Die Folgen der Informationsrevolution, in anschaulichen Grafiken

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Die Wirtschaftswissenschaftler Loukas Karabarbounis und Brent Neiman von der University of Chicago, Booth School of Business, haben die ökonomischen Daten von 56 Ländern seit 1980 ausgewertet. Das Pic oben (Klick vergrössert) zeigt den weltweit abnehmenden Anteil von Arbeiter- und Angestellten-Einkommen am jeweiligen Brutto­national­produkt. Die Kapitaleinkünfte steigen dagegen. Das gilt vor allem für die vier wirtschaftsstärksten Nationen:

USA, China, Japan, Deutschland (nächstes Pic). Als Grund für diese Entwicklung nennen Karabarbounis und Neiman: Robots. So als Überbegriff für billige Computer, billige Automatisierung, überhaupt billige neue Produktions-Technologie.

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Also: Gutbezahlte Jobs werden durch schlechtbezahlte ersetzt, oder durch öffentlich finanzierte Sozialsysteme, Profite durch Automatisierung/Informationstechnik bleiben bei den Kapitalanlegern. Das Problem der daraus resultierenden Massenverarmung könnte auf politischem Weg gelöst werden; allerdings werden die politischen Entscheidungsstrukturen in allen Wirtschaftsnationen von den Nutzniessern dieser Entwicklung kontrolliert. Wir müssen uns die Frage stellen: Kann eine solche, massive  gesellschaftliche Veränderung hin zu sozialer Ungerechtigkeit dauerhaft gewaltfrei ablaufen?

theatlantic

siehe auch 11k2: Wo uns die Informationsrevolution bereits überrollt

8 Kommentare

  1. und noch einmal für die blöd-studierten.

    1) schon lange bekannt.
    und
    2) maschinen und gegenstände kaufen nichts.

    1b) müßige debatte. denn gegen gierige, scheuklappen tragende, eingleisig denkende blöd-studierte trottel – deren sämtliche wahrnehmungsmöglichkeiten alleine auf die nächsten quartalszahlen konzentrieren (und dem eigenen bankkoto) – kann man nichts machen. außer man tötet sie.
    und
    2b) aufgrund der fehlenden nachhaltigkeit und der immer kleiner werdenden zahl an teilnehmenden menschen am allgemeinen wirtschaftskreislauf ist der zusammenbruch sämtlicher systeme nur eine frage der zeit. und dann werden die nur noch sehr wenigen habenden von den extrem vielen nicht habenden getötet.

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  2. Das KANN funktionieren. Theoretisch. Wäre allerdings das erstemal daß es funktioniert.

    @knallbonbon: die „Habenden“ sind leider auch die, die Waffen und Verteidigungssysteme „haben“. Und Überwachungssysteme. Undsoweiter. Für mich persönlich besteht noch die Möglichkeit, in die Wildnis zu ziehen und mich selbst zu ernähren, falls ich das als Zivilisationskrüppel und Warmduscher überhaupt hinbekäme. In der Wildnis gibt’s kein Geld. Und wenn dann alles zusammenbricht, wäre mir das völlig wurscht.

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    • das dürfen sie doch alles haben – alleine die schiere masse der nichts habenden wird sie eines tages erdrücken.

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      • Die Geschichte lehrt uns: ist Wunschdenken. Ich kann den Wunsch aber nachvollziehen. Da bin ich ehrlich.

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        • die geschichte lehrt vor allem das es damals nicht so viele menschen gegeben hat.

          man kann eine vergangenheit – in der bis vor wenigen hundert jahren weltweit zu jeder zeit nur wenige hundert millionen menschen lebten – nur äußerst schwer zum vergleich heranziehen mit einer zeit in der es bald 8-9 milliarden menschen gibt.

          zB. – lass erst mal irgendwo (zB. afrika) eine richtige massenabwanderung beginnen – dann werden wir sehen in wie weit man die geschichte bemühen kann.

          es ist ja nicht mehr eine frage des OB, sondern nur noch WANN!

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          • Nein, der Vergleich ist sicher nicht ganz fair. Vor wenigen Hundert Jahren gab es noch keine Überwachungssatelliten, Nuklearwaffen, visuelle Massenmedienverdummung etc. ppp. – ich gebe Hans Söllner absolut recht, wenn alle aufstünden und zusammenhielten, hätten die oberen keine Chance mehr. Dennoch bin ich mehr als skeptisch und verweise mal wieder auf Gustave Le Bon’s „Die Psychologie der Massen“.

            Gruß

            Thomas

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          • tja mei, satelliten interessieren nicht allzu-sehr wenn es um millionen massen überwachung geht, ganz im gegenteil, genau dabei – bzw. meist schon viel früher – stoßen solche systeme an ihre grenzen.

            massenvernichtungswaffen – vor allem nukleare – haben die mehr als nur unangenehme eigenschaft auch auf ihre anwender eine mindestens ebenso verheerende wirkung zu haben, wenn auch zT. stark verzögert.

            und was die bildung anbelangt? noch vor 200-300 (in vielen teilen der welt sogar bis vor 100 und 50 jahren) jahren hatten ohnehin nur ca. 5% bis 10% aller menschen (einer jeweiligen gesellschaft) so etwas wie eine bildung – im heutigen sinne – genossen. ganz davon zu schweigen das die überwiegende mehrheit aller menschen nicht den blassesten dunst davon hatten was außerhalb eines ca. 100km großen radius geschah. noch dazu das es sowieso fast keinen interessierte. die massenverblödung, bzw. das ziel die maßen dumm zu halten, war also schon immer programm. das schlimme daran ist das „die massen“ oftmals freiwillig und mit elan daran mitarbeiteten und oftmals immer noch daran mitarbeiten. damals um den staus quo möglichst lange aufrechterhaltenen und heute die uhren wieder zurück-zudrehen.

            bspl. alle welt jammert darüber das zB. im bereich der bildung von staatsseite zu wenig mittel bereitgestellt werden. das stimmt zwar . . .

            – ABER –

            . . . gerade heute, wie niemals zuvor in der geschichte der menschheit, hat man (mindestens) EIN relativ billiges mittel zur verfügung dieses defizit auszugleichen (mindestens aber zu umgehen). DAS INTERNET (öffentliche bibliotheken sind ein weiteres). hat man also ein echtes interesse daran sich (selbst, seinen kindern, schülern etc.) zu bilden (bzw. weiterzubilden etc.), stehen einem im netz fast unendlich viele möglichkeiten zur verfügung. doch für was (hauptsächlich) wird die größte bibliothek der welt benutzt (zumindest vom allergrößten teil der teilnehmenden)? PORNO, dümmliche spielchen, promi-geschwätz, boulevard-müll und dergleichen sowei sich mittels tweets, tubes & co und dergleichen darüber auszutauschen wann und wo man gerade öffentlich gekotzt hat oder wer mit wessen geschlechtsteilen spielt.

            (allen göttern und göttinnen ;-) sei dank das sich langsam – wenn auch zögerlich – ein gegentrend ablesen lässt).

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  3. Aber na klar – RTL und Friede Springer helfen gerne.

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