Die Angst der Elite vor der Bevölkerung

rebecca solnit

Dass sich eine herrschende Elite von dem Volk in Burgen, Schlössern und ummauerten Klöstern versteckt, ist uns aus der Geschichte bekannt. Weniger bekannt ist der bedrückende Umstand, dass sich daran nichts geändert hat. Nur die Mauern sind unsichtbar geworden. Die US-Kulturhistorikerin, Schriftstellerin und Journalistin Rebecca Solnit (pic) erklärt in einem Interview anlässlich ihres vorletzten Buchs „A Paradise Built in Hell“ (Penguin, ab 12,70 €) ganz analog zum aktuellen Anschlag in Boston, zu dessen Aufklärung Tausende von Polizisten eine Million Bürger unter Hausarrest stellten, den Begriff „Elite Panic“. Sie sagt: Angehörige der Elite nehmen an, dass der Mensch von Grund auf selbstsüchtig, käuflich und irgendwie unmenschlich sei; im Wesentlichen so wie sie selbst. Niemand, so bestätigt uns Solnit, werde unermesslich reich und mächtig, indem er von Grund auf gut sei. Die Elitemitglieder gingen also davon aus, dass nur ausschliesslich ihre eigene Macht ein allgemeines Ausbrechen von zügelloser Gewalt verhindere.

Diese Perspektive ermöglicht es uns, das Verhalten von Angehörigen der Elite besser zu verstehen. Gerade auf Veranstaltungen der Zivilgesellschaft (Bürgerforen, Demonstrationen) erlebe ich immer wieder, wie Bürger entsetzt fragen, wie denn Politiker in diesen oder jenen Angelegenheiten so entscheiden könnten, wie „dumm“ Politiker doch seien. Ein schreckliches Missverständnis. Die Leute in den Brennpunkten der Entscheidung sind keineswegs dumm, sondern verfolgen eben nur ihre eigenen Interessen. Und wer einmal in den Kreis der Elite aufgestiegen ist, verteidigt die Interessen seiner neuen Zugehörigkeitsgruppe, in der Regel gegen die Interessen der Gesamtbevölkerung.

Die ständig wiederholten Forderungen einflussreicher Politiker nach mehr Überwachungskameras, mehr Kontrolle von Mobilfunktelefonie und Internetkommunikation, mehr biometrischer Überwachung, weiterer Aufrüstung der Polizeikräfte bei gleichzeitiger Anonymisierung der Polizisten sind direkte Folgen einer Angst vor einer unkontrollierbaren Bevölkerung, die sich ungezügelt dann ebenso skrupellos und machthungrig verhalten würde, wie man das eigentlich von sich selbst zugeben müsste.

Die Vorteile der Zugehörigkeit sind andererseits so massiv, dass nahezu jeder, der ein solches Angebot bekommt, auch darauf eingeht. Das führt dazu, dass nahezu jeder, der ausreichend Erfolg hat, in die herrschende Gesellschaftsschicht assimiliert wird. Und damit ihre Reihen und ihre Macht verstärkt. Daeaus resultiert zum Beispiel ein Glaubwürdigkeitsproblem junger, zunächst rebellischer Parteien und Bürgerrechtsgruppen – man geht allgemein davon aus, dass ab einem gewissen Grad des Erfolgs die Verlockungen der Macht so gross sind, dass der ursprüngliche systemkritische Ansatz verschwindet, wie das etwas mit der Gewerkschaftsbewegung oder den Bündnisgrünen passiert ist.

Eine Erneuerung der Demokratie – die ja grundsätzlich dafür erfunden wurde, um die Interessen einzelner Mächtiger mit denen der machtlosen Mehrzahl aufzuwiegen – kann nur gelingen, wenn die Zentralfiguren einer solchen Erneuerungsbewegung (ob diese nun Piratenpartei heisst oder anders) die Kommunikation mit der Basis, also der Allgemeinheit nicht aufgeben. Sobald ein politisch Handelnder die Peergroup wechselt – also von der Gemeinschaft der Bürger in die Gemeinschaft der Elite – ist er für die Erneuerung verloren. Die Herausforderung der nächsten Jahre ist also, einen politischen Gestaltungsprozess zu etablieren, der die handelnden Personen weniger als heute einer solchen Gefahr der Korruption aussetzt – natürlich gegen den Widerstand der Elite, einschliesslich ihrer Medien, die durch ein solches Vorgehen direkt in ihrer Existenz bedroht wird. Die Elite ist die Quelle fast aller heutigen gesellschaftlichen Probleme. Um diese Quelle zu entfernen, genügt es nun eben nicht, ihre Mitglieder umzubringen – an diesem Missverständnis sind die grossen historischen Revolutionen kläglich gescheitert. Statt dessen muss ein System etabliert werden, das ein Anhäufen von Macht verhindert. Ob Karl Marx und Friedrich Engels mit ihrer Idee von der „Diktatur des Proletariats“ in diese Richtung zielten, müssen wir hier nicht entscheiden; alle Versuche auf der Grundlage des Kommunistischen Manifests sind jedenfalls maximal gestrandet.

Anstrengungen in dieser Richtung – der einer egalitären Gesellschaft ohne Ausbeutung der Mehrheit – bedrohen aber zwangsläufig die Interessen, wenn nicht gar die Existenz der Elite, führen also zu immer verzweifelteren Verteidigungsanstrengungen. Was wir heute mit Internetsperren, Vorratsdatenspeicherung, Bestandsdatenauskunft, Indect, Acta, Cispa, Sopa, Tafta und anderen Instrumenten einer modernen Diktatur erleben, sind Ausdruck eines Überlebenskampfs. Wir müssen davon ausgehen, dass dieser Kampf mit allen überhaupt verfügbaren Mitteln geführt wird, und dass Menschenleben dabei keine Rolle spielen.

Selbst wenn wir davon ausgehen möchten, dass der Mensch im Grunde doch gut ist, werden sich trotzdem die selbstsüchtigen, soziopathischen Teile der Gesellschaft zusammenschliessen, um eine Macht-Elite zu bilden. Jedenfalls, solange man sie nicht daran hindert. Um das zu erreichen, werden letztlich die Mittel des zivilen Widerstands genügen. In heutigen Worten: Die heutige, parlamentarische Demokratie muss ein Anarchie-Upgrade erhalten.

Rebecca Solnits Buch „A Paradise Built in Hell“ über die spontane Entwicklung von Zivilgesellschaften in Katastrophensituationen ist derzeit nur in englischer Sprache erhältlich. Ich werde mir am Montag ein Exemplar in meinem lokalen Buchladen bestellen.

Anmerkung zur Diskussion: Das hier ist ein kompliziertes Thema, ich kündige an, die Kommentare ausnahmsweise zu moderieren und reines Getrolle zu entfernen.

bombsite

131 Kommentare

  1. Nicht schlecht insgesamt – ich müsste das volle Material sehen, aber eines ist hier sicher noch kurz gekommen:
    Was früher Burgen waren, sind heute gleichfalls umwallte Wohnbezirke der reichen Klassen, heute verstärkt mit CCTV und Satellitenüberwachung im Zusatz zum Sicherheitspersonal (Polizei, Justiz und Militär).
    Und wir sehen diese neuen Klassenburgen überall, wo sich Eliren vor der Allgemeinbevölkerung verstecken, von Südarfika bis Schweden. Selbst behauptete „Demokratie“ ist häufig nur eine hohle Mediendarstellung ohne wirkliche Volksstimme.

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    • die, in vor allem in mega-metropolen beheimateten, nach unten hin (ab gewissen stockwerken) hermetisch vollkommen abgesperrten und von kleinen privatarmeen (heute sicherheitsdienste genannt) total-überwachten wohn-wolkenkratzern mit ihren teils viele millionen (oft im 2stelligen bereich) teuren (sogenannten) „appartements“ (die oftmals größer sind als mehrere mehrfamilienhäuser zusammengenommen) mit schwimmbädern, studios aller art bis hinzu kleinen golfplätzen, etc. sowie auch hubschrauberlandeplätzen kurz unter bzw. auf den den dächern ausgestattet, hast auch du vergessen.

      wer sagt eigentlich dauernd die zeiten der herrschafts-burgen und -adelsschlösser wären schon lange vobei? lediglich ihre erscheinungsformen und standorte haben sich verändert, nicht aber deren existenz.

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  2. Hmm, endlich ein Thema nach meinem Geschmack. Wichtiger Kernpunkt in dieser Problematik scheint das zu sein, was die Psychologie als „Projektion“ bezeichnet. Anders ausgedrückt: es lebt sowieso jeder in seiner eigenen Welt. Ich bin gespannt auf konstruktive Lösungsansätze, denn nach sowas suche ich schon lange, leider bisher vergeblich. Diese Problematik ist im Übrigen Jahrtausende alt. Für die einigermaßen konstruktive Lösung selbiger würde ich mindestens den Friedensnobelpreis vorschlagen. Respekt für diesen Themenvorschlag!

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    • Ja, ein Konzept aus dieser Schieflage rauszukommen, verdiente wahrlich den Friedensnobelpreis. Ich suche auch schon seit über zwei Jahren. Weit und breit Ratlosigkeit …

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      • Könnte es vielleicht über gemeinsame Direktkandidaten gelingen, aus dieser Schieflage herauzukommen?

        http://www.querdenkerforum.de/forum/showthread.php?tid=6446

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        • eine direkte Demokratie, OHNE fixen Repräsentanten, wär für MICH die beste Lösung… so ist NIEMAND erpressbar oder zu *verselbstmorden*….
          Repräsentanten werden willkürlich gewählt, und JEDER hat mal die Pflicht, sich als Repräsentant zu offenbaren… NUR EINMAL… sonst kann da wieder *infiltriert* werden…

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      • lese Jaque Fresco’s ideen durch!“

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    • Es ist keine Schieflage, sondern ein Dilemma und man müsste Grundlegendes radikal (die Wurzel, radix) verändern.
      Die Wurzel liegt beim Geldsystem. Viel zu wenige haben weder das Bewusstsein noch das Wissen. Aber um dies zu erlangen gibt es ja gute, sachliche Seiten z.B.: http://www.petersdurchblick.com/ Wenn das Geld wieder dem Menschen dient und nicht umgekehrt, verändert sich zwangsläufig das Denken, das Bildungssystem, die Gesellschaft und letztendlich die ganze Welt.
      Für diese simple Erkenntnis will ich auch keine Auszeichnung vom ach so friedvollen Dynamit-Nobel ;-)

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    • hier wird ein solches Konzept versucht: http://www.geldhahn-zu.de

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    • wie wäre es mit diesem Vorschlag: http://www.wissensmanufaktur.net/media/pdf/steuerboykott.pdf

      Da ist alles Wichtige beschrieben und erfasst dabei nicht nur den „wirtschaftlichen Aspekt“, sondern ein komplettes Umgestalten der Gesellschaft (aus dem Inneren heraus), sowie passiven Widerstand, den JEDER problemlos machen kann und sofort damit anfangen könnte!

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      • Der Steuerboycott war eines der Kernstücke in Thoreaus „Duty of CIvil Disobedience“ – das er auch in die Praxis umsetzte, indem er Lincoln die Steuern als Finanzierung des Krieges verweigerte – und dafür ins Gefängnis ging.
        Hierbei muß man (oder frau) verstehen, daß der Bürgerkrieg nicht um die Sklavenbefreiung geführt wurde, sondern um die Baumwolle. Die Sklavenfrage war nur ein politischer Schachzug, um England, das ja schon Sklaventransporte unterbunden hatte, dadurch von der (wirtschaftlich für England besseren) Unterstützung der Conföderation abzuhalten.
        Toreau hat also keineswegs gegen die Sklavenbefreiung gehandelt, sondern nur gegen den Krieg!

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        • Der Steuerboykott der Wissensmanufaktur ist nicht vergleichbar mit dem Steuerboycott von Lincoln oder Kennedy, welche als Antwort auf die Hochfinanz „staatliches“ Geld in Form von Greenbacks oder United State Notes gedruckt haben. H.D. Thoreaus Schriften sind gut gemeinte akademische Desinformation, die vom Kern der Sache ablenken sollen, wie auch der lehrreiche Kommentar auf den ich antworte.

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          • Hier möchte ich sehr stark widersprechen: Thoreau war vielen ein Leuchtfeuer, wie auch Tolstoy und Ghandi (hier ist auch eine Einflußlinie erkennbar) – weit entfernt von jeder „Desinformation“. Sein Beispiel war allen Vertretern des gewaltfreien Widerstandes ein Vorbild, und ich würde diese ‚Kämpfer’ -denn das sind auch sie – nicht so sehr verachten. Ganz im Gegenteil.

            Ich muß gestehen, daß mir das folgende nicht ganz verständlich ist:
            „Der Steuerboykott der Wissensmanufaktur ist nicht vergleichbar mit dem Steuerboycott von Lincoln oder Kennedy, welche als Antwort auf die Hochfinanz “staatliches” Geld in Form von Greenbacks oder United State Notes gedruckt haben.“

            Wer hat da Steuern boycottiert? Was Regierungen schon oft getan haben, nämlich Geld gedruckt, wenn wirklicher Wert fehlte, ist kein Boycott. Das beste Beispiel von solchem „staatlichen Geld“ war ja wohl Hjalmar Schachts Finanzierung des Aufbaus durch Aufrüstung (auf der Grundlage leerer Geldschöpfung). Aber das verfehlt ja unser Thema.

            Wo ich das Problem sehe, ist die „Wissensmanufaktur“, die auch schon in vielen Fällen eine reine „Unwissensmanufaktur“ geworden ist, vor allem in Fächern, die eben nicht ‚reine Wissenschaft’ sind, sondern Beobachtungs- und Erfahrungslehren – und oft auch „Politische Lehren“.

            Hierin unterscheidet sich die Rassenlehre einschließlich ihrer „Körper-Metronomie“ nicht wesentlich von unserer heute so dogmatisch durchgepeitschten „Gender-Ideologie“ – die ich als solche bezeichne, weil ihr jegliche Wissenschaftlichkeit fehlt und sie lediglich das Instrument einer neuen Gesellschaftslehre geworden ist. „Gender“ selbst ist ja nur ein „entwickeltes Verhalten“ (acquired / developed behaviour), fundiert auf den genetischen Geschlechtsgrundlagen einer Person, und beeinflußt von Elternhaus und Umgebung.

            Diese Theorie der Verhaltensforsching in der Psychologie (wie üblich aus den USA) widerspricht aller Lehre von heute, die aus der haltlosen Behauptung „Gender and Sex are identical“, also einer glatten Lüge, eine Erklärung und Rechtfertigung – oder sogar „Ermächtigung“ – aller möglichen außergeschlechtlichen Ersatzbefriedigungsverhalten als neue „ideale“ Gesellschaftsform im Sinne von Aldous Huxleys „Brave New World“ etablieren will.

            Daß dies auch mit Vorenthaltung von Gelden für wirkliche Forschung, und andererseits Ableitung von Steuergeldern in „politisch korrekte“ Pseudo-„Forschungen“ vonstatten geht und gefördert wird, ist wiederum eines der Dinge, die mich an die besagte „Arierforschung“ erinnern. Boycott hilft da nicht, sondern nur Audeckung einer gefährlichen Ideologie und ihrer „Machtergreifung“.

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          • Natürlich gaben Tolstoi, Ghandi, M. Luther King und u.ä. uns Menschen eine Hoffnung und lenkte unsere kämpferischen Energien in Richtungen von Ideologie, Humanismus und Ethik, was es der Hochfinanz erst ermöglichte die „schöne neue“ Zivilisation zu erschaffen, die wir heute haben.
            Mit akademischer Desinformation meine ich das Erschaffen eines meinungsbildenden Menschenschlags mit Tunnelblick, welche von immer mehr immer weniger wissen.

            Mir ist es lieber wenn eine durch das Volk legitimierte Regierung Geld aus dem Nichts schöpft, als wenn private, intransparente Banken dies tun wie dies seit mindestens 100 Jahren der Fall ist.

            Welche Ideen der Wissensmanufaktur sind denn so haarsträubend, daß sie das Prädikat „Unwissenheitsmanufaktur“ verdienen?

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          • Ich gebe dir in dem recht, Flo, voll und ganz, daß Erziehungspraktiken der letzten Jahrzehnte auf einen Abbau generellen Wissens zugunsten von „kommerziell verwertbaren Einzelfähigkeiten“ voran getrieben haben. Erziehung als Hilfestellung beim Entstehen von selbständigen und voll befähigten Menschen, also als Qualitätsförderungs, ist von einer Quantitäts – nicht ‚Quantum‘ – Auffassung abgelöst worden, in welcher nur zählt, was in bestimmten Maßeinheiten qualtifizierbar ist. Und das geht von „Kindergarten-Examina“ bis zum „akademischen Publikatonszwang“.

            Ich habe aber, darüber hinaus, noch mehr Krtik übrig an dem Verfall logischen und wissenschaftlichen Denkens – das natürlich solcher Fehlentwicliung folgen muß: dem „Age of Fake Science“, wie ich es i enem Essay nannte. Hier ist die Vorenthaltung von Gelden für wirkliche Forschung, und andererseits Ableitung von Steuergeldern in „politisch korrekte“ Pseudo-„Forschungen“, die heute gang undgäbe ist und, wenn Universitäten und Forschungsinstitute völlig von (direktiven) Geldgaben interessierter Industrien abhängen, kaum anders erwartet werden kann, als schlimmste Unwissenheits-Manufakturerei anzuführen.

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          • Das steht alles nicht im Widerspruch der Interessen von Wissensmanufaktur.net Ganz im Gegenteil.
            Herr Doktor, ich bitte um die Antwort meiner Frage:
            „Welche Ideen der Wissensmanufaktur sind denn so haarsträubend, daß sie das Prädikat “Unwissenheitsmanufaktur” verdienen?“

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          • @Flo: der Betreiber der Wissenheitsmanufaktur hat durchaus zweifelhafte Wurzeln: http://psiram.com/ge/index.php/Andreas_Popp?COLLCC=1448099999&

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          • Na schön- danke für den Hinweis: Fake Science ist eine Realität.

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          • @ Thomas: Was sind denn da die „zweifelhaften Wurzeln“?
            Ich kann auf den Psiram ehemals Esowatch Seiten nichts verwerfliches über Andreas Popp entdecken, welches eine ernsthaften Recherche standhalten kann?

            An den Taten wirst du sie erkennen. Wir haben auch eine Chefin, die als inoffizielle Stasimitarbeiterin namens „Erika“ bekannt war und einen Präsidenten, der unter dem Decknamen IM „Larve“ agiert hat.

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          • @Flo: alleine die Verbindung zu Hamer, mit dessen Dunstkreis ich bereits im Kontext Scientology in Kontakt kam. Fehlende Nachprüfbarkeit ist ein markantes Kriterium. Oder kannst Du sicher nachweisen, daß die Scientologen unrecht haben mit ihren Xenu-Theorien, die im Grunde ausgemachter Schwachsinnn sind (Science-Fiction-Geschichten eben)? Nur als Beispiel, da muß man aufpassen…

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          • @Flo: https://de.wikipedia.org/wiki/Pseudowissenschaft

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          • Na komm, jetzt wird es aber populistisch. Wie ist denn Popps Verbindung zu Hamer?
            Popp > Lob > Entdeckung einer alternativer Medizin > Hamer > Dunstkreis Scientology > Xenu > Science Fiction

            War das in etwa dein Gedankengang?
            Das musst du mir mal genau erläutern wie du von der http://www.wissensmanufaktur.net zu Hubbards SciFi Märchen kommst…

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          • Was willst du mir mit dem Wikipedialink zu Pseudowissenschaften sagen?

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          • @Flo: ist ’ne länger Geschichte, daher nicht an dieser Stelle. Ich rate ausdrücklich zur Vorsicht.

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          • Wie du lesen kannst bin ich sehr vorsichtig und frage nach.
            Also noch mal die Frage an Thomas und den Doktor:

            „Kennt ihr überhaupt die Inhalte der Wissensmanufaktur (z.B. Plan B) oder verlasst ihr euch bei der Meinungsbildung allein auf das Urteil dritter?“

            Wenn jetzt immer noch keine Antwort kommt sehe ich das auch als eine Antwort.

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          • @Flo: ja, kenne ich, und noch einiges mehr. Reicht Dir diese Antwort? Der Blog hier ist leider als Diskussionsplattform etwas ungeeignet, ich hab dazu wesentlich mehr zu sagen als hier leserlich hinpaßt. http://www.forbes.com/sites/emilywillingham/2012/11/08/10-questions-to-distinguish-real-from-fake-science/

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          • Ich habe im Zuge meines Studiums und Ausübung meines Berufes jahrzehntelang nach der wissenschaftlichen Methode nach Hegel, Popper u.a. gearbeitet. Du hast dich bislang durch zusammenhangloses Kommentieren selbst disqualifiziert und ich bezweifle sehr, daß du dich mit den Inhalten der Wissensmanufaktur auseinandergesetzt hast, sonst könntest du konkret in ein, zwei Sätzen belegen warum es sich um Pseudowissenschaft handelt. Dafür ist auch in diesem Blog als Diskussionsplattform noch Platz

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          • Es gibt auch eine offizielle Videostellungsnahme von Andreas Popp zu der Diffamierungskampagne von Psiram (ehemals Esowatch)

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          • Flo, Du brauchst mich hier nicht angreifen, ich mahne lediglich zur Vorsicht. Ausschweifende Stellungnahmen halte ich für nicht erforderlich. Du kannst mir aber gerne eine geeignete Plattform für eine Diskussion vorschlagen, vorzugsweise eine neutrale Forenplattform (keinen Blog).

            Gruß

            Thomas

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          • Lieber Thomas, du musst dich nicht verteidigen wenn kein Angriff stattgefunden hat. Wenn du etwas schlecht machst und nicht erklären kannst warum, dann weiss ich ja woran ich bin. Ich habe den Plan B mit grosser Vorsicht sorgfältig geprüft und finde es schade, daß du die Fallstricke die ich wohl übersehen habe mir aus welchen Gründen auch immer vorenthalten willst.

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          • Flo, schlag eine Plattform vor und wir diskutieren dort. Nochmal schreibe ich es nicht.

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          • Warum nicht Hier und Jetzt.
            Ich wollte doch nur eine klitzekleine Antwort auf meine Frage, die nicht einmal der Herr Dokor gewillt war zu beantworten.

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          • Ach spar dir doch die „Doktorei“, Flo.
            Ich hab‘ auch noch zwei Master’s, und einige Zertifikate
            – musste mich aber auch anstrengen, mich am KuMi Stuttfgart zu rächen und ihne zu zeigen, daß die viel dümmer sind.

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      • Gefällt mir der Text, danke dafür. Ich gehe nicht mit allen Teilen konform, aber unter’m Strich würde ich diesen Text nun auch weiterempfehlen. Lesenswert!!!

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    • http://www.youtube.com/watch?v=gEsKRsjou5k Das ist der einzige Weg aus der energetisch vertragten Situation. Alles andere führt direkt in die Hölle!

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    • Lösungsansätze findest du unter dem Suchtext „Geldschöpfung durch Grundeinkommen“ oder bei der „Wissens Manufaktur“, die Polemik muss man sich halt wenn`s einem, wie mir, nicht gefällt einfach weg denken, dann bleibt wirklich ein alternatives System bei dem jeder eingeladen ist es zu verbessern.

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    • Genau, das ist der Punkt! Sie schreibt selbst von den ’soziopathischen Eliten‘ , aber niemand fragt sich wie man es verhindert, daß jemand sozio- oder psychopathisch wird! Warum geht man das Problem nicht von dieser Seite an: die Erziehung, die Schule? Menschen brauchen Empathie, um empathisch zu sein, sie müssen ihre Stärken kennenlernen und leben dürfen, sie müssen für ein erfülltes Leben erzogen werden, nicht zu einem leicht lenkbaren Mitläufer!

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      • Liebe Barbara,
        ich gebe Dir recht darin, daß wir weit abgekommen sind von allem, das (angeblich) das Ziel unserer „inclusiven Gesellschaft“ ist. Wie inclusiv kann denn eine Gesellschaft sein, in welcher jede Person nur 1. als Individuum, 2. einer besonderen Kategorie existiert?
        Wenn jede/r einzelne nur für sich selbst da ist, und die einzige Kommunität im Gleichinterese Gleicher besteht und angestrebt wird, geht alle Gemeinsamkeit und Harmonie verloren, die kann nur aus Verschiedenheit kommen.
        Jetzt habe uns Jahrzehnte politisch korrekter (meist US) Lehren das eingebläut, daß „Diversity“ der Grundpfeiler glücklicher Harmonie sei – aber schau Dir diese „Diversity“ an:
        Wir hatten mehr davon zuvor. Wir hatten verschiedene Leute und Ansichten, und brachten sie auch heraus, offen und ohne Furcht.
        Heute geht das nicht mehr, denn z.B. der Weihnachtsbaum auf dem Markt könnte unsere Muslimin, Yiddim, Atheisten und andere verletzen.
        Wir sind also ärmer geworden in unserem Selbstausdruck, weill wir immer vorsichtig sein müssen, nicht zu verletzen. Die einzigen, die das nicht betrifft, sind die „anerkannten Opfer von Verfolgung“ – und deren Toleranz, auf der anderen Seite, existiert einfach nicht, weil die das nicht nötig haben.
        In Kürze: Wir verlieren, was nicht perfekt – aber besser war. Du siehst das ja auch in dem, was wiederaufflammt in Pegida und AfD:Wir wussten mal, was Flüchtling sein bedeutet und verstanden es. Heute verstehen wir nur unser kleines ego und seine Ängste.
        Was wir wiedr bräuchten, ist Sympathie: mit anderen mit-leiden. Nicht „Empathie“, diese falsche Behauptung „Oh, ich bin ja so sehr mit in Dir, ganz drin!“ – Quatsch! Falscher Tuntenkram! Gibt’s nicht!
        Ich kann mit jemand anderem ehrlich sein und mit-leiden, -fühlen – aber nicht die Person sein.
        Aber das ist es ja: Unsere ganzer „neuer“, „fortschrittlicher“,“politisch korrekter“ „Liberalismus“ ist ein Sumpf von Falscheit und Lüge.
        Er gibt vor, etwas zu sein, das er nicht sein kann.
        Wirkliche ‚Diversity‘, d.h. Harmonie im Verschiedenen kann nur existieren in guter Zusammenfügung, Integrierung in beibehaltener Eigenheit und gegenseitigem Respekt zu einer, in der Tat, guten Gemeinschaft – die aber, wie Gesetz und Sitte, gemeinsam bindend anerkannt sind.
        In einer solche Gemeinschaft ist viel Raum für Verschiedenheit, Sympathie und Feundschaft – aber nicht für „Besonderheit“ und Privileg..

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        • @JoB: guter Kommentar. Gruppenidentität ist ein wichtiger Bestandteil des sozialen Miteinander. Jedes Volk hat ein Recht darauf, stolz auf seine Kultur zu sein. Jedes Volk in Afrika, Asien, Amerika, Europa. Jedes. Auch die Deutschen, denen eigentlich nur Schamgefühl für ihre Hitlervergangenheit eingetrichtert wird. Dabei waren wir vor vielen hundert Jahren sogar in der Lage, dem Römischen Reich zu trotzen! Wir haben Goethe, Bach, ich liste absichtlich nicht weiter auf, was ich als unser Kulturerbe bezeichne, die Liste würde zu lang. Was ist nur aus uns geworden?

          Gruß

          Thomas

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      • @Barbara: schön, daß jemand zu diesem alten Thread noch Beiträge schreibt. Daß sich niemand das fragt, halte ich für nicht richtig. Richtig hingegen ist, daß diese Informationen „unter dem Radar“ bleiben. Beispiele habe ich schonmal irgendwo gepostet, ich wiederhole sie an der Stelle:
        http://www.institut-johnson.de/page/wp-content/uploads/bindungsstoerungen.pdf
        http://www.institut-johnson.de/page/wp-content/uploads/kindeswohl.pdf
        http://www.violence.de/prescott/bulletin/article-d.html
        Es läßt sich schnell erahnen, wer alles KEIN Interesse an der Verbreitung dieser Informationen hat. Mir persönlich fallen da ein: Pharmalobby, Kirche, „Gesundheitssystem“ (welches ich persönlich gerne als „Krankerhaltungssystem“ bezeichne). Danke für Deinen späten Kommentar.

        Gruß

        Thomas

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  3. Ich bin einfältig bei dem Thema. Im Geschichtsunterricht hatten wir mal den Joseph Göbbels mit seiner Arena-Rede, wo er dann röhrte: Nun Volk steh auf und Sturm brich los.
    Später hab ich dann mitgekriegt, dass der Döddels das nur geklaut hat, vom Theo Körner. Der hat jetzt ein Museum, hab ich gelesen; der Göbbels nich. Der Satz klingt ja eigentlich gut für das Thema, aber darf man den denn jetzt noch für dieses Thema verwenden?

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  4. „…Dass sich eine herrschende Elite von dem Volk in Burgen, Schlössern und ummauerten Klöstern versteckt, ist uns aus der Geschichte bekannt. Weniger bekannt ist der bedrückende Umstand, dass sich daran nichts geändert hat..“
    Warum sollte es sich. Nur weil der Mensch technologische Hoehen erreicht hat, hat er doch nicht seine Grundeigenschaften aufgegeben. Klassen (oder Strata oder welchen Begriff man auch mag) wird es immer geben. Und die gabs auch im dunkelsten Kommunismus. Deren Elite hat sich ebenso – wenn nicht aengstlicher – abgeschirmt. Wer Erfolg hat hat auch Neider. Mit der drohenden Umverteilung wird diese Angst noch groesser.
    Die meisten erfolgreichen und wohlhabenden Menschen sind gerne grosszuegig, nur wollen Sie von ihrem Geld unter ihren eigenen Bedingungen teilen. Sobald man fordert verweigert sich der Mensch.
    „He Du Geldsack, geb mir mal eienen Euro!“ sagt der Bettler – wuerden Sie ihm einen Geben???

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    • Es geht nicht darum, eine Institution oder was auch immer zu schaffen, die Geld umverteilt. Hier geht es um wesentlich Grundlegenderes. Leider fällt mir gerade der Name nicht ein, aber im TV kam vor einiger Zeit eine Doku über ein recht urtümlich lebendes Inselvolk, das seit Tausenden von Jahren eine vergleichsweise kleine Insel bewohnt, ohne die Natur auszubeuten, ohne sich gegenseitig auszubeuten, nur das erntend, was tatsächlich benötigt wird. Der Mensch ist weltweit das einzige Lebewesen, das in dem Kontext aus dem Rahmen fällt. Und er ist das einzige Lebewesen, welches Kapital kennt. Es muß also Lösungen geben, aber die Diskussion über Geld und dessen Umverteilung wird kein Teil dieser Lösung sein. Bin mal gespannt was Fritz konkret mit seinem „Anarchieupgrade“ meint – einfach so fallengelassen ist er zu schwammig, aber er klingt für mich nach der korrekten Grundtendenz. Denn es kann nicht sein, daß Firmen wie Nestle überall Trinkwasser als ihr Eigentum betrachten und teilweise den Bewohnern in Afrika das Grundwasser abgraben. Es kann nicht sein, daß Firmen wie Monsanto, die traditionell an der Vernichtung von Leben ihr Geld verdienen, sich weltweit ein Monopol auf Lebensformen sichern (da geht mir sowas von die Hutschnur hoch wenn ich nur dran denke). Es kann so vieles nicht sein was sich jetzt im Rahmen der Vernetzung zeigt. Die Menschheit steuert mit wehenden Fahnen ihrem Untergang entgegen, und ich glaube definitiv, unserem Planeten ginge es ohne uns besser (schließe mich selbst explizit mit ein, auch wenn es nicht meine Schuld ist, daß ich grad als Homo Sapiens auf diesem Planeten rumlaufe).

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      • Hallo!
        Danke fuer den Einlass. Zu dem meisten stimme ich voll zu!
        Ich habe einige solche Voelker studiert, die Sie beschreiben. Sie leben aber isoliert und haben verzahnte spezifische institutionelle Abhaengigkeiten (weswegen diese Gemeinschaften auch schnell durch Aussenkontakte zerstoert werden).
        Persoenlich habe ich die Globalisierung immer als Expressweg ins Verderben gesehen.
        „Hier geht es um wesentlich Grundlegenderes.“ Solange es sich nicht um reine Ideologie handelt (oder wir uns alle anfangen muessen zu lieben und um einen Baum tanzen und „Kumbaya“ singen), sondern um rationale Handlungen, basierend auf individuelle EIgenschaften und keiner kollektivierten, karamelfarbigen, gleichdenkenden Masse, bin ich dabei!
        Der Mensch ist aber definitiv der Natur groesster Fehler!
        Respektvoll, MFG

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        • Tja, Alpha..,
          das „Kumbaya“ ist ja schon lange weg – viel zu romantisch – und alles, was nett und gut war, ist unterdrückend und antiquarisch. Ist dir schin aufgefallen, wie wenig Freundlichkeit und Toleranz unsere heutigen „Liberalen“ zeigen? Sie können wahrscheinlich nicht zeigen, wa sie nicht haben.
          Aber versteh‘ ich dich richtig, daß do „politisch inkorrekt“ bist, Multi…. was immer nicht magst? Junge, dat is jefährlich – aber ein gefährliches Leben, da hast du recht ist besser als ein lahmer Ohnmachtsschlaf. Und viele Verschiedenheiten sind tausendmal farbenfroher als ein vermischtes Grau.

          Die „multikulturelle Gesellschaft“ ist ein Fehlkonstrukt, das die natürliche Entwicklung von individuellen Menschen wie ihrer Umgebung und der Gesellschaft um sie herum schlicht leugnet und als „schädliches künstliches Konstrukt“ abschaffen will.

          In diesem Bestreben war sie im Grunde eine Parallelplanung derselben Planer, die auch die Familie, also die natürliche menschliche Sozial-Grundform, wie auch deren natürliche Grundlage in der naturgegebenen Ergänzung der beiden Geschlechter, als „männliches Konstrukt“, also künstliche Erfindung des Patriarchats zur Unterdrückung aller Frauen (der „legitimierten Vergewaltigung“) der Gewalttätigkeit („häusliche Gewalt“), und des inzestuösen Kindesmißbrauchs abzuschaffen.

          Damit würden viele bislang als normal -und GUT- angesehene Dinge verdammt und abgetan:
          a – Geschlecht (zugunsten der Homosexualität)
          b – Familie (zugunsten der gleichgeschlechtlichen oder anderweitigen freien Vereinigung)
          c – natürliche Fortpflanzung (zugunsten von künstlicher Besamung oder Kinderproduktion auf Bestellung – und Bezahlung)
          d – Heim (zugunsten ständig wechselnder Beziehungen – siehe b)
          e – heimische Kultur (zugunsten formloser ständig wechselnder Schwammigkeit)
          f – Landessprache (zugunsten ständig schwimmender Computer/i-pod-Textung)
          g – Moral (zugunsten ständiger hedonisten „Freiheit“ ohne Verantwortung)

          Das Ergebnis käme einerseits der „Schönen Neuen Welt“ von Aldous Huxley nahe, die eher „Brave New World“ ist, weil man Mut haben muß darin zu leben (wenn man nicht dumm einfach entlanglebt) – andererseits aber, in ihrer unstrukturierten Ausgeliefertheit an jeden Medientyrannen, mehr an Orwells „1984“ – dem wir schon heute nicht mehr fern sind.

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          • Entschuldige, MFG
            (wattn dat? MitFahrGelegenheit? – scheint’s ja nicht zu sein – kein Trittbrettfahrer),
            aber entschuldige: ich hatte deinen Adressaten mit Dir verwechselt. Also dann: Nich Kumbaya sonnern Hummel Hummel!

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          • Äh, „die Familie, also die natürliche menschliche Sozial-Grundform,“ – es wundert mich doch, dass Sie als jemand mit ethnologischem Hintergrund hier so etwas vom Stapel lassen…
            Zur „Landessprache“: Falls Sie damit so etwas wie die „Muttersprache“ meinen – auch das ist ein Konstrukt, das zeitgleich mit den Nationalstaaten entstand. Die Mehrheit aller Menschen wächst nach wie vor mehrsprachig auf, nur hier in Europa sind wir das nicht mehr gewohnt.
            Ihre Wünsche gehen also an der Realität vorbei und haben im übrigen auch einen recht unangenehmen rechten Beigeschmack…

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        • Sehe, hier herrscht Konformität. Über ein paar Links zu den von Dir beobachteten Völkern wäre ich persönlich dankbar. Eventuell finden sich dort Lösungsansätze. Wir sollten nicht erwarten, daß in einem journalistischen Blog wirklich Probleme gelöst werden, aber im Grunde spricht auch nichts wirklich dagegen. Ich hoffe auch, daß Fritz selbst an dem Thema dranbleibt. Zombiefilme und Katzen sind cool, aber das hier ist IMHO tatsächlich wichtig.

          Gruß

          Thomas

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          • Hallo! Links zu eigenen Beispielen habe ich nicht, da es eigene Studien (mit Linguistikern und Ethnologen) waren. Meine letzte persoenliche Erfahrung war mit den Phnong im Kambodschanischen Hochland. Sehr traurig und ergreifend! (Ich warte noch auf meine offizielle Kopie der Zusammenfassung, allerdings in Franzoesisch).
            Die Grundlagen meiner Arbeit und (meine Meinung) beste Quelle zum Verstaendnis ist: „THE INDIVIDUAL AND HIS SOCIETY“, (The Psychodynamics of Primitive Social Organizations), Abraham Kardiner M.D., Columbia University Press, 1939. Es ist ein Juwel und unberuehrt von politischer Ideologie. Ein neues Werk das man zu solchen Ueberlegungen gelesen haben SOLLTE, ist: auch unter „Goodreads“ mit direktem Link auf meinem Blog: „THE ORIGINS OF POLITICAL ORDER“, Francis Fukuyama, als Paperback 2012. Ein „Satandart-Werk, (schon leicht tendenzioes, aber sachlich immer noch suberb).
            Persoenlich denke ich, dass der Buerger sich zuerst seine Selbstverantwortung, die er dem Staat uebertrug, wieder zurueckholt. Moral und Werte muessen vom Einzelnen zum Souveraen fliessen, nicht umgekehrt, und man sollte aufhoeren sie zu relativieren und sie wie eine Konfession behandeln. Ein Wertesystem kommt aus der Produktivitaet und Selbstverantwortung des einzelnen und seiner Kultur. Wird das alles verwaessert, bekommt man eine demographisch knetbare Masse, aber auch keine politisch intelligente Buergerschaft.
            Ich freue mich ueber dieses wuerdevolle und wichtige Gespraech.
            Vielen Dank, MFG

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          • An alphachamber,
            Sehr schön gesagt, Alpha –
            (diesmal dachte ich wieder, es sei MFG),
            Hierin stimme ich weitestgehend mit dir überrein. Die Phnong (ist das richtig?) in Cambodia scheinen ja interessant – keine Verbindung mit den Khmer? Die ganze Halbinsel war ja einmal das Khmer Kaisereich. Ich bin selbst mehr vertraut mit China – und Teilen Indiens. Den Kardiner muß ich mir auch mal ansehen (Amazon?), aber als ich den Titel las, dachte ich zuerst, du meinst “El hombre y la Gente” von José Ortega y Gasset, gleichfalls noch in den 30ern schreibend: auch ein starkes Buch zum Thema – tja, wie der Titel: “Der Mensch und die Leute” (auch bei dtv – war es jedenfalls).
            Gruß, Dr. J. Boost

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          • Dr. Boost,
            die Phnong haben nichts mit den Khmer zu tun. Sie haben eine total andere Sprache und besitzen keine eigene Schrift und im Glauben Animisten/Schamanen. Die Khmers haben sie so unter Druck gesetzt, dass ihre Sprache in ein paar Jahren niemand mehr kennt. (Mein Freund hat sie perfekt erlernt und das einzige Woerterbuch erstellt -seine Professurarbeit) Jetzt werden ihre Gebiete von Plantagenbesitzern besetzt und ihnen bleibt nur die uebliche Arbeit als „Touristen-Plage“. Von y Gasset kenne Ich „Der Aufstand der Massen“. Der Link zu Kardiner:
            http://www.amazon.com/s/ref=nb_sb_noss?url=search-alias%3Dstripbooks&field-keywords=The+Individual+and+His+Society%3A+The+Psychodynamics+of+Primitive+Social+Organization.
            Es gibt ihn auch als billiges Taschenbuch, wuerde aber eher das antiquarische Orginal nehmen.
            Fuer weitere Diskussionen koennen Sie mich durch e-mail erreichen:
            cpsa@online.com.kh.
            [P.s. bin seit 1975 Hong Konger Buerger]
            MFG

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      • Du hast doch den Lösungsansatz schon selbst in deiner Antwort mitgeliefert! Es ist das Kapital. Wenn wir von dem Wegkommen kann der mensch massvoll leben und Jeder auf dieser Erde hat ehr als gneug von Allem was er braucht!

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        • Gegen das Kapital predige ich schon seit ’ner Weile. „Weg vom Kapital“ ist das Ziel, sehe (nicht nur) ich genauso. Die Lösung, also die Antwort auf die Frage „wie komme ich an dieses Ziel“ hingegen fehlt mir derzeit. Es geht nicht bloß darum, selbst dem Kapital zu entsagen, wie auch immer man das anstellt in unserer Welt. Es geht auch darum, eine ausreichende Menge an Mitstreitern zu finden, Stichwort „kritische Masse“.

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          • Auf der Suche befinde ich mich auch! Auch ich befasse mich eiunige Zeit mit diesem Thema und werde bezüglich Deines Artikels auch noch einen verfassen auf http://uru-guru.de wo Du meine Ansätze für ein leben ohne Geld allesamt nachlesen kannst. Ich freue mich über jeden der meine Gedanken teilt. Wir sidn leider noch viel zu wenig und doch mehr als wir denken nur halt nicht organisiert ud total versprengt über unseren Planeten.

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          • Wie kann man das Kapital bendiegen? FREIGELD!!

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    • Jeder der behauptet er würde in solch aggressiven Bettelsituation nix abgeben…..dem wünsche ich mal in einer dunklen Nacht das selbe Gespräch in einer armen Gegend. Wo kein Schwarzer auf einen anderen Schwarzen schießt, weil ein Weißer Mann ihm eine Uniform angezogen hat.

      Shalom !

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      • Danke fuer Ihre Antwort; sie ist aber fuer diese Diskussion nicht von Relevanz, da es mir nicht um ein praktisches Szenario ging.
        Ausserdem, lebte (+arbeitete) ich 25 Jahre in Gegenden, in der Bettler eine AK47 besassen, z.B. Kambodscha. Ich habe erhebliche Erfahrungen mit Armut und Hoellenzustaende, wogegen ein palaestinisches Slum wie ein Sanatorium erscheint!
        El walaikum assalam!

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    • „Nur weil der Mensch technologische Hoehen erreicht hat, hat er doch nicht seine Grundeigenschaften aufgegeben. Klassen (oder Strata oder welchen Begriff man auch mag) wird es immer geben. “ Das ist leider falsch. Man darf nicht von den heutigen Gegebenheiten und deren verinnerlichten Desinformationen auf eine Geschichte schließen die mehrere hunderttausend Jahre zurückreicht. Siehe Aufbau der Gemeinschaften in den amerikanischen Gebieten, die vor 500 Jahren von europäischen Invasoren besetzt wurden. Eine Analyse dieser Sozialstrukturen widerlegt diese Behauptung völlig. Der Versuch unser derzeitges Herrschaftssystem auf die menschliche Natur zu verallgemeinern ist nur eine verinnerlichte Propagandatechnik, ein Versuch die Opfer zu Tätern zu machen, Identifikation mit den Unterdrückern herzustellen und ihnen durch eine angebliche „Natürlichkeit“ der Struktur Legitimation zu verleihen.

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      • Hallo!
        Ich kann Ihnen weder folgen, noch einen Syllogismus in Ihrer Antwort entdecken.
        1.) „… verinnerlichten Desinformationen…“
        Welche „Desinformationen“ unterstellen Sie mir?
        2.) „…auf eine Geschichte schließen die mehrere hunderttausend Jahre zurückreicht…“
        3.) „… amerikanischen Gebieten, die vor 500 Jahren von europäischen Invasoren besetzt wurden…“
        Zu 2.) & 3.):
        Was hat Kolumbus‘ Entdeckung von Amerika mit dem Ende des Altpaläolithikums zu tun???
        4.) „…Eine Analyse dieser Sozialstrukturen widerlegt diese Behauptung…“
        Wessen Analyse?
        Welche Sozialstrukturen? Die der Menschen der Steinzeit, der Spanischen Eroberer, der Ureinwohner?
        Die erste „moderne“ Staatsstruktur entstand. 5000 B.C. Hierarchien sind so alt wie die Menschheit (ebenso im Tierreich) und seit es Staaten gibt, gibt es Klassen. Vor den untersten schützten sich die jeweiligen Herrscher. (Die erste strukturierte Spionage zum Machterhalt entstand in China vor 500 B.C. und in un-organisierter Weise sicher viel früher.)
        5.) „…die menschliche Natur zu verallgemeinern ist nur eine verinnerlichte Propagandatechnik…“
        Wer es mit 12 Zeilen vom Altpaläolithikum bis zur politischen Korrektheit schafft, ist Meister der Verallgemeinerung.
        6.) „…ein Versuch die Opfer zu Tätern zu machen, Identifikation mit den Unterdrückern herzustellen und ihnen durch eine angebliche “Natürlichkeit” der Struktur Legitimation zu verleihen…“
        Ich hatte ürsprünglich einen Kommentar verfasst und keineAbhandlung veröfffentlicht. Den haben <sie entweder nicht verstanden, oder benutzen die platform für Ihren ideologischen Exhibitionismus! Höflich ausgedrückt, ist Ihr letzter Satz liberales, angepasstes Gesabbere.

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  5. Es hat sich heute wirklich nicht geändert:
    Die Reichen wie auch die Zahlreichen (Armen) leben im Gefängnis. Die einen um ihren Wohlstand zu schützen mit hohen Mauern, Selbstschussanlagen und Sicherheitspersonal und die anderen, weil sie aus der Not heraus straffällig werden und im Kittchen landen. Die Schere wird in diesem globalen Monopoly auch noch weiter auseinandergehen.
    Dass die Elite den Ärmeren ihre eigenen schlechten Eigenschaften unterstellen ist ein altes psychologisches Spiegelgesetz: Man geht in der Betrachtung seines Gegenübers immer von sich selbst aus.

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    • Du nennst es Spiegelgesetz. Ich nenne es Projektion. Volle Zustimmung. Suche immer noch nach Lösungen.

      Gruß

      Thomas

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      • Die Lösung ist einfach die Lösung.
        Aber wer will sich schon von diesen geliebten Abhängigkeiten der modernen Zivilgesellschaft lösen. Der Spiegel ist ja die Projektionsfläche schlechthin ;)

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  6. Sorry, zu meinem vorhergehenden Kommentar:
    „…Ein “Satandart-Werk..“ Liest sich wie ein lustiger Freud’scher Versprecher. Nein, kein Werk des Satans! Ich meinte: Standart-Werk.

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  7. Zunächst einmal muss erkannt werden, dass die sogenannte (und vielbeschworene) freie Marktwirtschaft gar keine ist. Ein Etikettenschwindel. Denn was bedeutet denn frei? Doch die Abwesenheit jedweder (künstlichen) Monopole (Ausschluss einer je nachdem mehr oder weniger großen Konkurrenz). Sehe ich hier nicht, im Gegenteil, ich sehe eine reine Monopolwirtschaft mit vielgestaltigen Ausbeutungsmechanismen („automatische“ Umverteilung des Geldes von den Arbeitern zu den Besitzenden, der „Elite“). Die Schlussfolgerung aus dieser grundlegenden Erkenntnis ist ganz einfach: Gerechtigkeit entsteht einzig und allein aus Marktgerechtigkeit, aus der Möglichkeit jedes Einzelnen, in die allgemeine wettbewerbliche Konkurrenz zu treten. Und genau das wollen die Eliten verhindern und halten so ein System am Laufen, das ohne die periodisch wiederkehrenden Kriege, die mittlerweile nicht mehr zwingend Hier stattfinden müssen, gar nicht weitergehen könnte. Durch und durch krank.

    Man lese Gustave Le Bon, Die Psychologie der Massen, sehr hilfreich, und den vorurteilsfreieren Interessierten verweise ich auf diesen Text:
    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2013/02/marktgerechtigkeit.html

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  8. Sehr interessanter analytischer Ansatz.
    Gleiches Phänomen beobachtet man im Bereich der Ärzteschaft. Sobald nämlich ein systemkritischer Dissident in die Reihen der KV (kassenärztlichen Vereinigung) gewählt wird, ändert er sein Verhalten und von dem ganzen revolutionärem Schwung bleibt nur ein Achselzucken zurück…. war wohl ein Mißverständnis gewesen, präpubertärer Schwachsinn, so wird der Gesinnungswandel wohl erklärt… und der Kampf um die Sache verkümmert zum Rohrkrepierer….

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  9. […] Die ständig wiederholten Forderungen einflussreicher Politiker nach mehr Überwachungskameras, mehr… […]

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  10. […] “Angst der Elite vor der Bevölkerung” ist groß – wie ein Beitrag auf dem Blog 11k2 […]

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  11. Interessanter Artikel, danke! Eine Anmerkung, die vielleicht auch ein Schritt hin zur Lösung sein könnte: Die Verwendung des Begriffs „Elite“ ist hier irreführend. Denn Elite wird hier gleichgesetzt mit den Herrschenden, aber zur Elite gehören viel mehr. Es gibt intellektuelle, künstlerische, wissenschaftliche und auch moralische Eliten – Menschen also, deren Leistungen und Fähigkeiten sich nicht darin erschöpfen, über viel Geld/Macht zu verfügen. Indem der Begriff „Elite“ aber nur für diejenigen verwendet wird, die über wirtschaftliche und/oder politische Macht verfügen, geht man genau denen auf den Leim, die sich selbst für die Elite halten!

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    • Deine Anmerkung ist nicht ohne Berechtigung – und ich habe mich auch gewundert, als ich kürzlich den Test der britischen Sozialforschung mitgemacht habe, wo ich denn mich da finden würde – und ich war in jener „Elite“ in 5% oben.
      Als ich aber die Entscheidungstabelle ansah, war ich doch etwas ettäuscht: Es war nicht wegen meiner akademischen Titel, meiner Opernliebe, meiner Reisefreude – die zählten – aber nur ‚auch‘.
      Die Entscheidung lag zutiefst (oder zuöberst) daran, daß wir unser Haus voll abbezahlt und noch ein gutes Einkommen hatten (ich bin zwar schon pensioniert, aber meine Frau unterrichet noch an der Uni).
      Es ist also das Geld das zählt – und die Macht (ohne Geld: keine!)
      Das ganze war ja irgenwie merkwürdig: Die Briten machten aus, daß es im „Lande ohne Gesellschaft“ (M. Thatcher hatte behauptet, so etwas wie eine ‚Society‘ gäbe es gar nicht – oh je!) nicht zwei, drei oder vier, sondern 7 Klassen gibt (oder 8) – und Adel hat nichts eigenes mehr.
      Na ja – da bin ich halt Elite: habe aber nur einmal Cricket gespielt (wir verloren mit 4 Runs gegen Yorkshire – aber ich hatte 22), reite nur selten (im Uraub), hoffe auf Hoffenheim und Augsburgs Überleben in der Bundesliga, und wohne im Dorf (am Meer).
      Könnte schlimmer sein.

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      • Ich denke es liegt eher an der Tradition der Elite, an seinen Doktor Titel zu kommen ;) Freu dich!

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        • Nein, mein(e) Liebe(r)
          [übrigens wurde dieser Kommentar eben schon einmal von freudigen Zensoren abgeschossen]
          es war nur Rache am KuMi Stuttgart, das mich vom Staatsexamen ausgeschlossen hatte. Die Disertation, über „Die Voraussehbarkeit des Faschismus“ schrieb ich dann schon im Exil, in Schottland, und das Rigorosum konnte damit auch nur an der „roten Kaderschmiede“ Marburg sein, wohin mich Ernst Bloch an einen seiner früheren Doktoranden empfohlen hatte.

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          • ich bin erschüttert darüber, dass fritz so einem todoroff wie dir forum bietet.

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          • Es wäre erschütternd, wenn er’s nicht täte.

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  12. Stimmt, das Wort „Elite“ stört mich auch. Das mit deren Angst, nun ja, ist eine Behauptung, könnte sein. Was man gegen die Folgen tun kann, da wundere ich mich erstmal: Wie kriegen die Wenigen die Vielen, die nicht dazu gehören dazu, die Schutzmaßnahmen für die Wenigen in dem Glauben umzusetzen sie seien zu ihrem eigenen Besten? Wieso glauben sie das immer noch so leicht und gerne? Woher haben die soviel Angst?
    Und ich komme zurück auf das, was ich als Jugendlicher dachte, als ich mit gutem Abitur dastand und mich verpflichtet fühlte, etwas für die Menschen zu tun und statt viel zu studieren um dann gegen all das Schlechte zu kämpfen und dabei sehr schlechte Laune zu kriegen, entschied ich mich dafür Musik auf der Straße zu machen um stattdessen etwas Schönes in die Welt zu setzen und jeden einzuladen seiner Freude Beachtung zu schenken.
    Sentimentale Spinnerei? Ja klar. Zumal ich noch viel üben musste und sich wahrlich nicht jeder gefreut hat!
    Aber nachdem ich es jahrelang vergessen hatte und glaubte doch schnell noch was für den Erfolg tun zu müssen, fällt es mir heute wieder ein und ich denke wieder: Sing!
    Zu wissen was einen freut und stark macht und das selbst bei sich zu haben ist meiner Meinung nach das Einzige und omnipotente Mittel gegen jede Angst. Wir sollten viele sein, die das wissen. Man braucht dazu auch kein Abi. Der Rest erledigt sich m.E. von alleine.

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  13. „Die Elite ist die Quelle fast aller heutigen gesellschaftlichen Probleme. Um diese Quelle zu entfernen, genügt es nun eben nicht, ihre Mitglieder umzubringen – an diesem Missverständnis sind die grossen historischen Revolutionen kläglich gescheitert.“

    …………

    Das ist seinerseits ein Mißverständnis. Man soll ja nicht alle oder einen Großteil oder auch nur einen größeren Teil der „Elite“ umbringen, sondern nur solange EXEMPEL statuieren, bis sie aufhören, für die Gesamtgesellschaft derartige Probleme, wie wir sie heute haben, zu erschaffen!!! DAS ist Sinn und Zweck vom Töten!

    Man bringt nicht die ganze Armee des Gegners um! Man tötet nur „einzelne Kompanien“ solange, bis die gegnerische Armeeführung zu Waffenstillstand und Verhandlung über den Frieden bereit ist! Schwenkt sie die Fahne, ist das Töten „einzelner“ vorbei. Schwenkt sie sie nicht und geht der Krieg für sie verloren, sind dennoch oftmals bei weitem nicht mal die Mehrheit der gegnerischen Armee umgekommen.

    EXEMPEL statuieren, bis die Politik, die die „Elite“ vertritt, einlenkt und zu ernsthaften Verhandlungen bereit ist!!!

    SO macht man das.

    Merke: Ohne Blutvergießen geht gar nichts auf Planet Erde!!!

    Wer nicht bereit ist, auch Blut (freilich des Gegners) zu vergießen, der darf sich schon mal das Sklavenkäppi (wieder) aufsetzen und weitermachen in der Tretmühle, die die Elite für die Sklaven bereitgestellt hat, um deren Energie „abzusaugen“, zum eigenen Vorteil, zum Schaden ihrer Sklaven.

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    • Ich muss dir leider widersprechen. Einen Parasit muss man ausmerzen, ansonsten wird er nur wieder anfangen anzuwachsen bis alles wieder beim alten ist.

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    • So wie Du Dir das vorstellst, hat das leider nie funktioniert. Denn: Die Bank gewinnt immer. Und zwar solange Geld existiert. Und Du spielst meiner Ansicht nach dem Banken- und Überwachungssystem in die Hände mit Deinen Plänen. Tu‘ mir einen Gefallen. Tu’s nicht. Stattdessen schau Dir die Geschichte an und lerne, wie es NICHT funktioniert!!! Die Lösung findet sich nicht in der Geschichte. Die würde was völlig neues darstellen. Um die geht es hier.

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  14. Mit diesem Rezept, Joe
    (ist das Jossif Vissarionoviç Dschugaschwili?)
    stehst du auf sehr gefährichem Terrain.

    Um etwas zu ändern, mordet man nicht – man macht es funktionsunfähig.
    Das war auch der Unterschied zwischen Maschinensturm und Streik:
    – das erste zerstörte die eigenen Lebensmittelquellen
    – das letztere legte sie zeitweilig außer Betrieb.

    Deine „Revolution“ wäre wieder einmal eine von denjenigen, die wirkich „Re-“ sind: rückwärts!

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    • Inwiefern nutzt uns diese parasitäre Elite? Ansonsten war das kein Argument, sondern wie immer nur dein Mundwerk, das sich sinnlos bewegte.

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      • Oh Josef,
        was aber nutzen uns Sofa-Revoluzzer?
        Bist du je auf einer Basrrikade gestanden?
        Hast du je die Hufe von Polizeipferden von unten gesehen?
        Mein Gott, was da an (mißverstandenem) Anarchismus ausbricht!
        Damit wird nichts geändert, sondern nur altem neue Munition gegeben.

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        • Siehst du, du kannst darauf nicht antworten, oder was ich eher vermute: Du willst nicht! Schließlich hast du ja ein Zertifikat das dir Zugehörigkeit zu den satanischen Verbrecherbanden attestiert.

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  15. Entschuldige, Joe
    – ich meinte auch Zuzui.

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  16. Ich kenne keine Revolution (die von 1989 zählt nicht als solche), die ohne massives Blutvergießen abging. Allerdings kenne ich auch keine Revolution, die den Menschen dauerhaft Freiheit und eine Ende des ausbeuterischen Klassensystems brachte. Vielmehr würde ich sogar soweit gehen, die meisten Revolutionen als von der wahren Elite gewollt und provoziert anzusehen. Doch das sei dahin gestellt. Mein Fazit aus dieser Erkenntnis und verschiedenen anderen Überlegungen, Auswertungen und Beobachtungen ist leider ein eher niederschmetterndes:
    Ein echter nachhaltiger Systemwechsel ist mit den meisten Menschen nicht machbar, denn die meisten Menschen verlangen nach Führung. Sie sind nicht in der Lage, durch eigenständiges Denken die Realität zu erfassen, sondern glauben. Und zwar immer und immer wieder besonders auch denen, die sie augenscheinlich immer und immer wieder belügen, so lange diese ihnen ein einigermaßen erträgliches Leben „ermöglichen“.

    Nun spräche das scheinbar für die Theorie, man müsse diese ganzen Parasiten komplett ausmerzen. Doch wie weit will man da gehen?
    Nehmen wir einmal an, man könnte und würde die Super-Eliten und die Eliten eliminieren. Würden sich dann nicht in kürzester Zeit neue Eliten ausbilden, die ein ideologisches Ziel verfolgen oder auf ihren eigenen Vorteil bedacht sind oder beides? Würde es dies nicht eigentlich bereits schon während des Kampfes gegen die ursprünglichen Eliten, denn irgendwer avanciert bei solchen Veranstaltungen ja immer zum Anführer? Löscht man diesen dann hinterher auch aus und jeden weiteren, der sich irgendwie an die Spitze der nach wie vor denkfaulen und leicht beeinflussbaren Herde stellt? Was ist der Maßstab? Wo ist die Grenze und wer bestimmt sie?
    Selbst der ehrlichste und uneigennützigste Anführer wird sich immer wieder mit der Dummheit und Manipulierbarkeit der Masse konfrontiert sehen und seine Aufrichtigkeit gegen sich schnell verbreitende intrigante Gerüchte verteidigen müssen. Eher früher als später wird er dies mit Taten, statt nur mit Worten tun. Freiheit und Klassenlosigkeit sieht anders aus.

    Nein, bewaffneter Kampf ist keine Option. Unabhängig von dem Trugschluss, damit langfristige Verbesserungen erreichen zu können (ein daraus resultierender Weltkrieg ist wahrscheinlicher), darf man nicht vergessen, dass die Eliten sich darauf vorbereiten. Ein so großes Ungleichgewicht der Kräfte in Ausbildung und Bewaffnung gab es in der Geschichte wohl so noch nie. Dass in Frankfurt der Neo-Nazi-Aufmarsch zum 1.Mai mit Nato-Stacheldraht abgesichert wurde ist da wohl nur ein kleiner Vorgeschmack. Der nun mögliche Einsatz der Bundeswehr im Inland und ihre Vorbereitung auf den Häuserkampf in einer eigens dafür errichteten Stadt in der Letzlinger Heide lässt da schon eher die Dimensionen erahnen. EuGenForce sowie Polizeieinheiten aus anderen europäischen Ländern und wer weiß, wer sonst noch (NATO….) können ebenfalls hinzugezogen werden.

    Ich denke, diesem System kann man nur wirksam begegnen, in dem man es einfach nicht mehr unterstützt. Doch Selbstversorgung und geldloser Tausch von Leistungen ist für viele schon zu anstrengend bzw. gerade in Großstädten auch eher schwierig. Keine Steuern zu zahlen ist für die meisten Arbeitnehmer praktisch unmöglich, weil automatisch eingezogen. Und die Konsumgeilheit wird wohl immer wieder Menschen in erheblichem Umfang in die Kreditfalle locken.
    Unsere Großeltern, vielleicht auch noch Eltern haben noch gespart, um sich etwas leisten zu können, ansonsten verzichtet. Doch können Menschen heutzutage überhaupt noch aus Vernunft verzichten? Besitzen sie eigentlich Vernunft?
    Wenn sich die Menschen nicht ändern, jeder für sich, dann lässt sich allenfalls dieses System der Lohnsklaverei humanisieren, jedoch nicht austauschen.

    Tja, bleibt eigentlich nur (noch haben wir diese Möglichkeit) im Herbst die richtige Partei zu wählen. Doch gibt es überhaupt ein richtige? Teile und herrsche funktioniert prächtig! Entweder die Schwarz-Gelbe oder die Rot-Grüne Mogelpackung. Oder vielleicht doch lieber links oder protestwählend etwas gegen den Euro? Für jeden Geschmack ist was im Angebot. Und alle anderen sind ja nur „sonstige“ und sicher sowieso irgendwie rechts. Die manipulative Ignoranz der Medien gegenüber möglichen Systemveränderern funktioniert schon fast so gut, wie in den USA.
    Jedoch wenn, dann muss es eine bzw. müssen es mehrere Parteien sein, die diesen korrupten und intransparenten repräsentativen Parlamentarismus, diese Pseudo-Demokratie mit ihren Blockparteien abschaffen und eine echte Demokratie mit direkter Volksbeteiligung herstellen wollen. Wie genau diese dann aussehen sollte möchte ich an dieser Stelle gar nicht weiter ausmalen. Doch als allerwichtigstes sollten sie die Haftbarkeit von Politikern und deren Abwählbarkeit per Volksentscheid einführen. Diese Marionetten müssen endlich und immer wissen, in wessen Sinne sie zu tanzen haben.

    Aber ein Problem bleibt, egal, welchen Weg der Veränderung man gehen will: Wie die Massen mobilisieren?
    Wie oben schon angeführt, die meisten denken nicht, sondern glauben, wenn es um eigentlich existentielle Fragen geht, zumindest, so lange diese nicht einfach zu beantworten sind. Selbst Menschen, die es könnten, haben mir bei Facebook die Freundschaft gekündigt, weil sie nicht mit so vielen Informationen konfrontiert werden wollen, „auch wenn da etwas dran sein sollte“, sondern statt dessen „lieber das Leben genießen, so lange es geht“.
    Die Deutschen stehen mehrheitlich offenbar erst dann protestierend von ihrer Couch auf, wenn es ihnen richtig schlecht geht. Erfahrungsgemäß sind sie dann aber auch ganz schnell bereit für die totale Diktatur. Es ist zum verzweifeln….

    Resümee:
    Der zu diesem Zeitpunkt in Deutschland vielleicht noch erfolgversprechendste Weg könnte der zum Denken anstachelnde sein. Jedoch ohne ein Bombardement mit Fakten, sondern wenige klare Slogans, die vor allem überhaupt zum wählen animieren, aber auch rüberbringen, egal welche, doch eben keine der Block-Parteien zu wählen.
    „Du willst keinen Krieg in Europa? Dann wähle sie ab, die kriegstreibenden Parteien!“, „Du hältst das Recht auf Wasser für ein Menschenrecht? CDU/CSU, SPD, Grüne, FDP nicht!“, so in der Art als Idee. Das Änderungspotential liegt bei den Nichtwählern. Nur wenn man die zum Wählen gehen bewegen kann, dann könnte sich auch wirklich etwas bewegen. Noch haben wir eine Chance….

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    • Insgesamt gut.

      Du hast dir Zeit genommen -und das allein ist schon gut- dir Tatsachen zu überlegen, auch historische, sowie die gegenwärtige Lage – und generell stimme ich dir zu:

      Demokratie ohne Vokes Wissen und wirklich Wollen ist keine solche. Das ist nichts neues – aber noch immer bei den meisten nicht begriffenes, sonst gäbe es keine Bild-Zeitung und keine schwarz- gelben Koalitionen, noch schwarz-rosa (das Rot ist schon seit den Kriegsanleihen des WWI ausgeklammert).

      Die Medizin wäre Lehren, Unterrichten, Wissen vermitteln.
      Wissen ist Macht – und deshalb nicht beliebt in Regierungsrängen – noch nicht einmal in Regierungen! Schaut euch an, was da herumlief, mit Reagan, Thatcher, Bush junior, Major, Brown, Sarkozy, der italienische Clown, und die vielen Zirkusunterhalter in Bonn und Berlin. Und auch der Obama ist nicht anders:

      Puppen an den Strängen anderer tanzend: doof aber gerissen.

      Und seit drei Jahrzehnten verschlimmert sich die Lage immer mehr:
      – Nachrichten: die keine sind (von „embedded“ Journaille);
      – Sozialer Umbau: der Raubbau ist, Abbruch an allem, das gut ist;
      – Wissenschaft: die Ideologie im Dienste der Politik ist.
      Das Volk aber lacht und tanzt – der Teil, der sich’s leisten kann – der andere, größere heult – und schiebt’s alles auf Einwanderer ab.

      Wie könnte man das aber enden, ändern?
      Verdammt schwer. Und jeder Versuch macht unbeliebt – da oben.
      Und wir kennen es ja – kannten es seit Heinrich Böll u.a.:
      Man braucht nicht „Terrorist“ zu sein, um „Sympathisant“ zu werden – fast schon ein Ehrentitel.

      Richtig: die Sympathie und der Handlungswille und der Mut, die müssen schon dahin gehen, wo der richtige Weg ist – der aber ist nicht Chaotentum. Und das wußten wir auch schon vor 40 Jahren.

      Du hast also recht:
      Gezieltes, scharf pointiertes Lehren!
      Eher weniges scharfes als wabbliges viel.
      Doch hinter dem wenigen muß vieles, alles stehen.
      Man sieht meist nicht viel vom Fundament, sondern nur das Haus – aber das Fundament muß da sein!
      Dann kann der Bau beginnen.

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    • Ja, ich muss auch zustimmen. (Auch wenn ich das Ausrotten für besser halte – nur leider unrealistisch ;)
      Aber auch dein Vorschlag ist wie du schon sagtest recht fern der Realität. Um die Desintressierten zu erreichen ist großer Aufwand nötig. Man müsste irgendwie Volksfeste mit Bildungsschwerpunkt abhalten, um die Leute überhaupt von ihrem Sofa zu locken. Wer hat das Geld und die Zeit dafür? Meisst nur die großen Parteien, die dann aber eben ihre Lügen auftischen. Der kleine attac Stand (oder ähnliches) wird von den Massen ignoriert.

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  17. Hallo. Wir vom Ohauerha Satireblog haben uns diesem Thema auch einmal angenommen und ein paar Zeilen Protestlyrik dazu entworfen.http://wp.me/p2KG6k-bR

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  18. […] Die Angst der Elite vor der Bevölkerung Quelle von 11k2 – Vielen Dank! https://11k2.wordpress.com/2013/04/20/die-angst-der-elite-vor-der-bevolkerung/ […]

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  19. […] ihre eigene Macht ein allgemeines Ausbrechen von zügelloser Gewalt verhindere…. weiterlesen (Quelle: Astra Taylor/ Fritz Effenberger – 20.04.2013 – […]

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  20. Hat dies auf Ginsterburgs Monologe… rebloggt und kommentierte:
    danke für diesen artikel…

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  21. […] In diesem Blog-Post wird die Vermutung aufgestellt, dass es die Angst der Elite vor dem Freiheitswil…. […]

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  22. sehr gut

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  23. Herzliche Gratulation zu Deinem Aufsatz! Du hast den Nagel voll auf den Kopf getroffen. Es geht in der Politik nämlich schon längstens nicht mehr um die (Kern)frage „links“ oder „rechts“, sondern unten oder oben. Das Volk ist das wichtigste Korrigendum in einer parlamentarischen Demokratie und hat die Aufgabe, den Obrigen permanent auf die Finger zu klopfen.

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  24. […] Posted on 3. Mai 2013 by ueberbewertet Interessante Perspektive … Dass sich eine herrschende Elite von dem Volk in Burgen, Schlössern und ummauerten Klöstern versteckt, ist uns aus der Geschichte bekannt. Weniger bekannt ist der bedrückende Umstand, dass sich daran nichts geändert hat. Nur die Mauern sind unsichtbar geworden. Die US-Kulturhistorikerin, Schriftstellerin und Journalistin Rebecca Solnit erklärt in einem Interview anlässlich ihres vorletzten Buchs „A Paradise Built in Hell“ ganz analog zum aktuellen Anschlag in Boston, zu dessen Aufklärung Tausende von Polizisten eine Million Bürger unter Hausarrest stellten, den Begriff „Elite Panic“. … weiter auf 11k2.wordpress.com. […]

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  25. Ein Weg die breite Bevölkerung an den Entscheidungsfindungen teilhaben zu lassen wäre die Einführung einer Parlamentspflicht ähnlich Verplichtung als Geschworener oder Schöffe bei Gericht zu sitzen oder der Wehrpflicht, die jeden Staatsbürger verpflichtet mehrer Jahre als Abgeordneter im Parlament mitzuarbeiten. Die Auswahl hat wie bei den Geschworenen per Los zu geschehen. Um den Ausgewählten die Möglichkeit zu geben sich einzuarbeiten werden die Abgeordneten nicht alle auf einmal gewechselt sondern alle Jahre z.B. ein Fünftel bei einer Fünfjährigen Parlamentsperiode. Um bereits bei Antritt des Amtes infomiert zu sein kann man dem so ausgewählten bereits ein Jahr vorher mit den entsprechenden Arbeitsmaterialien versorgen. Aber dabei handelt es sich im Details die noch genauer ausgearbeitet werden müssen.

    Schlechter als jetzt kann ein direkt aus der Bevölkerung besetztes und daher mir dem wirklichem Leben vertrauten Parlament auch nicht entscheiden.

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  26. Zu dem Artikel fällt mir ein Satz von Mark Twain ein:

    „It could probably be shown by facts and figures that there
    is no distinctly native American criminal class except
    Congress.“

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  27. ich denke , wenn die Wiedergeburt -wissenschaftlich- belegt wäre ,würde sich was ändern…wenn dieser Wissenschaftler nicht irgendwie dann stirbt ….das buch von rupert Sheldrake–der wissenschaftswahn ist auch nicht schlecht…

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  28. Selbst wenn wir davon ausgehen möchten, dass der Mensch im Grunde doch gut ist, werden sich trotzdem die selbstsüchtigen, soziopathischen Teile der Gesellschaft zusammenschliessen, um eine Macht-Elite zu bilden. Jedenfalls, solange man sie nicht daran hindert. Um das zu erreichen, werden letztlich die Mittel des zivilen Widerstands genügen. In heutigen Worten: Die heutige, parlamentarische Demokratie muss ein Anarchie-Upgrade erhalten.

    Und hier liegt der Hase im Pfeffer. Schon das Wort „Anarchie“ wird die Eliten wie auch die ein großer Teil der Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzen. Anarchie = Chaos. Da wird es erst gar nicht zu dieser Form der Organisierung kommen weil man schon im Vorfeld der Erklärung was damit gemeint ist stecken bleibt.

    Ab dem Moment wo z.b. die Occupy Bewegung sich weltweit ausbreitete war der Punkt erreicht wo die Eliten um diesen Begriff weiter zu verwenden das Bedrohungspotenzial erkannte. Zur gleichen Zeit – innerhalb eines kurzen Zeitraumes – wurden dann folgerichtig alle Camps teilweise unter heftigem Polizeieinsatz aufgelöst.

    Nein, ich bezweifle stark dass das Prinzip einer Revolte greift und zum gewünschten Erfolg einer Systemveränderung – Veränderung im Verhalten führt.

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  29. Waste of Time – um es mal kurz zu sagen. Auf diesem Planeten leben über 7 Mrd. Menschen, mit über 200 staatlich-politischen Organisationsformen, mit über 10.000 internationalen Großorgas (NGOs) die alle ihren eigenen Zielen nachgehen . Sorry, aber „die bessere Gesellschaft“ (ala StarTrek) wird es NIE geben. Kann auch gar nicht. Es wird und kann immer nur eine Gesellschaft für ‚Alle‘ geben (mit Gewinnern und Verlierern). Diese existiert heute schon! Man muss nicht zwangsläufig gegen die bekanten elitären Gruppen (verbal) schießen, sondern kann auch weiterhin unabhängig bleiben oder seine eigene Gruppe mit gleichgesinnten gründen. (Und eine weitere Orga entsteht, ob besser oder schlechter mögen dann die anderen bewerten) Und so weiter. Die aktuellen freien Systeme sind alles andere als diktatorisch. Wer das behauptet, schielt nach einem kollektiven System, das es nie geben wird, denn Kollektivität kennt keine Freiheit; wie sie jeder in seinem Gen-Code hat und dessen er/sie beansprucht. Es kann folglich nur ein liberales und/oder libertäres System geben, wenn der Freiheitsanspruch (persönliche Unabhängigkeit) weiterhin gelten soll.

    Wir reden hier aber weniger über Elite – was soll das eigentlich genau sein und warum ist das Proletariat keine Solche? – als darüber, dass wir ein System haben wollen, worin alle die gleichen Chancen haben. Das kann aber schon mal nicht funktionieren, da wir alle UNgleich sind. Das wäre wieder Kollektivismus. Gleichheit darf es nur vor dem Gesetz (und der Statistik geben; moralfreie und wertneutrale Erfassung). Ansonsten waren, sind und bleiben wir Individuen (ergo: individuelles System). Nein, die Eliten sind nicht das Problem. Wenn ‚ein Bauer‘ es nicht schafft zu ‚einem König‘ zu werden, dann ist das eben das Problem des Bauern und nicht die der Anderen. Eliten sind Gruppen, nicht mehr und nicht weniger. Solche Gruppen gibt es über Hunderte den gesamten Planeten verteilt. Beeindruckt nicht wirklich. Wer da nur über ‚Eliten‘ spricht, vergisst die Tausenden anderen Gruppen.

    Die Kernfrage lautet doch wohl eher (auch an jeden selbst gerichtet): „Was will Ich und wie kann Ich es erreichen?“ Wer nicht an sich selbst arbeitet, sondern sich vermehrt nur an anderen abarbeitet, wird sein Ziel nie erreichen. Aber vielleicht ist es dann auch gar nicht mehr gewollt, weil man sich mit seinem (selbstgestrickten) Schicksal schon abgefunden hat.

    ‚Was willst Du eigentlich?‘ ;)

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  30. Hat dies auf pwaldi rebloggt.

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  31. Was ist ziviler Widerstand? Ist es das Instrument, Welches externen Eliten hilft, interne gehasste Eliten durch gefügige Eliten auszutauschen?

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    • Nee, das ist was anderes. Was du meinst, ist Propaganda der internen Eliten.

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  32. Schierlingsbecher

    Trinke du den letzten Schluck,
    nimm du den Rest vom Brot,
    schlinge es ins Nichts,
    Andere siechend, längst tot.

    Der Abgesang verstummte
    im Bürgerkrieg zur Tyrannei,
    angestimmt von den Herrlichen,
    Protest – keiner war dabei.

    Trage den Krug bis er bricht,
    vergifte was dich trägt,
    Kinder eurer Frucht,
    ihr Selbstmord begeht.

    Hochmut, selbstherrlich,
    Wachstum, Obsoleszenz,
    Gesellschaft zerstört,
    wenn du die Zeit verpennst.

    Halte den Schierlingsbecher,
    schaue auf dein wegschauen,
    keine Tränen bringen es wieder,
    trinke – nichts auf Asche bauen.

    Frank Poschau
    05.08.13
    http://www.frank-poschau.jimdo.com

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  33. Im Prinzip sind wir hier weitrestgehend einig, darüber, dass mit dem Buch der Kern getroffen wurde. Ich überlege trotzdem die ganze Zeit, wo die Falle ist… ;-)
    Das Thema „Projektion“ ist in der Tat zentral, es erklärt sämtliche „Re-Aktionen“ denen wir ausgesetzt sind. Allerdings begehen wir Gutmenschen denselben Fehler und erwarten, dass jeder Mensch, der uns gegenüber tritt im Grunde gut ist (oder zumindest so auf die Welt gekommen ist).
    Viel liegt in der Sozialisierung, dort liegt der Schlüssel zur Gegenwehr, der uns durch die Gender-Ideologie geklaut werden soll.
    Themen wie verzinstes Geldsystem, Antisemitismus, etc. sind nur „tools“ (mit Ken Jebsens Wort) der Machtelite, um alles unter Kontrolle zu behalten.
    Allerdings glaube ich trotzdem, dass wir es mit einem lang angelegten Plan zutun haben, der mehr oder wenig mitevolutioniert und nicht mit jeder Elitengeneration neu erfunden wird.

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  34. Da behaupten doch diese Profiteure der Opulenz (der Reichtum): „wie glücklich können doch die Armen sein, denn wer nichts hat, kann nichts verlieren“, aber wissen doch selbst nicht die Armut zu schätzen lernen, nein.
    Opulenz (Höchsterwerb) mutet uns Restriktivität (Minderwerwerb) zu!…

    Von einem Freund:
    Geschichte des GRUNDEINKOMMENS!
    <>

    JETZT greift „Schattenkanzler Draghi“ zu :/
    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/05/26/zugriff-auf-deutsche-sparer-vorbereitungen-laufen-mit-hochdruck/

    Die Geschichte ist zum lernen da, nicht zum wiederholen alter Fehler! ;)

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  35. Den so dringend benötigten, –>optionalen (Volks-) WirtschaftsfaktorDIE ERKENNTNISSE VON URSULA SLADEK & CARMEN HOCK-HEYL!_<
    HartzIV baut Stellen ab, die Teams werden dezimiert, die Wartezeiten der "Kunden" alias Empfänger/Hilfebedürftigen/Geringverdiener/Alleinerziehende/chron. erkrankte Arbeiter werden daraufhin bis zu 3-4 Wochen verlängert!!!
    Heute selbst im Gespräch mit einem Nbg Verdi-Vorsitzenden erfahren!… Hoffentlich bald in den Medien zu lesen.
    …EINIGE europäische Länder unseres Kontinents sind wohlwissend NICHT in der EU drin! ;) Ob solche Meldungen Geschichte machen werden???
    http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2012/01/36986/
    Dear Lord in Heaven, das erinnert an Weltreligionen, (Welt-) Kriege & Politik! :D

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  36. Öh… wieso werden meine Texte NICHT -komplett- gesendet, sondern nur zusammenhangslos „gehäkselt“ widergegeben?
    Egal: nachlesen könnt ihr sie im KOMPLETTEN Zusammenhang hier:

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  37. […] “Die Angst der Elite vor der Bevölkerung” von [?] […]

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  38. […] Dazu passt thematisch der 11k2-Beitrag: Die Angst der Elite vor der Bevölkerung […]

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  39. […] 6 Menschen umbrachte, davon allerdings 4 Männer. Die bekannte US-Autorin Rebecca Solnit (hier ein 11k2-beitrag) äusserte sich zuvor in ihrem neuen Buch “Men explain things to me” (Haymarket, […]

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  40. So ist es. Drum muss nun ziviler Ungehorsam auf friedlichem Wege etwas daran ändern. Unser zunächst sehr regionales Konzept dazu. Weg von den Lippenbekenntnissen, hin zu Taten. So entstand letztes Jahr die Agora Köln, eine Bürgerbewegung mit Lust auf machen. Z.B. die Infrastruktur für einen autofreien Sontag zu schaffen. So entstand die Möglichkeit eines Projekttages namens “ Tag des guten Lebens “ Nachbarn organisieren vollkommen autark in einem autofreien und abgesperrten Gebiet ihre kreative Botschaften an die Stadt. Nichts kann in der Praxis deutlicher die Sehnsucht der Bürger dokumentieren, Urbanität mitgestalten zu wollen. Das Bild dieses Tages hat schon nach dem ersten Projekttag 2013 durch seine enorme Intensität eine irrsinnige Eigendynamik aufgenommen und sich in die Köpfe der Verwaltung eingenistet. Konsequenzen müssen nun folgen. http://www.tagdesgutenlebens.de/

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  41. wir sollten uns weltweit auf basisrechte und menschenrechte einigen, humanitaeres denken. und uns klar machen, dass der zustand nur auf sich selbst zu schauen, und/oder einen ueberlebensksmpf zu fuehren wahrscheinlich daher ruehrt, dass unser aller physisches leben beeintraechtigt ist: plastik im koerper und andere gifte. so erwas erzeugt angst und kann daher zu unvorhergesehenen (re-)aktionen fuehren. wir menschen muessen uns etwas ausdenken, … etwas neues schaffen zusammen … eliten irgendeiner art oder selbstdefinition hat es immer gegeben, wo ist das problem?

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  42. Ok, liebe (neue) Leser. Was machen wir jetzt? Oder anders: Wie schliessen wir uns wirkungsvoll zusammen? Ich hab die Kpnsequenz aus all dem gezogen und engagiere mich sowohl publizistisch als auch politisch. Was könnt ihr beitragen?

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  43. Mein Beitrag: Eine Buchempfehlung, die einem das Werkzeug in die Hand gibt, das Böse in uns selbst zu suchen und auch zu finden. Man kann tatsächlich nur an sich selbst und nicht an anderen arbeiten.

    Paul Levy: Dispelling Wetiko. Breaking the Curse of Evil

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  44. interessanter Text. Die Elite besteht allerdings nicht aus irgendwelchen Politikern, sondern aus den reichsten und mächtigsten Banker Familien dieser Erde (recherchiert dazu nach den 12+1 satanischen Blutlinien). Sie entscheiden, wie Politiker zu „regieren“ haben.

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  45. Hat dies auf Solidarische Welt rebloggt und kommentierte:
    Rebecca Solnit

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  46. Hat irgendjemand hier auch nur jemals einen einzigen Gedanken daran verschwendet, dass diese „Eliten“ auch gleichzeitig die Einzigen sind, die Arbeitzplätze erschaffen ? Swimmingpoolbauer, Mercedes-Hersteller, Hubschrauber-Konstrukteure, Sicherheitsdienstmitarbeiter ? usw … Mag vielleicht zynisch klingen, aber wäre es nicht doch einmal wert, darüber nachzudenken ?

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    • Liebe Tolera,
      soll ich annehmen, daß du mir mehr Toleranz vorschlägst? Auch das ist vielfach berechtigt in kommentierenden Blogs, da diese Leute oft ansprechen, wenn ihnen „das Messer in der Tasche aufgegangen ist“. Wenn wir aber von ‚Eliten‘ sprechen, so sind mit diesen zuimeist keine Konstrukteure, (schaffende) Produzenten, oder generell „Mitarbeiter“ gemeint, sondern das berühmte 1%, dem 50% von allem gehört, was den anderen 7 Milliarden die Verteilung aller Güter und Dienste stark verdünnt.
      Diejenigen Eliten, nämlich eiliert durch Kenntnisse und Fähigkeiten, sind zumeist bei den 99% angesiedelt – wenngleich auch aus dem 1% gelegentlich wirklich gute dergestat elitierte auftreten, und zu begrüßen sind.
      Die hier aber angesprochenen Versteckspiel-Eliten.mit Mauern und Hedgefunds (Hecken zum Verbergen dessen, was vorgeht), bewegen sich auch außerhalb dessen, was Du zu verteidigen suchst.

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      • „Hat irgendjemand hier auch nur jemals einen einzigen Gedanken daran verschwendet, dass diese “Eliten” auch gleichzeitig die Einzigen sind, die Arbeitzplätze erschaffen ?“

        Arbeitsplätze die aber zu Gunsten der Elite wegrationalisiert oder in Länder mit billigerer Produktion werschoben werden.

        Es gibt nicht genug Arbeit für Alle.

        Wir brauchen sie auch nicht.

        Eigentlich m,uss niemand arbeiten.

        Es ist genug für uns Alle da, nuir die Eliten behalten 75% für sich und der rest wird unter den Völkern aufgeteilt.

        Das muss nicht sein.

        Gebet jedem das was er zum Leben braucht.

        Produziert nachhaltig und nicht auf Wirtschaftswachstum.

        Drehen wir den Spieß einfach um und schon gehts uns allen besser.

        Nur dann gibt es auch keine Eliten mehr, denn dann wäre jeder nur noch das was er ist,

        Ein Mensch!

        Brauchen wir Eliten?

        Ich sage Nein.

        Und jetzt mal drüber nachdenken.

        Wie das was ich meine aussehen könnte kann man auf meinem Blog http://www.uru-guru.de unter dem Stichwort „Ohne Geld leben“ nachlesen.

        Und wer jetzt kategorisch sagt das geht nicht oder das hat es noch nie gegeben.

        Warum probieren wir es nicht einmal!

        Fangt endlich an.

        Viel Spaß

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  47. In diesem interessanten Bild fehlen mir die Medien in ihrem einseitigen Fokus aufs Negative.

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  48. Mehr Anarchie ins Parlament? Ja bitte!
    Wie wäre es zB wenn man einen Teil der Parlamentssitze verlosen würde, unter allen passiv Wahlberechtigten? Wenn man noch ein wenig mehr Transparenz hinzufügt, kann es schlimmer als jetzt auch nicht werden. Und die Chance, dass jemand das als persönliche Chance sieht und versucht etwas positives zu erreichen, ist höher als beim jetzigen System, wo man mit Steigbügelhaltern aufsteigen kann und nachher nicht mehr frei entscheiden kann ob der vielen Gefallen die man schuldet…

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    • Möglich – aber auch gefährlich:
      Bedenke, daß wahrscheinlich immer noch eine Mehrheit für die Todesstrafe und anderes Unzivilisiertes wäre (in GB bestimmt – auch Austritt aus EU – was gut wäre, denn GB war schon immer ein Trojanishes Pferd).
      Im übrigen waren die verfügbaren alten Athener, die das hatten, eine kleine Herren-Minderheit.

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  49. Alles gut und schön. Ich hätte gerne noch eine Definition von „Elite“, weil es doch ein recht schwammiger Begriff ist. Gegen wen wenden wir uns? Nicht jeder, der Einfluss hat muss gleich eine korrumpierte Person sein. Ich denke, da muss man vorsichtig sein, nicht aus einer Art Sozialneid jeden, dem es (aus welchen Gründen auch immer) besser geht als einem selber, als Feind anzusehen. Aus der Perspektive eines Menschen aus einem Entwicklungslandes sind wir alle die Elite. Was bedeutet das dann für uns?

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  50. Ich muss zugeben, nicht die Geduld aufgebracht zu haben, alles zu lesen. Aber es waren sehr gute Ansätze dabei.

    „Denken mit H. D. Thoreau“ wäre schon mal ein guter Anfang.
    Und Bergson könnte auch weiterhelfen. Vielleicht ist sein Vorschlag: alles umzukehren – als Greis geboren zu werden und als Baby zu sterben, gar nicht so schlecht.
    Aber das Wichtigste scheint mir, dass sich in den Köpfen der Menschen etwas verändern muss und davon scheinen mir die meisten doch sehr weit entfernt zu sein.

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