Kinderfotos, im Internet, gegen Geld

awg_front

Fotos von unterschiedlich bekleideten Kindern eignen sich heute bereits zum Beenden von ganzen Politikerkarrieren. Um so erstaunlicher, dass die problematischen Abbildungen in manchen Teilen unserer Wirtschaft noch als muntere Werbemittel angesehen werden. Ein Leser (vielen Dank nochmal!) machte mich darauf aufmerksam, dass die Modehauskette AWG (Allgemeine Warenvertriebs-Gmbh) aus dem baden-württembergischen Köngen auf Facebook, der Unternehmenswebsite und in Rundmails an Kunden auffordert:

“Poste uns das schönste Kinderbild”. Und weiter lesen wir erstaunt: “Gesucht sind Kids im Alter von 0-14 Jahren. Zu gewinnen gibt es ein spannendes Kinder Shooting [sic] für unser Prospekt [sic] und Einkaufsgutscheine im Gesamtwert von 450€“. Das ist – gelinde gesagt – dämlich, und letztlich eine durchsichtige Nummer. Eltern sollen aus lauter Stolz über ihren gerade gewachsenen Nachwuchs dazu animiert werden, letzteren für Werbefotos herzugeben. Welche dann wiederum von sexuell benachteiligten älteren Herren als mehr oder weniger anregend empfunden werden. Jetzt mal unter uns, AWG: Ist das euer Ernst? Kann man das alles nicht mit etwas mehr Fingerspitzengefühl? Nicht in Bawü? Na dann…

7 Kommentare

  1. komisch wie sich wieder aufgeregt wird, dieses mal absolut nachweislich zu unrecht da dieser herr edathy sich nach geltendem strafrecht nichts hat zuschulden kommen lassen.

    und sehr komisch ist es erst recht wenn man bedenkt das die diskusionen zB, über sämtliche kirchenangehörigen – die tatsächlich ihre dreckigen schwänze in kindlichen geschlechtsöffnungen und mündern hatten und über jahrzehnte (eigentlich und mit sicherheit über jahrhunderte) hinweg fleissigst missbrauchten, vergewaltigten und foltertern – schon lange verstummt sind!

    aber naja, regen wir uns über einen spd’ler auf (wärs nämlich einer aus den schwarzen parteien, oder der gelben eiterbeule gewesen, wäre die ganze sache höchstwahrscheinlich gar nicht erst öffentlich geworden) und lynchen ihn am besten gleich.

    und das alles obwohl wir die bilder selber noch nicht mal gesehen haben. da ist von jungs die rede und von kindern, sache ist aber (da es sich um legale abbildungen – sogar in kanada zugelassene bilder handelt – ist es ja gar nicht mal abwägig anzunehmen das es sich um 16, 17 oder 18 jährige junge männer handelt) das dann immer in der explizit kindlichen form geredet wird – zB. wenn es darum geht jemanden öffentlich/politisch schaden zu wollen. und erst richtig komisch finde ich es aber wie diese 16, 17 oder 18 jährigen „kinder“ in den gleichen medien immer dann ganz schnell zu erwachsenen mutieren wenn sie etwas ausgefressen haben (saufen, cannabis rauchen etc.) oder wenn sie wegen zB. sozialer missstände auf die straße gehen oder gegen zB. banken und regierungen demonstrieren. dann – ja dann werden aus den vormals gleichen 16, 17 oder 18 jährigen „kindern“ immer ganz schnell erwachsene die mit aller härte des gesetzes verfolgt und bestraft werden müssen.

    scheiß verlogene gesellschaft verschissene.

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  2. Knallbonbon,
    Dein Kirchenhaß ist etwas überzogen. Kann ich verstehen, denn wir hatten da ja eine wirkliche Hexenjagd auf uns losgelassen.
    Aus welchem Winkel jedoch? frage ich mich.
    Und warum nur in eine Richtung?

    In meinem Heimatdorf war der evangelische Pastor versetzt worden, weil er sich zu „gut mit Jungen stand“.
    Und wenn wir weiter herumschauen, finden wir daß dort, wo die ganze Dreifaltigkeitskrieg von Feministinnen, Atheisen, und erstaunlicherweise LGBT-Leuten begann, in den USA, den etwa 700 sündigen Geistlichen über 1250 Pfadfindermißbraucher gegenüberstanden – und all das über 230 Jahre zurück! als nämlich beide, Kirche und Pfadfinder Homosexuelle von Priester- bzw. Führerschaft ausschlossen – mit grossem Erfolg!

    Was sich da also in unserer „freien“ Presse und Medien abspielte, war eine politische Kampagne aus ganz anderen Gründen als Sorge um Kinder. Es war von feminister Seite das imännliche Monopol in der Priiesterschaft – von atheister Seite ein neuer aggressiver „Kulturkampf“, wie in Frankreich nach der Revolution – und von homosexueller Seite (was ja total unsinnig scheint) als quasi volle Weißwäshe, als hätte das mit all dem Schmutz nichts zu tu gehabt.

    Das große Fangwort hier wurde „Paedophilie“ – ein Wort, das eigentlich (reine) LIebe zu Kindern, wie bei Eltern, guten Lehrern, usw. bedeutet. Dies wurde, und ich habe den Verdacht, eben auch um Eltern und (männliche) Lehrer immer mehr verdächtig zu machen und von Kindern wegzuschaffen, an die Stelle des deutlichen Wortes „Paederastie“ gestellt, das den ‚Eros, das Geschlechtliche klarstellt.

    Mit diesem Trick wurde die Gleichgeschlechtlichkeit der Verghehen aus dem Blick geschafft. Bei den Priestern waren aber 98% davon klar gleichgeschlechtlich (d.h.: homosexuell), bei den Nonnen 100%, und bei den Pfadfindern ebenfalls. Vielleicht erklärt das, warum wir von Strafverfolgungen gegen Nonnen und Pfadfinder nicht viel gehört haben – es ist nicht politisch genehm.

    Was aber ebenfalls durch den Fokus in einer Richtung verloren ging, war der Blick, wo solche Dinge sonst vorkommen: Kinderheime, Jugendorganisationen, Sportvereine, Jugendstrafanstalten (berüchtigt dafür) und andere. Das, fürhte ich, war kein Zufall, sondern schlaue Politik: Wirf Dreck an eine Wand – und halte den eigenen Jagdbereich hinter den anderen so frei verfügbar wie schon immer.

    Wir sind alle wieder politish betrogen worden.

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    • KLeine Korektur:
      „..dort, wo der ganze Dreifaltigkeits-krieg von Feministinnen, Atheisen, und erstaunlicherweise LGBT-Leuten begann, in den USA, den etwa 700 sündigen Geistlichen über 1250 Pfadfindermißbraucher gegen-überstanden – und all das über 20 Jahre zurück! als nämlich beide, Kirche und Pfad-finder Homosexuelle von Priester- bzw. Führerschaft ausschlossen – mit grossem Erfolg.“
      (Die Anzahl der Jahre hatte sich auf zwei Tasten verirrt – die Anzahl der Mißbraucher ist korrekt: ca. 700 :1257.)

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    • da gehe ich mit dir vollkommen konform. die kirchen bzw. das personal derselben war nur EIN bspl.

      deine ausführungen kann man – bis auf die persönlichen einlassungen deinerseits – fast nahtlos den meinen hinuzufügen ohne das sich dabei das fazit ändern würde.

      den von dir festgestellten hass auf alles kirchliche – eigentlich auf alles religöse – ist meinen ureigensten erfahrungen – die ich hier nicht weiter ausführen werde – geschuldet. nur soviel: nein – nicht explizit wegen sexuellen misbrauchs an mir selbst, aber ich kenne tatsächliche opfer aus dem eigenen freundes- und bekanntenkreis.. gemischt mit meinen eigenen anderen „dunklen“ erfahrungen innerhalb uund ausserhlab dieser institutionen.

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  3. “ sexuell benachteiligten älteren Herren“
    also das „älteren“ möchte ich mit meinen u30 überhört wissen. gut gefiele mir auch etwas wie „Herren mit besonderen erotischen Bedürfnissen“ oder „Herren in Präferenzminorität“. Wobei 20% aller Homosexuellen (wenn diese 5% der Bevölkerung ausmachten) keine Minderheit wäre… (= 1% für die Diskalkulisten).

    Kurzum: Mehr Werbung mit Kindern täte dieser Welt gut, denn da muss es noch Grenzen geben und das diese soweit aufgeweicht werden wie bei Frauen (nein, ich habe keine Achselhaare aus Überzeugung) geschehen. In Schwarz/Weiß mit Arte-Logo geht es sicher noch als entartet durch.

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