bis ganz oben), unabhängig davon wie gerecht der ist, er würde wegbrechen.

    bislang hab ich noch keinen gehört/gelesen der mir eine glaubhafte strategie vorschlagen konnte, wie man mit dem entfernen ganzer industriezweige umgehen soll. da brechen nicht nur ganze sozialkasseneinzahlungen weg, im gegenteil ist IMHO mit erhöhung sozialer leistungen zu rechnen die dann von umso weniger fussvolk bereitgestellt werden müssen.

    was ich sagen will: für eine kulturflatrate nur zu berechnen was bei künstlern ankommt ist unsinnig, denn auf dem weg dahin erarbeiten sich momentan viele ihr tgl brot. ja, das ist reformbedrüftig und alles andere als gerecht, aber mit 7,50 im jahr kommste eben auch nich hin.

    im übrigen isses auch nich ganz billig it-infrastrukturen mit 24×7 und hinreichend performance am laufen zu halten um den ganzen quatsch auch unters volk zu bringen. 1 song für 1 euro bei amazon ist zwar mit sicherheit auch überteuert, aber n aufschlag wirste brauchen, ebenso die provider, deren leitungen ab sofort glühen.

    ohnehin zweifel ich daran, dass sowas kommt. dafür ist die lobby der „verwerter“ wir zu groß/mächtig und an flatrates verdient man halt kein geld, nicht umsonst werden unsere zugänge gedrosselt.

    wieso kämpft hier eigentlich niemand für synchrones DSL? mit 1 MBit upload brauch ich diesen ganzen copy-shizzle eh nich anfangen.

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  2. Sehr geehrter Herr Jungierek
    ich hoffe nicht, dass ich wahnsinnig bin, aber das mögen andere beurteilen. Ich kann Ihnen nur empfehlen, das Gutachten GENAU zu lesen und hier GENAU zur Kenntnis zu nehmen, welche verschiedenen (!) Berechnungsmodelle existieren. That`s all!
    mit freundlichen Grüssen
    Gerald Spindler

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  3. „Niemand käme auf die Idee, Steuern auf Autos zu erheben, um damit die Hersteller von Dampfmaschinen, Pferdekutschen und Sattelzeug für entgangene Umsätze zu kompensieren.“

    das vllt. nicht, aber auf die idee sind sie schon gekommen alleine dem kleinen bis mittleren deutschen steuerzahler(deppen) innerhalb ein paar jahre 800 milliarden neue schulden aufzuhalsen – so das sich die deutsche staatsverschuldung sprunghaft von knapp 1,3 billionen auf über 2,1 billionen euro erhöht hat – nur um sie ein paar banken und heussshcrecken in den arsch zu schieben. statt diese maroden (aber leider absolut notwendigen) unternehmen einfach zu verstaatlichen.

    worin ist dagegen das zeugs dieses neoliberal verblödeten anwalts denn so sehr unterschiedlich?

    ist doch alles nur samt und sonders reinste scheiße, denn hätten wir wirklich verantwortungsvolle politiker am werke denen das wohl des ganzen volkes am herzen leigen würde, so würden alle diese wirtschaftlich defizitären ruinen verstaatlicht, abgewickelt, gereinigt, ausgeschüttelt und das noch gesunde neu aufgesellt und mit neuen geschäftsmodellen und ideen ausgestattet in den privaten sektor entlassen werden.

    das problem das wir haben ist das wir in politik und wirtschaft fast nur noch KRIMINELLE und SCHWERVERBRECHER sitzen haben die nach feudaler monarchen-art über unser aller leben bestimmen wollen (ohne das ihr eigenes davon betroffen ist).

    aber siehe zB. nur mal die GEZ. statt es zusammenzufalteten und abzuschaffen wird ein PRIVATES UNTERNEHMEN mit noch mehr macht, noch mehr privilegien und noch mehr geld – zum nachteil der allermeisten büger – ausgestattet.

    siehe GEMA
    siehe stromnetzbetreiber
    siehe energiekonzerne
    siehe post lieferdienste
    (bitte selber ausfüllen)
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    etc. etc. etc.

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  4. Wegen meiner könnte die Flat auch nen glatten 5er/Monat kosten.
    Wäre immer noch völlig ok.

    Schließlich wollen Nachwuchskünstler auch etwas gefördert werden (Jaja, ich weiß, Musikindustrie vs Nachwuchsförderung).

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  5. Ich schaue kaum Fern/Filme und höre fast nur DIY musik. Also intressiert mich euer scheiss sowieso nicht, lasst mich bloß in ruh‘.

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  6. 2 Dinge:
    Wer verteilt das Geld der Flatrate, die Gema?
    Sind leute nur kreativ wenn sie Geld dafür bekommen?

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    • wenn es eine flaterate gäbe müsste kein werktitel, künstlername oder urhebername mehr verschleiert werden. so sind diese daten jederzeit – zB. mittels crawler festgestellt werden zB wann welcher titel hochgeladen sowie wie oft heruntergeladen wurde – auffindbar und dementsprechend auch download für download abrechenbar.

      und ja, das könnte tatsächlich auch weiterhin GEMA übernehmen.,kombiniert mit allen elektronisch erfassten playlists aus radio, fernseh-, disco- und sonstigen aufführungen . . .

      . . . würden sie dann tatsächlich mal das tun wofür sie überhaupt ins leben gerufen wurden – nämlich dafür die eingenommen gelder GERECHT unter allen künstlern und urheber-rechte-inhabern nach ihrem jeweiligen und tasächlichen verwendungsgrad zu verteilen. und zwar ganz ohne irgendwelche komplizierten aufschlüsselungen die im grunde sowieso nur einem relativ kleinen kreis hoch-privilegierter zugute kommt.

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  7. Ich sehe eher in Deiner Bewertung ein grundlegendes Missverständnis: Das ist flott gesagt und erscheint erst’mal bzw. oberflächlich/grundsätzlich einleuchtend … greift aber natürlich viel zu kurz / so einfach ist es leider nicht … zumindest wenn man die relevanten Produktions- und Vertriebsaspekte von Kultur-/Unterhaltungshandeln einerseits und die Zwänge der Realpolitik mitdenkt … und zudem unser Bestreben nach Interessenausgleich und Nachhaltigkeit als Leitgedanken GRÜNER Politik beibehalten will. Sprich: Die Partnerschaft zwischen Urheber und seinem Produktions- und Vertriebsumfeld hat sehr viel mit der Qualität der Kultur- und Unterhaltungsprodukte zu tun, die wir/alle gern weiter genießen wollen. Man muss die gesamte Kulturgüterindustrie „neu“ denken und nicht bloß an einer Ecke (Urheber) die Schraube der gesellschaftlichen Gestaltungsmöglichkeit durch Politik drehen.

    Richard RALFS
    BAG Medien/Netz-Politik
    B’90 / DIE GRÜNEN

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    • Lieber Richard, danke für deine offizielle Stellungnahme. Du beschreibst sehr deutlich, wo das Problem mit den Grünen liegt, und warum ich sie (spätestens ab Schröder/Fischer) nicht mehr wählen konnte, sondern nach kurzer Suche zu den Piraten ging. Weil ihr euch ins System integriert habt, und Kompromisse eingeht, wo keine eingegangen werden sollten, nur um weiter mitspielen zu dürfen. Werf ich den Grünen etwa Ausverkauf vor? Ja, das tu ich. Ich gehe wie viele andere in meiner Richtung davon aus, dass der Bürger keine Verpflichtung hat, profitorientierte Wirtschaftsunternehmen zu finanzieren, nur weil diese Kultur vermarkten und Kultur irgendwie schön ist. Klar muss die Kulturindustrie „neu gedacht“ werden. Aber das ist Aufgabe der Unternehmer. Wir als politisch gestaltende Kräfte haben die Aufgabe, das Volk zu vertreten, und maximal noch Werte (wie den Schutz der Urheber). Noch eine Stufe deutlicher: Ich scheisse auf die „Realpolitik“, die mit Absprachen hinter geschlossenen Türen an den Bedürfnissen der Bevölkerung vorbei regiert und wesentliche Teile des Volkes vom Mitgestaltungsprozess ausschliesst. Ich weiss, dass die Grünen in bester Absicht und um ihre Ziele zu erreichen Teil des Systems geworden sind, und der Preis für den Erfolg war, dass sie die Position der progressiven Alternative aufgeben mussten. Das machen jetzt die Piraten. Davon abgesehen müssen wir das Urheberrecht reformieren, zugunsten von Kreativen und Nutzern, und es vor den Lobbykraten schützen, gegen einen Ausverkauf unserer Kultur und unseres Wissens. Mein Angebot: Lass uns das zusammen machen.

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      • hi FRITZ,

        offiziell war/ist das nur in dem Sinne, dass ich Mitglied der BAG bin, nicht etwa, dass ich für die BAG oder die GRÜNEN Blogkommentare schreibe.

        Kurz nochmal klarstellend auch inhaltlich: die Kritikgrundlage gegen eine Kulturpauschale in Höhe von nur ~ 1 EUR versus den Zahlen/Überlegungen aus dem Gutachten ist im Detail wohl leider so komplex, dass es eben gern/gut 200 Seiten Bewertung/Begutachtung benötigt. Und diese – alle weniger komplexen / milchmädchenhaften Betrachtungen überholende – Bewertungsgrundlage gilt es jetzt für genaueren Überlegungen maßgeblich heranzuziehen. Kleiner geht es – glaube ich – nicht.

        Im Groben/Grundsatz – in 2 Sätzen statt 200 Seiten – basiert meine Kritik Deiner Position darauf, dass es eben bei diesen Überlegungen nicht „nur“ um einen Ungerechtigkeitsausgleich/Existenzsicherung bei/von Urhebern geht, sondern um einen Baustein der nötigen Reformation der gesellschaftlichen/politischen Rahmensetzung/Schrankensetzung der Entwicklung der Kultur- und Unterhaltungsindustrie angesichts der Chancen und Risiken der zunehmenden Digitalisierung und Vernetzung der Gesellschaft. Und ich denke, dass die professionellen/hochwertigen Leistungen von Agenturen, Verlagen, etc. für die Urheber und die Produktion von Kultur/Wissen/Unterhaltung genauso bedeutsam sind, wie die originären Leistungen der Urheber selbst. Und jeder Subventionseingriff muss so gestaltet werden, dass dessen Wirkung diesen Umstand hinreichend berücksichtigt. Ganz zu schweigen davon, dass auch rechtliche (inkl. EU-/internat. Rechte) und pragmatische (Durchsetzbarkeit/Umsetzbarkeit, also Aufwand/Effekt-Relation) Anforderungen bedacht und erfüllt werden müssen.

        Mehr/weniger meine ich mit „Realpolitik“ hier gar nicht. Und ich verstehe – bis zu Ende gedacht bzw. außerhalb pauschalem GRÜNEN-bashing – nicht, was daran falsch sein soll, sich beim politischen Gestalten sorgfältigst Gedanken zu machen, ob bei einer evtl. Umsetzung einer Idee/Planung in die gesellschaftliche Realität nicht mehr bzw. anderswo im gesellschaftlichen Gefüge mit dem Arsch umgerissen wird, als man meint an dieser Stelle toll aufzubauen/reformieren.

        LG

        Richard RALFS
        BAG Medien/Netz-Politik
        B’90 / DIE GRÜNEN

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  8. So einen Schwachsinn habe ich zu dem Thema schon lange nicht mehr gelesen. Wer sich mit dem Thema auch nur ein winziges bisschen befasst hätte, wüsste, das Bücher, Filme, Songs niemals Einzelleistungen sind, sondern die Produzentenseite (Verlage) daran fleißig mitarbeitet, bzw. kräftig mithineininvestiert. Z.B. wird ein Buch erst durch Stofffilterung, Exposévorberatung, Lektorat, Korrektorat, Umschlagsgrafik, Layout zu einem solchen. Hieran ist ein ganzer Zoo von Leuten beteiligt. Dass das Buch am Ende nur den Namen des Autors trägt ist also akzeptierte Augenwischerei. Diese ganzen Leistungen, die heute üblicherweise von den Verwertern erbracht werden, müssen durchaus miteingepreist werden, womit die Rechung von Herrn Spindler eher noch zu flachbrüstig ausfällt.

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    • Du siehst schon den Unterschied zwischen geistiger Leistung und unternehmerischer Tätigkeit?

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      • obwohl ich ihm den lektorat sowie korrektorat als sehr wichtige bestandteile des werdungsprozesses lasse, kann er es im großen und ganzen anscheinend nicht. denn die geistige endleistung für sich selbst genommen würde sich mittels PDF oder auf schriftrolle übertragen genauso gebrauchen lassen.

        zum lesen, sehen oder auch zum hören eines stückes/werkes brauche ich weder covers, booklets, plastik oder leder umhüllungen, dreingaben oder zusatz-gimmiks oder sonst irgendeinen müll der hauptsächlich nur der veredelung zu marktzwecken dient.

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        • An Deinem Post merkt man einfach nur, dass Du noch nie ein unlektoriertes Buch gelesen hast. Es lässt sich immer so herrlich über Sachen schreiben, von denen man nichts versteht. Und was den zweiten Absatz angeht: Von meinem Debüt wurden etwa ein Prozent elektronisch verkauft. Der Rest papiern. Und das obwohl es sich dabei um SciFi und damit um eine netzaffines Genre handelt. Du bist also hierzulande in einer Minderheit und kannst von Deinen persönlichen Präferenzen nicht auf andere schließen.

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          • können doch die „netzaffinen“ nichts dafür das dein/e sc-ifi romane nur scheiße sind.

            doch kann ich, denn das was (u.a. auch breiten)-qualitativ gut ist, hat sich bis auf ausnahmen schon immer auch GUT verkauft.

            gerade im sci-fi und fantasy bereich ist es – entgegen dem allgemeinen anschein – extrem schwer entsprechend anerkanntes gutes herzustellen. gerade diese schicht leser ist äußerst selten – und jenseits von ausnahmen wie „star wars“ oder „kampfstern gallactica“ – wirklich zufriedenzustellen.

            wahrscheinlich hast du dir den am einfachst erscheinenden weg zum erfolg ausgesucht, aber entgegen allen klischees sind gerade auch die sci-fi und fatasy bereiche eines der anspruchsvollsten gebiete in denen man als schriftsteller literarisch tätig werden kann. gerade deshalb weil man u.a VOLLKOMMEN NEUE WELTEN WEIT ABSEITS DES ÜBERHAUPT VORSTELLBAREN schaffen muss um überhaupt ein entsprechendes publikum zu ziehen – oder besser – vereinnahmen zu können.

            ich habe – sofern dass das dein echter name ist – Thomas Eibel gegooglet bzw. auf allen mir bekannten palttformen u.a.a. amazon nachgesehen . . .

            . . . absolut ohne ergebnisse. absolut ohne erfolg. entweder lügst du wie gedruckt oder dich gibt es einfach nicht. was solls also???

            im prinzip wäre es dann so das man dir irgendetwas bezahlen sollte nur weil es dich gibt und du irgendwann einmal irgendetwas auf papier geschrienen hast. TOLL!!!!!

            aber von mir . . .

            . . . FUCK YOU!!!!!!!

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      • Ich wüsste nicht, warum der irgendeine Relevanz haben sollte, abgesehen davon, dass die Abgrenzung gar nicht sinnvoll leistbar ist. Was ist denn ein Lektorat nun? Geistig oder unternehmerisch? Was ein Korrektorat? Was ein Cover?
        Ein Buch ist ein Gesamtprodukt, das aus vielen Händen und Köpfen stammt. Basta.

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        • mal eine entsprechende nanwort von einem entsprechenden:

          [ Lektorat und Korrektorat Schnitzler

          Wenn Sie gerade

          vor der Abgabe Ihrer Arbeit stehen,
          ein umfassendes Manuskript verfasst haben oder
          Ihnen ein wichtiges Schriftstück Sorgen bereitet

          und dazu einen kompetenten Lektor benötigen, rufen Sie mich doch einfach an oder schicken Sie mir eine E-Mail. Sie brauchen mir dann nur noch Ihr Dokument

          Word
          PDF
          Adobe InDesign CS5, CS5.5 und CS6

          zukommen zu lassen und ich werde es so schnell wie möglich redigieren.

          Auf der Grundlage der neuen amtlichen Rechtschreibregeln – wahlweise aber auch noch eine Zeit lang nach den alten Schreibungen!

          Manchmal werde ich gefragt, warum überhaupt ein Lektorat oder Korrektorat, wenn doch die gängigen Textverarbeitungsprogramme die Fehler bereits anzeigen würden. Ich gebe dann ein Beispiel und man wird nachdenklich:
          Wenn das der Köter ist, wo ist dann der Haken?

          Denn derartige Flüchtigkeits- oder Tippfehler kann selbst das beste Programm nicht herausfiltern.

          http://www.lektorat-schnitzler.de/ ]

          so fuck u again!

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          • LOOOOOOOOOOL
            Wenn Sie nicht lesen können, ist Ihnen schwer zu helfen. Knallbonbon? Ist der Name Programm? Scheint so. Und aus Vulgarien kommen Sie auch noch.
            Jetzt noch einmal ein Tipp: Den gesuchten Nachnamen noch einmal ganz genau lesen und dann nach Aha-Effekt (ich hoffe jedenfalls, der kommt) neu googlen. Dann können wir uns gerne again fucken.
            Dabei hätte es im Übrigen auch völlig genug, dass zum Foto verlinkte Facebookkonto anzuklicken. Aber Netzkompetenz scheint auch nicht so Ihre Stärke zu sein.
            Übrigens: Was ist eigentlich eine „nanwort“?

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          • Dabei hätte es im Übrigen auch völlig genug, dass zum Foto verlinkte Facebookkonto anzuklicken.

            LOOOOOOOOOOL

            wo man genau diesen text zum lesen bekommt:

            „Dieser Inhalt ist derzeit nicht verfügbar“

            LOOOOOOOOOOL
            LOOOOOOOOOOL
            LOOOOOOOOOOL
            LOOOOOOOOOOL

            und

            LOOOOOOOOOOL*

            soviel zum fratzenbuch, aber diese art plattform passt ganz gut zu dir. und das meine ich durch aus als beleidigung
            (*dasselbe gilt übrigens auch für LOOOOOOOOOOL).

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  9. Dicht daneben ist auch vorbei.
    Buchhandel in Deutschland allein fast 10 Mrd. Umsatz.
    Über die anderen Rechnereien kann man nur den Kopf schütteln.
    Da fehlen bereits rudimentäre Kenntnisse über Kreativwirtschaft.
    Die Rechnung wäre eine Schande für den Berufsstand der Milchmädchen.
    Aber Glückwunsch, dass es bei Heise offenbar kein Lektorat gibt. Ansonsten wäre der Kommentar nie erschienen.

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  10. Da wundert ihr selbsternannten Erstbewohner der digitalen Spähre euch, warum andere über euch den Kopf schütteln.
    Schon das Suchen einer solchen Zahl überfordert euch.
    2011 waren es 9.6 Mrd. Euro Umsatz.http://www.boersenverein.de/de/158286
    Die Zahlenspielerei hat aber noch mehr Fehler. Ist es denn wirklich so schwer sich vor dem Schreiben eines solchen Artikels mal Gedanken zu machen statt hier mit einer Weltidee a la Ditsche zu kommen?
    Zu dem Kommentar von Thomas Elbe: Der sieht mit Sicherheit den Unterschied. Ohne das eine funktioniert das andere nicht.
    Wie gesagt, ohne Kenntnis wie Kreativwirtschaft funktioniert sollte man solche Weltideen besser in der Schublade lassen.

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  11. Da bin ich aber froh, dass hierzulande Bücher immer noch wichtiger sind als Musik, Film, Spiele. Zumindest in Euro. Danke für eure Kommentare, ich hab meinen Originalbeitrag oben mit einem entsprechenden Update versehen.
    Zu Volker: Natürlich funktioniert das Erzeugen von Kultur und Wissen auch ohne kommerzielle Verwertungsstruktur. Wir beide können uns bei Bedarf auf Anhieb mehrere Alternativen vorstellen. Das wird auch bald nötig sein, weil das Geschäftsmodell Kulturdatenträger so oder so zusammenbricht, auch ohne unsere Diskussion. Da müssen Lösungen her, und die werden anders aussehen als das, was wir heute haben.

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    • [ Da bin ich aber froh, dass hierzulande Bücher immer noch wichtiger sind als Musik, Film, Spiele ]

      ich auch, denn ganz meiner großteils amerikanischen herkunft geschuldet dachte ich bisher das wir in DE nur 5 jahre in allen dingen hinterherhinken.

      scheint aber immer noch so zu sein das der abstand doch noch mehr als 10 jahre beträgt. gut so!

      das deutsche volk ist also noch nicht – insgesamt – so vollkommen verdummt wie das amerikanische!

      yes in deed – „gut so“!

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      • Schreiben echte Amerikaner „indeed“ nicht in einem Wort? Ich mein ja nur so (Bin kein Amerikaner, hab aber drüben gelebt und gearbeitet ;-).

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        • da hast du sogar recht. wenn man aber ständig mehrsprachig unterwegs ist (in meinem fall sind das 3 1/2 sprachen) kommen solche fehler des öfteren bzw. manchmal auch gehäuft vor. vor allem in der flüchtigkeit.

          im übrigen bin ich kein echter amerikaner, sondern nur ein halber. dasselbe gilt auch für „deutscher“, auch nur ein halber. bin aber in beiden ländern statsbürger.

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          • Na Flüchtigkeit scheint bei Ihnen ja Programm zu sein, Herr Knalltüte.
            Bei mir funktioniert der Facebook-Link 1A und würde er nicht funktionieren, würde ihn diese Site wohl kaum als Identitätsausweis akzeptieren. Also für Ihre mangelnden Klickkünste kann ich jedenfalls nichts, genausowenig, wie für Ihre Unfähigkeit meinen Nachnamen korrekt zu buchstabieren und bei Google einzugeben.
            Ihr Gerante gegen meine Facebooknutzung stellt nur ein weiteres Mal unter Beweis, dass Sie keine Ahnung vom aktuellen Buchgeschäft haben. Ohne Präsenz in sozialen Medien geht hier gar nichts mehr. Die Schriftstellerkollegen unter sechzig, die sich nicht auf Twitter, Facebook, Google+ und sonstwo tummeln können Sie mit der Lupe suchen.
            Und die künstliche Aufregung über „LOOOOL“ zeigt, dass Sie auch keine Ahnung davon haben, wie das Netz mitunter seinen eigenen Sprach- und Orthographiegebrauch prägt. Ich bin wohl kaum der Einzige, der das Akronym so nutzt.
            Immer wieder putzig finde ich es, wenn man mir dann jemand glaubt erläutern zu müssen, was eine Beleidigung sei. Beleidigung liegt im Ohr des Zuhörers möchte ich dazu sagen.
            Am allerpeinlichsten aber ist der Verweis auf den angeblichen eigenen Polyglottismus, als Entschuldigung für schlampige Orthographie in der Muttersprache. Das ist jetzt keine Beleidigung, sondern ein Faktum ;-)

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  12. Da müssten noch andere Updates rein. Games erfasst bei weitem nicht die Umsätze, die über Downloads generiert werden (STEAM usw.) Wie gesagt, das strotzt nur so vor Denk und Verständnisfehlern. Die Grünen wissen um die Problematik, denen wurden in Vorwege ihrer Flatratedebatte viele Fragen gestellt, von denen sie kaum eine befriedigend beantworten konnten.
    Ich sehe es nicht als meine Aufgabe an, das inhaltliche Lektorat für Beiträge bei Telepolis zu übernehmen. Dass das niemand bei Heise macht oder der Autor nicht selber im Vorwege mal hinterfragt ist traurig.

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    • Ausweiten kann man die Berechnung immer. Du verstehst aber schon das Prinzip, ja?

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      • Danke für die Nachfrage. Ja, es ist ja auch so herrlich einfach.
        Bitte einfach mal etwas im Netz suchen, den Grünen wurden von verschiedenen Seiten Fragenkataloge geschickt, sie hatten nur auf fast keine Frage ein überzeugende Antwort.

        Ich bin ein großer Freund von Flaterates. Aber anders als Die Grünen oder auch Piraten es verstehen. Spotify ist so eine Flaterate, mein Sky Abo auch. Nur da entscheide ich, welche ich abschließen will und es muss sich auch niemand Gedanken über die Verteilung machen, denn die ist gut geregelt.
        Auch über Erhebung muss sich niemand Gedanken machen, alles bereits wunderbar gelöst.

        In diesem Sinne, viel Spaß noch beim Rechnen.

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        • naja, wer wie Du sein Geld verdient, ist offenbar nicht daran interessiert, dass File-Sharer aus der „Illegalität“ entlassen werden.
          http://www.dach-contentprotection.org/volkerrieck0.html

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          • Doch sogar sehr daran interessiert.
            Besser recherchieren: Ich bin ebenfalls Geschäftsführer eines Publishers für PC Games. Wir bekommen es also täglich live mit.
            Und ich poste hier nicht unter Pseudonym.
            Im Übrigen gibt es einen Unterschied Filesharing und Filehosting.
            Wir sind im Bereich Filehosting aktiv.

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  13. hier ein aktueller, sehr guter artikel zum thema:

    Wer sind die Urheber?
    Markus Kompa 12.03.2013
    DIE ZEIT erzählt noch immer das Märchen vom armen Poeten und dem bösen Internet

    Wenn am Donnerstag die Leipziger Buchmesse beginnt, werden wohl etliche Autoren wieder naiv das Urheberrecht beschwören, dem sie vorgeblich ihr Einkommen verdanken. Tatsächlich allerdings kann vom Schreiben allein nur ein handverlesener Bruchteil der Poeten wirklich leben. Galt es früher bei Kulturschaffenden als intellektuell, die Schuld für kommerziellen Misserfolg von großer Kunst „dem Fernsehen“ zu geben, das den Publikumsgeschmack verderbe, so soll es heute „das Internet“ sein, das durch „Raubkopien“ die Schöngeister um ihren sauer verdienten Lohn prelle. Als wohl eifrigste Kassandraruferin unter den Medien tut sich in zunehmend fragwürdiger Weise DIE ZEIT hervor.

    http://www.heise.de/tp/artikel/38/38692/1.html

    am besten ist der schluss – einfach göttlich!

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    • Ich lese KompaQuatsch aus Prinzip nicht. Uninformiert. Polemisch. Selbstverliebt.

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    • Ist es wirklich so schwer, sich zu informieren?
      Ich bin immer wieder entsetzt, wie sich Bloggermythen fortsetzen. Auch Herr Kompa hinterfragt sie nicht.
      Die lobbyunverdächtige Organisation Government Accountability Office hat eine Metastudie dazu herausgegeben. Kurzform: Schaden durch Filesharing eindeutig ja, Höhe nicht zu beziffern. Wohlgemerkt es wurden 29 Studien berücksichtigt, eindampft auf die mit Peer Review waren es 12:2.
      http://copyrightandtechnology.com/2013/01/27/yes-piracy-does-cause-economic-harm/
      Lesen lohnt sich und danach vielleicht auch mal überlegen, ob Dinge dadurch wahrer werden wenn man sie nur oft genug wiederholt. Filter Bubble pur.

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      • Da die Masse der Studien von Interessengruppen der Ton-/Film- Industrie gesponsort werden ist auch das Zusammenfassen nicht weiter mit erstaunlichen Erkenntnissen behaftet.
        Und, dass Dir im Wesentlichen die bekannt und argumentativ eingängig sind, die Deinem Broterwerb zuträglich sind, wundert auch nur bedingt…

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        • Peer Review. Das ist das erste Stichwort.
          Und das nächste ist Meta Studie.

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          • Es ist eine Zusammenfassung (Meta) basierend auf bestehenden ggf. von mehr oder wenig unabhängigen Prüfern (peer review) vor Publikation durchgelesenen Studien.
            Allerdings schließt sie auch Fälschungen materieller Güter und offenbar sowas wie Patentverletzungen mit ein, was die Anwendbarkeit kaum verbessern dürfte.

            Die Meta Studie wurde von der MPAA finanziert, aber der Autor des Berichts glaubt dem Verfasser schon, dass das keinen Einfluss hatte. *hüstel*
            Und da Du so an Stichworten hängst, hab ich auch eines für Dich – Befangenheit.

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      • aber klar doch. und McDonalds (nur ein bspl.) bezahlt – ganz unabhängig natürlich – für studien von ganz unabhängigen institutionen die zum ganz unabhängigen schluss kommen ihr frass sei sehr gesund und würde überhaupt nicht dick machen.

        und damit es ja gaaaaaaaanz unabhängig bleibt, wird den betreffenden istitutionen natürlich keine weiteren aufträge in der zukunft in aussicht gestellt, nicht wahr! „zwincker“

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        • Ich wiederhole noch mal die magischen Worte von Volker Rieck:
          – Peer Review
          – Metastudie
          Wäre übrigens schön, wenn die Kulturflatratefans und Urheberrechtsbekritteler dieselben Maßstäbe auf Jeannette Hoffmans Googlefinanziertes Institut anwenden würden. Aber die hat natürlich immer recht, egal was sie so daher schreibt. Siehe Kompa.

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          • Und Übrigens: Mindestens so lächerlich wie die Behauptung jeder illegale Filedownload sei ein entgangener Verkauf ist die umgekehrte Behauptung, illegale Downloads würde schlicht gar keine volkswirtschaftlichen Schäden verursachen. Wenn ein in D produziertes eBook hier regulär verkauft wird, darf sich der deutsche Fiskus immerhin auf ein paar Steuermoneten freuen, die uns hier dann hoffentlich zugute kommen. Wenn es gehackt, auf irgendeinen zweifelhaften Server in Tonga raufgeladen bzw. hundertfach von dort runtergeladen wird, verdienen daran ein paar ausländische Infrastukturanbieter und Googles Adsense, die auf der betreffenden Site Pornowerbung schalten. Und diejenigen, die in die Entstehung des Buches investiert haben, gucken in die Röhre. Fairness?

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  14. Darf ich fragen wo der Nachweis zu finden ist, dass die Meta Studie von der MPAA finanziert wurde?

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    • Dein Link von oben, 2. (neuere) meta Studie. 3. Absatz ff. z.B. „When Smith and Telang’s paper was originally published last year, many discredited it instantly because the MPAA helped fund the research.“
      Und wenn Du dem Link der GAO Studie folgst findest Du auch Hinweise. Aber da Du ja der selbsterklärte Fuchs der Eigenrecherche bist brauch ich Dir das sicher nicht auch noch „vorzulesen“.

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      • Wir reden hier über zwei verschiedene Studien. Smith/Gelang und das ist korrekt laut dem Bericht über die MPAA finanziert.
        Ich meinte aber die der GAO, eine Abteilung des US Kongress. Lobbyunverdächtig. Das einzige, was da von MPAA steht ist, dass auch durch die finanzierte Studien in die Meta Studie 2010 eingeflossen sind, genauso wie Studien von Oberholzer-Gee/Strumpf und andere.
        Deiner Logik folgend ist die neue Meta Studie schlecht, da nicht Ergebnis offen sondern befangen. Was machen wir denn nun bloss mit dem von Google finanzierten Institute der Humboldt Universität?
        Nach dem Verständnis dürfen wir ja alle Forschungsergebnisse umgehend verwerfen, da Google freundlich.

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        • Zum ersten Teil – man muss kein Verschwörungstheoretiker sein um – mindestens in der Vergangenhiet – eine sehr große Nähe zwischen Lobbygruppen und US-Regierungsorganisationen auf diesem Gebiet zu erkennen. Und etwas zurück liegend sind die Studien ja.

          Zum zweiten Teil – ja, klar, wenn Studien daraus erwachsen, die etwas belegen/entkräften sollen bei dem Google geschäftliche Interessen hat würde ich auf jeden Fall auch 3x hinsehen.

          Wenn die MPAA eine Studie über das Liebesleben der Pflastersteine finanziert sähe ich es unkritisch (wenn auch minderinteressiert). Wenn die MPAA etwas finanziert, dass z.B die Auswirkungen von kostenloser Datenweitergabe auf die Möglichkeiten von Nachwuchsbands beleuchtet bin ich extrem skeptisch.

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          • Bitte etwas genauer. Wo in der GOA Meta Studie ist ein Hinweis zu finden, dass diese durch die MPAA finanziert wurde?
            Die Vermutung einer Verschwörung finde ich etwas dünn.
            Die Studie ist aus 2010 und betrachtet die Studien aus der Zeit davor. So weit mir bekannt beschäftigt sich die MPAA mit Film und weniger mit Musik.
            Im Übrigen lohnt es sich den Extrakt aus der GOA Studie zu sehen. Ja es schadet, eine Schadenshöhe ist aber nicht zu ermitteln. Das ist auch das Ergebnis der neueren Metastudie. Wenn die also so MPAA verseucht wäre, dann hätten da doch eigentlich Zahlen stehen müssen.

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    • wie schwachbrüstig der ganze artikel ist wird ja schon von den dortigen teilnehmern ein ums andere mal unter beweis gestellt. und während der typ ständig in seiner verteidigungsstellung verharrt wird ihm laufend der arsch ganz weit aufgerissen.

      auch ganz selbstverständlich bleibt er der einfachsten aller fragen – die nach der quelle der 29 studien – jede antwort bis auf einen update-link zum eigenen artikel schuldig.

      aber hier mal ein kleiner artikel von april 2010 in dem man ziemlich genau nachlesen kann (im vergleich zu heute) was man von der GOA halten kann:

      http://arstechnica.com/tech-policy/2010/04/us-government-finally-admits-most-piracy-estimates-are-bogus/

      es ist ja natürlich überhaupt und gar nicht verdächtig das sich eine und dieselbe „government org“ innerhalb von knapp 2 jahren um 180 grad dreht und wendet, nähmlich genau dann kaum das die US-wahlen vorbei sind (und der wahrscheinliche wunschkandidat gewonnen hat) und der unmittelbare PAY BACK für geleistete wahlkampfhilfen ansteht. und wir wissen ja wer beim wiederholt gewählten präsidenten ganz mit weit vorn dabei war.

      ein schelm, wer böses dabei denkt.

      und nat. wird jetzt gleich wieder die berühmt/berüchtigte verschwörungs-spinner-keule bemüht . . .

      . . . fundamental komisch ist nur das solche ereignisse grundsätzlich aufeinandertreffen. und zwar immer.

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      • upps, da ist mir leider ein ganz großer fehler in der jahreszahl unterlaufen.

        aber hier mal ein kleiner artikel von april 2010 in dem man ziemlich genau nachlesen kann (im vergleich zu deinem link) was man von der GOA halten kann:

        es ist ja natürlich überhaupt und gar nicht verdächtig das sich eine und dieselbe “government org” innerhalb des gleichen jahres um 180 grad dreht und wendet, kaum das die zeit anbrach in der wahlkampfhilfen eingerieben wurden.

        und wie es scheint, wurden die geleisteten dienste halt gleich und unmittelbar vergolten.

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  15. Ich kann nur noch staunen ob der Fäkalesoterik in den Kommentaren hier. Wen soll das denn überzeugen? Na ja, bei die Kumpels kommt solche Kraftmeierei natürlich gut an. Man nennt das auch Populismus.

    Ich staune auch über die Annahmen, die als Basis für Berechnungen von Flatrates und sonstigen Abgeltungen genommen werden. Nämlich ein statisches Abbild der heutigen Zustände. Als ob ein so grundlegender Umbau nicht auch diese Basisannahmen innert ein paar Jahren total verändern, jede heutige Rechnung hinfällig würde.

    Die Gema freut sich bestimmt ob der schwachbrüstigen Machogesten anstelle schlagender Argumente; Argumente, die nicht auf den ersten Blick als intellektuell unredlich zu erkennen sind. Ich erwähne nur die Kurzsichtigkeit, etwas so Grundlegendes wie ein Lektorat etc. einfach auszublenden, das kostet ja nix. Auch das riecht stark nach Populismus.

    Bei uns in der Schweiz übrigens ein Markenzeichen rechter Parteien.

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