Konkurrenz ist der Tod der Musikindustrie

DEVO_SFE

David Gerard beschreibt in seinem Blog Rocknerd sehr ausführlich und anschaulich, worin das eigentliche Problem der “Musikindustrie” (a.k.a. Tonträgervertriebsindustrie) liegt: Konkurrenz.

Durch die heute für wenig Geld verfügbare Technik ist es jedem halbwegs Kreativem möglich, Musik aufzunehmen und zu verbreiten – das war früher nur mit grossen Investitionen in Aufnahmestudios, Schallplattenpreswerke, Vertriebsstrukturen und Einzelhandelgeschäfte möglich.

David sagt: “Es gibt zuviel Musik, und zuviele Musiker, und die Amateure sind oft gut genug für die Öffentlichkeit”. Das sei gut und gesund für unsere Kultur, aber nicht für die Musiker selbst. Er weist auch ganz richtig darauf hin, das die Situation ind er zweiten Häkfte des 20sten Jahrhunderts, nämlich industrielle Verwertung von Musik, ein Einzelfall ist. Etwas, das der Vergangenheit angehört und auch nicht zurückkommt. Wegen der – ich nenn’s jetzt mal so – Demokratisierung von Musik.

Dasselbe Problem bekommen wir übrigens bald auch bei Büchern und Filmen, nur wird es dort nocch nicht so deutlich wahrgenommen. In jedem Fall ist der Prozess unumkehrbar. Egal, wieviele Lobbyanstrengungen die alten Medienkonzerne unternehmen. Die Konkurrenz der Kreativen geht dadurch nicht weg.

rocknerd, pic devo

3 Kommentare

  1. Bei Büchern sehe ichs auch wohl bald kommen, bei kurz geschichten usw ist es doch schon so, die großen sachen werden dauern aber kommen auch bestimmt bald.

    Beim Film wird es schwerer, klar auch heute gibts kurz filme trailer usw von leuten privat die echt perfekt wirken. aber für nen richtigen film braucht man dann doch immer noch viel technik, viele leute die in ihren gebieten gut ist usw. Denke genau darin werden die studios noch lange gut sein, diese leute zusammen zu bekommen und auch vorher zu bezahlen das man anfangen kann zu arbeiten.

    Aber glaube wenn ich in dieser industrie wäre, würde ich meinen laden darauf ausrichten nun neue Leute zu suchen und aufzubauen, auch ausbildung dieser vermarktung wäre mein ziel, weil die stars können bald sowieso selber alles auf die beine stellen, also muss man immer wieder neue stars erzeugen sonst geht einem das geld aus um die alten zu bezahlen die immer mehr wollen und die mich immer weniger brauchen.

    Kleine Künstler haben es schwer bekannt zu werden auch fehlen ihnen kontakte und auch mal das geld sich richtig um ihre kunst zu kümmern.

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  2. Tja, sieht so aus, als ob das Prinzip: Ich werde Rockstar und bekomme automatisch Millionen, am aussterben wäre. Na und?

    Ich mache Musik und kann davon nicht leben?
    Na schrecklich. Dann macht was anderes! Hat sich bei Schriftsetzern doch auch niemand bei „Anti-Quark-Express“-Demos auf die Straße gestellt.

    Ich bin eine Industrie und habe die Lizenz zum Gelddrucken verloren…. usw usf

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  3. Na, dafür hat also Gutenberg den Buchdruck erfunden…..aber ob unsere heutigen Medien die Haltbarkeit einer Gutenbergbibel (nach 500 Jahren bei korrekter Lagerung immer noch tadellos) erreichen, stelle ich mal in Frage … wo ist in unserer schnellebigen Zeit die Beständigkeit geblieben?

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