Gefahr für US-Soldaten in Deutschland: Copyright

wiesbaden advisory

In Deutschland stationierte US-Soldaten sehen sich einer wachsenden Gefahr ausgesetzt. Diese geht allerdings nicht von bärtigen und mutmasslich ungekämmten Mullahs aus, sondern von den Handlangern der eigenen Copyrightindustrie, den Abmahnkanzleien.  Die Rechts­abteilung der US-Streikräfte in Wiesbaden (Army Judge Advocate General’s Corps) hat deshalb eine Empfehlung herausgegeben.

Demnach sollen sich Angehörige der US-Streitkräfte, mit einer solchen Abmahnung wegen nicht lizenziertem Downloads von in Europa nicht, noch nicht oder nicht in englischer Sprache erhältlichen US-Serien und -Filmen sofort von einem Anwalt beraten lassen, statt einfach zu bezahlen oder gar nichts zu tun.

Das mag jetzt als Ironie erscheinen, ist es aber nicht: Der Copyright-Imperialismus Hollywoods und verwandter Branchen richtet sich nicht in erster Linie gegen andere Länder, sondern gegen alle Angehörigen der unteren und mittleren Einkommensschichten, ungeachtet ihrer Nationalität.

PDF via torrentfreak

4 Kommentare

  1. Wie wär’s, wenn ein paar US-Soldaten, die in D stationiert Abmahnungen erhalten, mal zu den Waffen greifen und die Abmahnkanzlei besuchen…ich bin doch bestimmt nicht der erste, der auf so eine Idee kommt, oder?

    ;)

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    • Das wäre nicht mehr US-Hoheitsgebiet, und käme einer Invasion gleich. Also einer impliziter Kriegserklärung.

      Gaaaanz schlechte Idee!

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      • P.S.: Die Korrekte Methode ist, die Kanzlei in die Basis zu locken. Alles was unerlaubt die Basis betritt, darf nämlich ohne viel Drumherum erschossen werden.

        Nicht dass das moralisch akzeptabel wäre. Bestenfalls ist man damit so schlimm wie einem seine schlimmsten Feinde.

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  2. irgendetwas stimmt da nicht ganz. US-forces-wohnsiedlungen und arbeitsstätten gelten als amerikanisches hoheitsgebiet. dort können weder deutsche anwälte, polizei oder gerichte etwas ausrichten ohne einen „auslieferungs-, überstellungs- oder kooperationantrag“ an die US-forces-behörden.zu stellen. dieses geschieht aber eigentlich nur bei schwerverbrechen wie mord, vergewaltigung oder äußerst schwerer körperverletzung.

    nach durchlesen des schreibens (und der stellungnahme auf torrentfreak) gehe eher davon aus das sich dieses hauptsächlich an soldaten und US-zivil-personal richtet die/das außerhalb der US-forces-siedlungen – also in deutschen wohnungen – leben.

    die sollen es zwar nicht ignorieren, aber auch nichts zahlen, nichts unterschreiben oder wie auch immer mit diesen anwaltskanzleien kommunizieren, sondern sich mit einem US-forces-anwalt in verbindung setzen (soviel ich noch von früher weiß kostet es die soldaten und US-zivil-angestellten ja nichts oder nur ganz wenig).

    diese anwäte werden sich dann mit den „troll-kanzleien“ in verbindung setzen und ihnen den „finger“ zeigen.

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