TPP-Verhandlungen stocken, US-Weltherrschaft bedroht

tpp-pacific

Parallel zum sogenannten „Freihandelsabkommen“ TAFTA/TTIP mit Europa verhandeln die USA die TPP (Trans Pacific Partnership) mit den Anrainerstaaten des pazifischen Ozeans. Eine der dort beteiligten nationalen Delegationen hat Verantwortung beweisen und die Papiere zum Stand der Verhandlungen an Wikileaks übergeben.

Wir erfahren, dass die USA weitreichende Erleichterungen für ihre Exportindustrien fordert, auch wenn diese Forderungen zu einem früheren Zeitpunkt von den Partnerländern abgelehnt worden waren. Australien zeichnet sich als besonderer Hafen der Vernunft aus und weigert sich demnach, der US-Copyright-Industrie weitreichende zusätzliche Rechte zu überlassen. Auch und gerade im medizinischen Bereich versuchen die USA, ihren Konzernen Vorteile beim Patentrecht zu verschaffen. Es geht also im Wesentlichen um Immaterialgüterrechte, das Öl, oder die Kernenergie des 21sten Jahrhunderts.

Der Nobelpreisträger für Wirtschaft, Joseph Stiglitz von der Columbia University School of Business, schrieb an die Verhandlungsdelegationen die dringende Bitte, solchen Versuchen, Monopole im Gesundheitsbereich zu etablieren, energisch entgegen zu treten. Die TPP würde Konsumenten und Kreative auf lange Sicht benachteiligen, und den Handelskonzernen Vorteile verschaffen.

Ich sags nochmal eins deutlicher: Dasselbe machen die USA gerade Europa gegenüber mit TAFTA/TTIP. Sie versuchen, unsere Kultur, unser Wissen und unsere Gesundheit zu stehlen. Wir müssen dagegen kämpfen, wenn es unsere Regierung schon nicht tut.

forbes, wikileaks PDF1, PDF2

tafta-map

4 Kommentare

  1. aber wie ?? ichmach sofort mit….

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    • Ein wichtiger Schritt wäre natürlich – und das werfe ich Dir jetzt nicht vor – mal aufhören die konservative Regierung mit knapp Absoluter Merheit zu bestätigen.

      Und nur zu sagen – ich habe sie nicht gewählt ist auch zu wenig… Aktiv mitmachen z.B. bei den Piraten und einigermaßen unermüdlich das Wissen an die knapp 50% weiterreichen.

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    • Erstmal: Die leben alle nur so lange, wie sie Geld bekommen. Und wo kommt das Geld her? Aus unseren Gehältern und Steuern.

      Also: Da abschneiden was geht. Also Geld so lokal wie möglich ausgeben. Am besten ist es, wenn man Freunde für alles hat. Ich helf ’nem Bauer bei der Elektrik, Elektronik, Computerfragen, und dergleichen, und er gibt mir was von seinem Gemüse und Fleisch.
      Hat ganz nebenbei auch den Vorteil, dass es billiger ist, besser schmeckt, gesünder ist, *und* fairer ist.
      Und Ich hab genug Freunde die in guten Bands sind oder DJs sind, oder Alkohol brauen… mit dem Saft vom Bauern gibts dann auch Drinks, und die Party ist sicher.

      Nur mit Hightech wirds was schwer. Alles andere kann man aber lokal in der Gemeinschaft machen.

      Und ganz nebenbei vereinsamt man nicht, so wie die Meisten heutzutage.

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  2. Sowas wie ein „Immaterialgut“ gibt es genau so wenig, wie ein Ort nördlich vom Nordpol. Es ist ein Widerspruch in sich. Das hast (unter anderem) du mich doch gelehrt!

    Es geht um Schutzgelderpressung und Geld für Nichtstun einstecken wollen. Ganz klassisches Verbrechen.

    War das nur ein „Lapsus“, oder hat die Propaganda des organisierten Verbrechens schon bei dir angeschlagen? (Auf wievielen „Konferenzen“ und „Veranstaltungen“ warst du schon, und wie viele davon waren erwiesenermaßen keine Lobbyisten?)

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