Computer vernichten die Hälfte aller Arbeitsplätze

metropolis

Innerhalb von 20 Jahren. Eine Studie von Dr. Carl Benedikt Frey und Dr. Michael A. Osborne (beide University of Oxford) erklärt uns, dass innerhalb der nächsten beiden Dekaden 47 % aller Arbeitsplätze von Computern und Automation übernommen werden.

Von den über 700 untersuchten Berufen seien Transportwesen, Logistik, Büro/Verwaltung besonders betroffen. Die Einsparungen kommen den Profiten der „Big Data“ Konzerne zugute. Sicherer seien Berufe im kreativen und sozialen Bereich – die aber erfahrungsgemäss auch immer schlechter bezahlt werden. Die beiden Wissenschaftler weisen darauf hin, das die verwendeten Daten zwar aus den USA stammten, die Ergebnisse aber auch auf die anderen Industrieländer übertragbar seien.

Weitere 47% Arbeitsplatzabbau bedeutet für uns, dass dann weniger als die Hälfte der Erwerbsfähigen auch einen Job haben, davon viele im kreativ-sozialen Niedriglohnsektor. Alle andere müssen sich dann einmal pro Woche im örtlichen Jobcenter als Sozialparasiten, Arbeitsverweigerer und Faulenzer beschimpfen lassen.  Oder eine Partei wählen, die auch für BGE offen ist. Aber das sagte ich schon.

(Studie als PDF) kurzweil, pic: metropolis

12 Kommentare

  1. Oder die Mistgabel in die Hand nehmen und endlich mal den Rasen betreten!

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  2. So wenig? würde mal sagen in anderen ländern werden es noch viel mehr stellen sein. Deutschland vielleicht sogar nen tick weniger weil wir in der richtig ja garnicht so schlecht sind, dank der doch recht hohen löhne.

    Aber man sollte vor dem BGE erstmal eine finanzierung dafür aufbauen und die stampf keiner aus dem nichts.

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    • ja eben, da müsste man den multi-millardären am end was wegnehmen, das geht ja mal garnicht, wie sollen sie dann noch ein würdevolles leben führen??

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      • Ist doch egal wem man was weg nimmt das ganze müsste man zuerst anleiern. Wenn der Staat erst beginnt zu bezahlen und man sich dann gedanken macht woher man das geld nimmt wird es doch nicht klappen.

        Und Ob es reicht an privat vermögen zu gehen hat wohl auch keiner ausgerechnet oder? Wenn man Firmen nimmt wie will man es machen welche usw.

        BGE ist ein Tolles ziel aber der weg dahin ist leider nicht leicht.

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  3. „47 % aller Arbeitsplätze von Computern und Automation übernommen werden“

    und autos werden autos kaufen – um geld zu verdienen – um autos zu bauen die dann wiederum an autos verkauft werden“

    is klar, ne?

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    • Lol, gutes Argument. Kann aber sein dass manche das nicht direkt verstehen.
      Im Prinzip hatte ich das selbe Argument gemacht, nur in optimistisch, und hoffentlich für alle verständlich. (Wobei: Wie gesagt: Ich bin auch von deinem Argument angetan. :)

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    • Solang die Computer sich noch nicht selber programmieren können, wirds da wenigstens noch ein paar Menschen brauchen.
      Mal gucken wie langs dazu noch dauert.
      Hm, die Logik der Computer bei „I robot“ war gar nicht so verkehrt.

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  4. Das ist ein Fehlschluss. (Siehe Parabel des zerbrochenen Fensters.)

    Es wird ja auch Geld eingespart, und Wohlstand durch billige Preise generiert.
    Das Geld was dann übrig ist muss ja irgendwo hin.
    Und das schafft neue, bessere Arbeitsplätze. Denn den primitiven Mist muss dann niemand mehr tun.

    Genau so wie es den Beruf des „Computer”s nicht mehr gibt. Und welcher Mensch mit gesundem Verstand würde argumentieren dass dessen Automation insgesamt was schlechtes war?

    Aber dass du so einen angstgenerierenden Unsinn von Kurzweil hast, überrascht mich nach seinem berüchtigten „Singularität”s-Fehlschluss nicht. (Da die Beschleunigung des Fortschritts sich selber ausbremst, endet sie wie alles andere in der Natur in einem Gleichgewicht, und kann den Punkt der „Singularität” niemals erreichen.) Der Typ hat halt ein Faible für Katastrophenszenarien.

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    • Das heißt aber das die preise soweit sinken müssen das man ohne job in den wohlstand kommt sich sachen zu erlauben wo man menschen beschäftigt die gut bezahlt werden. Da kommt dann halt langsam das BGE ins spiel wenn jeder genug kohle hat zum leben kann man gute ideen ausprobieren. Frage ist halt wie bezahlt man das, und da müsste man wohl wiederum etwas wie mehrwertsteuer einführen so das alles was hergestellt wird besteuert wird statt heute vorallem den arbeitslohn zu besteuern. Was ja ein grund ist warum maschinen so viel günstiger sind, die zahlen keine steuern.

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      • Stimmt natürlich: Das Ganze klappt nur, wenn die Bonzen die Ersparnsse auch an die Kunden weitergeben. Also nicht bei Monopolen/Oligopolen/Kartellen/Lobbykontrolle/Copyright und ähnlichen Verbrechen.

        Aber dass die Ersparnisse nur daher kämen dass sie keine Steuern zahlen ist Unsinn. Eine Maschine braucht viel weniger zur Lebenserhaltung und nimmt ja sonst kein Gehalt. Die Steuerersparnis ist nur ein proportionaler Nebeneffekt.

        Unsinn wie eine Merwehrtsteuererhöhung ist dazu garnicht nötig. Ausser man verfolgt niedere Ziele, und will deswegen Deflation verhindern.
        Aber wo ist das Problem mit… sagen wir als Beispiel mal 10€ Monatsgehalt, wenn man auch u.a. für 10¢ am Tag essen kann?

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        • Schon klar habe ich mich falsch ausgedrückt. Natürlich wäre eine maschine immer noch billiger wenn sie auch steuern bezahlen würde, zumindest bis zu einer gewissen steuer höhe. Aber als jemand der Maschinen herstellt und Wartet kann ich dir sagen das Teilweise maschinen ganz schön hohe Lebenserhaltungskosten haben. Klar die essen net, brauchen aber schmierung energie, haben teile verschleißt müssen gereinigt werden. Das kann schon ziemlich teuer sein. Aber Denke schon das Maschinen auch Steuern zahlen müssten oder so sonst würd das ganze irgendwann zusammen brechen. Den du musst das ganze schon irgendwo bezahlen solange du den kapitalismus net abschaffen willst :) Den solange gibts immer wen der geld aus dem system sammelt und dann muss irgendwo neues her.

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  5. Das passiert doch ständig. Industrielle Revolution im 19. JH. Fließband-Fertigung, Anfang 20. JH. Elektronische Datenverarbeitung, ab Anfang 80er-Jahre. Da sind schon 100.000e, Millionen Jobs „vernichtet“ worden, und trotzdem ist die Arbeitslosigkeit nicht bei 30%; und keiner vermisst Jobs wie „Gaslaternenreiniger“, „Vermittlungsdame“ oder die Dame, die Handgeschriebenes nochmal abtippt (ja, das waren früher hauptsächlich Frauen). Die Berufe verschieben sich, neue werden gebildet, neue Tätigkeitsfelder tun sich auf. Alles Panikmache, schon seit hunderten von Jahren. Schon der Buchdruck hat die Schreiber überflüssig gemacht, und trotzdem sind nicht alle arbeitslos geworden…

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