USA verliert Kontrolle über das Internet

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Ebenso wie der Rest der Welt galt das Internet für die US-Regierungen der letzten Dekaden als erfolgreich kolonisierter und kontrollierter Raum. Das ändert sich gerade. Die für den „Cyberspace“ zuständigen internationalen Gemeinschaften wie ICANN, IETF, W3C, IANA veröffentlichten am 7. Oktober die „Montevideo Erklärung“.

Darin betonen die Konferenzteilnehmer, dass das Internet mehr als bisher unter internationaler, autonomer Übericht stehen müsse. Und nicht, wie bisher, unter US-Aufsicht. Am Tag nach der Erklärung traf ICANN-Chef Fadi Chehadi mit der brasilianischen Präsidentin und erklärten Kritikerin der USA, Dilma Rousseff, zusammen und bat sie, ihren Führungsanspruch auf eine neue Ebene zu heben, damit alle gemeinsam die Kontrolle ausüben könnten“.

So etwas könnte in den USA als anti-amerikanische Haltung interpretiert werden, stellt sich aber zumindest klar gegen den Cyber-Imperialismus der NSA und ihrer Hilfstruppen. Wir wünschen den Internet-Diplomaten vel Glück; es geht schliesslich um nicht Geringeres als die Unabhängigkeit der Kommunikation und Information dieser Welt.

montevideo statement, internetgovernance

5 Kommentare

  1. ICANN, IETF, W3C, IANA machen Druck

    Interessant ist die am 7. Oktober veröffentlichte  “Montevideo Erklärung”.  der ICANN, IETF, W3C, IANA.  Darin wird vor einer Fragmentierung des Internets gewarnt genauso wie vor den Bestrebungen der Kontrolle durch…

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  2. Das heisst „Montevideo-Erklärung”!

    Will Politik machen, und kann kein Deutsch… Peinlich, ey.

    Selbst das Packblatt „Bild” kann das.

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    • Ach, du meinst den Bindestrich? Ist mir relativ egal, weil die Lesbarkeit sich dadurch nicht verändert. Ich hab übrigens mehrere nichtregelkonforme Schreibweisen.

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    • dann erklär uns doch mal die regel für das komma vor dem und. sowie warum du heißt mit SS schreibst.

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      • „und “ ersetzt nicht automatisch das komma. ich verwende letzteres gerne, um nebensätze abzugrenzen. regel: komma da, wo du atmen würdest. und „ss“ ersetzt „ß“ im deutschen nur bei kurzen vorangegangenen silben, im schweizerischen immer. there you go.

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