Droneshield und das Mädchen im roten Bikini

Seagulls, das Video oben, ist von Mato Atom. Dronen (ich mag die anglophone Schreibweise ohne “h” einfach lieber) sind der sichtbare Teil der Totalüberwachung. Vorratsdatenspeicherung und Bestandsdatenauskunft kann man ja nicht sehen. So wie Radioaktivität. Aber Dronen zeigen uns physisch, wie sehr uns unsere Führer misstrauen. Visualisieren den Kontrollstaat (Wobei der “Staat” auch nur ein Werkzeug der 1% ist). Besonders klar lässt sich das natürlich mit einem Bikini-Rotkäppchen am Strand filmen. Droneshield dagegen ist ein Kickstarter-Projekt für ein Dronenwarnsystem.

Mit einem kleinen Kasten, der anfangs 75, später 20 Dollar kosten soll, ein Mikrofon enthält, dazu einen Raspberry Pi Minicomputer mit einer Software, die typische Motoren- und Fluggeräusche von Dronen erkennt und an eine zentrale Stelle meldet. Das Konzept sieht vor, dass mit ausreichend verbreiteten Droneshields die Überwachungsroboter identifiziert und an die Bevölkerung zurückgemeldet werden können. So wie Radarfallenwarnungen im Lokalradio, nur in sinnvoll. Die zweite Stufe wäre natürlich, gleich eine App zu verbreiten, die mit den Mikros der ubiquitären Smartphones und deren massiver Rechenkapaizät den Job nebenher erledigt. Ja, auch hierzulande sollen Dronen zur Überwachung der Bevölkerung eingekauft und eingesetzt werden. Und wir wollen doch nicht, dass unsere Rotkäppchen bedroht sind, oder?

boingboing, ektopia

2 Kommentare

  1. ohne „h“ mag es zwar niedlicher aussehen, aber drohnen mit „h“ lassen dafür gleich durchblicken um was es sich im kern handelt, nämlich eher um eine be-DROH-ung der gesellschaftlichen rest-freiheit (und dem was von demokratie noch übrig ist) denn ein weiterer sicherheitszugewinn für dieselbe.

    was wir brauchen ist nicht nur ein drohnen-warnsystem sondern zugleich ein effektives drohnen abwehr- und zerstörungssystem. sprich: ein einfaches ultrapreiswertes ortungssytem mit mini-raketen-abschussplatform im handtaschenformat.

    nur so liese sich in dieser hinsicht etwas ändern. denn wenn man mit relativ wenigen euros teuren abwehrmasnahmen abertausende, zehntausende und hunderttausende euros teure systeme leicht zerstören kann würde die sinnlosigkeit sogleich für alle sichtbar in den vordergrund treten lassen.

    ton steine scherbens – „macht kaputt, was euch kaputt macht“ war noch nie so auktuell wie heute:

    Radios laufen, Platten laufen,
    Filme laufen, TV’s laufen,
    Reisen kaufen, Autos kaufen,
    Häuser kaufen, Möbel kaufen.
    Wofür?

    Refrain:
    Macht kaputt, was euch kaputt macht!
    Macht kaputt, was euch kaputt macht!

    Züge rollen, Dollars rollen,
    Maschinen laufen, Menschen schuften,
    Fabriken bauen, Maschinen bauen,
    Motoren bauen, Kanonen bauen.
    Für wen?

    Refrain:

    Bomber fliegen, Panzer rollen,
    Polizisten schlagen, Soldaten fallen,
    Die Chefs schützen, Die Aktien schützen,
    Das Recht schützen, Den Staat schützen.
    Vor uns!

    Refrain:

    nur am rande,

    gerade ist in den nachrichten – natürlich ganz im sinne der propaganda-und-manipulations-medien – ganz zum schluß (quasi seite 4 bis 6 in einer zeitung) das gerade wieder mal ein junger deutscher soldat in afghanistan sein leben hat lassen müssen. und für was genau?
    siehe letzete zeilen des liedes.

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  2. […] wenn enthusiastische Hardware-Hacker an billigen, massenkompatiblen Dronen-Erkennungssystemen forschen. Aber wie werden wir die Proto-Skynet-Vertreter los? Das ist gar nicht so schwer, wie der bekannte […]

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