Urugay legalisiert Cannabis

Nicht: „Kündigt an“, sondern „Legalisiert durch Beschluss des Parla­ments“. Vorgestern. Ein Vorbild für die freie Welt. Der Präsident des südamerikanischen Landes, Jose Mujica, erklärte gegenüber der Presse:

„Wir hatten bisher diesen Markt den Drogenhändlern überlassen, und das ist destruktiver für die Gesellschaft als die Droge selbst“. Jetzt können Uruguayer Cannabisprodukte in verlässlicher Qulität kaufen, und der Staat bekommt die Steuern, während das organisierte Verbrechen eine seiner wichtigsten Einnahmequellen verliert. Eine Win-Win-Situation. Das brauchen wir in Deutschland auch. Nicht nur für Cannabis, sondern für alle bisher illegalen Genussmittel. Zur Illustration oben ein albernes Musikvideo von Pato Banton und dem 420 Magazin.
reuters, forbes

5 Kommentare

  1. ja obacht. bevor wir uns jetzt hier ein zweites loch in arsch freuen … da is das letzte wort noch nich gesprochen. ich begrüße die entwicklung ja sehr, aber:

    —– schnipp —–
    Die Legalisierung von Marihuana wird jedoch nach einer jüngsten Umfrage in Uruguay nur von 26 Prozent der Befragten unterstützt, während 63 Prozent sich dagegen aussprachen. Die Opposition hat bereits am Donnerstag angekündigt, sie werde ein Referendum anstrengen, wenn das Gesetz durch den Senat komme und vom Präsidenten unterzeichnet werde. In Uruguay können Volksabstimmungen mit Unterstützung von zwei Prozent der Stimmberechtigten einberufen werden. Die Abstimmung ist bindend, wenn mindestens 25 Prozent der Wahlbürger daran teilnimmt.
    —– schnapp —–

    src: http://www.berliner-zeitung.de/politik/parlament-in-uruguay-fuer-marihuana-legalisierung,10808018,23883128,view,asTicker.html

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  2. Und in großen Teilen der restlichen Welt werden Cannabiskonsumenten weiterhin kriminalisiert, entwürdigt, verunmenschlicht, eingesperrt oder sogar getötet.

    Gleichzeitig werden durch die Droge Ethanol auch heute (wie jeden Tag in Deutschland) ~200 Personen direkt oder indirekt sterben. Die Politik nennt die Legalität von Alkohol „Kultur“, während 3-5 Millionen Cannabiskonsumenten als Kriminelle gebrandmarkt werden. Dabei glühte jahrtausende lang vor dem Import von Tabakwaren in ganz Europa höchstens Knaster (=Cannabis). Alkohol wurde erst durch/mithilfe der Kirche etabliert.

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    • KIRCHE (wie organisierte religion allgemein) ist zwar richtig scheiße – aber alles kann man denen auch nicht in die schuhe schieben.

      biere und weine werden schon viele jahrtausendelang – mal in größeren, mal in kleineren mengen (je nach jahrhundert und kultur) – gesoffen.
      der unterschied ist nur das erst in den letzen paar wenigen jahrhunderten (also lange zeit nach der erfindung des „destillierhelms“ vor etwa 1000 jahren – erst dieser ermöglichte die herstellung von hochprozentigen sogenannten trinkalkoholika) hochprozentige alkaholika jenseits der 1- 15% (gärungs)-grenzen allgemein (lange zeit war hochprozentiger alkohol hauptsächlich nur alchemisten vorbehalten) zugänglich wurden.
      aber auch hierbei hatte die kirche keinerlei beabsichtigte mitwirkung. genauso-wenig wie bei gärungs-metoden oder brauverfahren. woran sie allerdings starken anteil hatten ist die immer weitere verfeinerung der ursprünglichen methoden und verfahren, sowie beim anbau und kultivierung der rohstoffe.

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  3. UNO–Drogenwachhund: Uruguay darf Marijuana-Verkauf nicht legalisieren
    Warnt, dass das Land gegen Vertrag verstößt…
    …Dieses Abkommen, damals zustandegekommen auf Druck der Vereinigten Staaten von Amerika, verpflichtet den gesamten Planeten dazu, Marijuana zu kriminalisieren, …
    http://antikrieg.com/aktuell/2013_12_12_uno.htm

    Wieso wird kein Druck auf die Staaten der USA ausgeübt, wo es (teil-) legalisiert ist?…

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  4. [ „25 Prozent der Wahlbürger daran teilnimmt“ ]

    och ja. hüben wie drüben – kriege mal 25% aller wahlberechtigten bürger für ein EINZELTHEMA an die wahlurnen.
    immerhin hat urugauy knapp um die 4 millionen einwohner.

    würde man nun zugrundelegen das knapp 3 mio. davon wahlberechtigte bürger sind – kann man selbst angesichts der angegebenen %-zahlen (die ich persönlich stark bezweifele) den urguayos jetzt schon zur legalisierung gratulieren.

    dieses „neue“ gesetz ist ja sowieso nur die konsequente erweiterung bereits bestehender gesetze da der anbau und besitz von marihuana/hanf für den persönlichen gebrauch LEGAL ist.

    spätestens wenn die jetzigen gegner erkennen welche immensen wirtschaftlichen möglichkeiten – weit jenseits vom konsum als rauschmittel – durch den anbau von hanf in seinem natürlichen zustand entstehen werden auch diese ziemlich schnell umschwenken in ihrer meinung.

    ist erst mal die komplete legalisierung durch ist es es nur noch eine frage der zeit bis eine ganze industrie – vom anbau bis zur verarbeitung – in das land zieht. und die wird kommen ist doch deren eigentlicher rohstoff das naturbelassene hanf (das genmanipulirte nierig-THC hanf hat einfach nicht die benötigten eigenschaften des naturbelassenen).

    im endeffekt würde dieses 6 vorteile (bei absolut NULL nachteilen) mit sich bringen:

    eindämmung der org. kriminalität
    entlastung der polizeibehörden uund gerichte
    generietrung sofortiger steuereinahmen
    einführung und etablierung neuer wirtschaftszweige
    gererierung von arbeitsplätzen
    zukünftige erhöhte steuereinnahmen

    natürlich sind die konservativen dagegen und hetzen die leute auf.

    aller erstens sind diese – wie es verlogenen konservativen, und im besonderen christlichen, weltweit zu eigen ist – sowieso zutiefst mit der jeweiligen örtlichen organsierten kriminalität verbunden und verwoben. sie fürchten also dorch deren zurückdrängung und schwächung um eigene macht und pfründe.

    und 2tens: sollten die mitte-links regierungskoalition hierdurch besonders große erfolge feiern können so wären die konservativen erst einmal komplett aufs abstellgleis manövriert.

    .ich möchte gar nicht wissen wieviele konservative parteien undorgs aus unseren breitengraden und im besonderen aus den USA über die uruguayschen konservativen kampagne fahren man erinnere sich an die paar male – sofern man kann – als die gleiche debatte in den niederlanden anstanden hanf und hanfprodukte völlig zu legalisieren.

    ist doch immer wieder der gleiche wix.

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