Microsoft will dich beim Fernsehen beobachten

microsoft xbox one duotone

Und speichern, verarbeiten und weiterverkaufen, was du dabei machst. Die gerade angekündigte, zum Jahresende erhältliche Videospielkonsole Xbox One wird ja ausschliesslich mit der Kinect-Bewegungs­steuerungs­kamera zu haben sein. Die ist dann allerdings, so plant das der Konzern, immer an, und macht sich Notizen über das, was die User tun. Auch und gerade beim fernsehn.

Hierzu hat Microsoft 2011 ein Patent für ein Verfahren beantragt (in den USA gibts für sowas tatsächlich Patente), um den zukünftigen Xbox-Benutzern Bonuspunkte für ihre Lieblingsspiele zu geben, wenn sie etwa auch in den Werbeblöcken brav vor dem TV sitzen bleiben. Das bedeutet, Microsoft will speichern, wer sich welche Werbung ansieht, und diese Informationen dann lukrativ weiterverkaufen. Nachdem die Kinect über Gesichtserkennung verfügt, ist diese Information personalisiert, so dass bald nicht nur multinationale Konzerne, sondern auch nationale Geheimdienste diese “Persönlichkeitsprofile” abspeichern werden. Bei der gegenwärtigen Xbox 360 funktioniert das nicht, bei der Sony Playstation 3 und 4 auch nicht. Nur die Xbox One soll uns dann in die schöne neue Welt führen. Na danke. Und ebenso danke für die Beteuerungen des Windows-Konzerns, es werde einfache, simple Privatsphäre-Einstellungen geben. Mhm. Wie bei Facebook, oder? Und ausserdem würde die Kinect nichts aufzeichnen, wenn man die Xbox ganz ausschalte. Ah ja. Klar. Ihr haltet uns für blöd. Verstehe.

bgr, bgr

5 Gedanken zu “Microsoft will dich beim Fernsehen beobachten

  1. „Nicht kaufen“ ist das da die einfachste und beste Lösung. Wollte mir den Kauf einer Nextgen-Konsole überlegen. Sony hat nichts zu bieten…tja und Microsoft spioniert pausenlos. Nein, Danke.

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    1. Die PS4 ist fast baugleich, ballert aber 50% wegen schnellerem RAM mehr pixel raus als die x1. aber was solls. wofür gibts PCs? oder die steambox….

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  2. Das wäre das volle „1984“.
    Nicht daß es etwas neues wäre – nur „verbessert“/verschlimmert.
    Wir habe ja schon lange Sprachkontrolle – und Facebook hat eben „feministischem“ Druck nachgegeben und zugesagt „Hatemail“ abzulehnen. Solche „Haß-Post“ jedoch würde jede Kritik einschließen. Wenn ich z. B. berichtete, daß ich mit 17 Jahren in einer Jugendherberge vergewaltigt wurde, ein einige Jahre älterer und stärkerer Mann mit im Schlaf überraschte, dann wäre das „Hate Mail“ / Haß-Post, weil es etwas schlechtes über Homosexualität aussagte. Das wäre also verboten – obwohl es wahr ist.
    Wir gehen also schon lange auf Orwells Schreckenswelt zu.

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    1. „WIR“ (alle) nicht. hauptsächlich aber die ganzen unbedarften deppen und trottel die sich überall mit RL-daten registrieren und/sowie via social-networking (sie haben ja nichts zu verbergen) ihre daten und ihr berufliches sowie privates leben in die welt hinaus-posaunen.

      es gibt gibt genug arten und wege sich zu schützen, zu verschleiern und zu tarnen (ein weg ist schon mal so-wenige RL-daten wie möglich in die welt zu setzen) – nur sind anscheinend die allermeisten einfach viel zu blöde dieses zu tun.

      gleich vorneweg. natürlcih gibt es keinen 101% schutz, aber bei einhaltung schon minimalester sicherheitsstandards (und größtmöglicher zurückhaltung) ist es möglich schon weitestgehend in der reinen masse zu verschwinden.

      nur ein bespl.: gibt man meinen namen + alle relevanten zusatzdaten (egal wo) ein bekommt man von mir keinerlei persönliche anzeigen – ich existiere im inet also gar nicht – obwohl ich offensichtlich da bin. auch mit der IP-nummer etc. wird man nicht allzu-viel anfangen können. und das obwohl ich schon seit anbeginn des internets (und eigentlich schon weit davor – stichwort: – BTX) drin bin.

      wer sich gläsern macht weil er meint jeden dreck mitmachen und jedem trend hirntot hinterher-laufen zu müssen – nuja – im großen und ganzen selber schuld.

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