Der höchste Slum der Welt

in Caracas steht der Torre de David, ein 45stöckiger Wolkenkratzer. Eigentlich begann der Bau des Centro Financiero Confinanzas, wie das Gebäude damals hiess, im Jahr 1990. Dann kam die nationale Bankenkrise. Seither stand das Ding unfertig mitten in der Stadt, bis 2007 Hausbesetzer einzogen.

Heute ist der Turm bis zum 28sten Stockwerk besiedelt, es gibt gemeinschaftlich bereitgestelltes Wasser, Strom, Satelliten-TV. Alles auf einfachem Niveau, aber ein Zuhause für 2500 Menschen. Weil es keine Aufzüge gibt und die Autozufahrt nur bis zum 10ten Stockwerk reicht, müssen manche jeden Tag 18 Stockwerke (oder mehr) über Treppen steigen. Die Hausbesetzer sind von der Regierung geduldet, sie renovieren die Bauruine selbst, ziehen Wände ein, schaffen den Müll weg, machen den Beton wohnlich. Da sind die Venezolaner uns voraus. Wir werden solche Wohnmodelle erst in ein paar Jahren bekommen, wenn das Prekariat zur grössten Bevölkerungsgruppe in unserem Land, und Wohnraum unbezahlbar geworden ist. Vice hat ein Video dazu gemacht.

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