Baboom: Kim Schmitz startet Revolution des Musikbusiness

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Kim Schmitz (Dotcom) hat nicht nur seinen neuen Sharehoster Mega erfolgreich gestartet, sondern bringt in Kürze eine Online-Plattform ins Netz, das das Musikbusiness komplett umkrempeln dürfte. Bisher hat man zwei Möglichkeiten, um Musik im Internet zu bekommen: Entweder man bezahlt lächerlich hohe Preise und bekommt dafür eingeschränkte Nutzung (Kopierschutz, kein Weiterverkauf etc) oder man holt sich die Songs umsonst, hat dann aber ein schlechtes Gewissen, weil die Künstler eben gar nichts für ihre Leistung erhalten.

Irgendwo dazwischen wachsen gerade Angebote wie Youtube oder Spotify, wo man für wenig bis garnichts legal Musik bekommen kann. Und es gibt sehr wohl eine Menge Musiker, die von Youtube, Spotify und Co leben können. Kims neuer Service, der demnächst online gehen soll, heisst nicht mehr Megabox (wie damals), sondern Baboom, und verbindet die Vorteile beider Welten.

Künstler stellen ihre Musik auf ihre Baboom-Seite, Fans können sie dort kostenlos und werbefinanziert oder wahlweise werbefrei und gegen eine geringe Gebühr herunterladen. Legal, mit der Gewissheit, dass die Künstler Geld bekommen, übersichtlich und mit voraussichtlich den üblichen Social Network Funktionen (Playlists, Fans, Likes etc).

Keine Frage: Die Musikwelt wird danach nie wieder so sein, wie sie einmal war, zumal Kim berühmte Freunde unter den Popmusikern unserer Ära hat, die bei ihm gerne Zugpferde spielen. Für die die grossen Musikkonzerne könnte Baboom das Aus bedeuten, und für das Internet ein Ende des totalitären Musikregimes. Wenn alle bei Baboom runterladen, gibt es keine Abmahnungen und Filesharingprozesse mehr.

Und das Internet darf endlich das sein, was es ist: Etwas Neues, mit einzelnen Eigenschaften von Leihbibliothek und Radiosender. Und ich wette, nach der Musikplattform Baboom wird es auch bald Angebote für Filme, eBooks und alles kopierbare geben. Dann sind wir endlich in der Gegenwart des 21sten Jahrhunderts angekommen.

torrentfreak, pic/grösser

8 Kommentare

  1. künstler, die nichts bekommen? an was erinnert uns das? vielleicht an die party eines gewissen herrn schmitz, der sich die leute kommen lässt und dann die rechnungen nicht bezahlt?
    trau, schau wem :)

    und ach ja, nur um das alte argument zu wiederholen, „werbefinanziert“ ist kienesfalls mi „kostenlos“ gleichzusetzen.

    andernfalls würde niemand mehr werbung schalten, wenn das ein verlustgeschäft wäre.

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    • Unbezahlte Rechnungen des Hernn Dotcom? Hat mit der Sache nix zu tun und ist nur ein „Argumentum ad hominem“; außerdem ist es allemal besser, die „Kosten“ in Form von Werbung zu ertragen, als die Werbung (und Anti-Raubmordterroristenpropaganda) der Verwertungsindustrie direkt über den Kaufpreis zu finanzieren, und sie sich dann auch noch reinziehen zu müssen, denn dann zahlt man, deiner Argumentation folgend, ja doppelt… ;-)

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  2. Ach, da ist ja schon der erste Mitarbeiter des Ancien Musik-Regime, dem das alles prompt gar nicht gefällt. Klar, Meinungsfreiheit.

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    • Werbefinanziert geht eben auf seine Kosten ;) Weil er seinen „Job“ verliert.

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  3. Und wahrlich, ich sage euch: „Sollte der Antichrist die goldenen Pfründe unserer heiligen Musikindustrie in seine feisten Hände bekommen, so wird allerorts Heulen und Wehklagen herrschen! Besonders bei uns, die wir ein heiliges Recht darauf haben, unwirkliche Geschäftsmodelle bis in alle Ewigkeit fortzuführen.

    So lasset uns vertrauen auf unsere Lobbyisten.

    Gema! äh, Amen!

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  4. wäre sehr schön wenn zumindest in einem wirtschaftszweig die völlig nutzlosen und komplett unproduktiven blutsauger verschwinden würden.

    natürlich werden nicht alle verschwinden, aber vllt. mal ein großer teil davon. alleine das wäre schon ein sehr großer fortschritt.

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