Wer sieht sich Porn an, wie oft und warum?

cosmo

Und welchen Einfluss hat das auf das tägliche Leben? Das US-Fach­magazin für angewandte Soziologie Cosmopolitan befragte im Februar 4000 Leserinnen und 4000 Leser nach ihrer Einstellung zu Porn, ihren Nutzungsgewohnheiten und Vorlieben und stellte das ganze in übersichtlichen Infografiken dar.

Die Ergebnisse kollidieren nicht mit unseren Vermutungen, sind hier aber von empirischer Qualität und nicht Folgen einzelner subjektiver Erfahrungen. 57,7 % aller befragten Frauen finden, Männer sehen sich zuviel Porn an. Je knapp die Hälfte der befragten Frauen bevorzugt in Porn einen bestimmten Typ Mann, oder eben nicht. 47,4 % der Männer nennt als wichtigstes Porn-Auswahlkriterium “jung”, gefolgt von “grosse Brüste” mit 40,1 %. 85 % der Männer fragen ihre Parterin, ob man etwas ausprobieren könne, was man zuvor in einem Porno gesehen hätte, während 60 % der Frauen sich erklärtermassen nicht trauen so etwas vorzuschlagen. Rund 70 % der Männer, aber nur etwa 15 % der Frauen sehen sich Dinge an, die sie im täglichen Leben nicht tun würden. 41,6 % aller Frauen würden es gerne mitmachen, wenn sie erfahren, dass ihr Partner sich “kinky sex” (BSDM) ansieht. 68,3 % der antwortenden Frauen hätte kein Problem damit, wenn ihr Partner sich Porn ansieht, aber nur 8 % der Männer findet Porn besser als richtigen Sex. Ich finde, die exakten Zahlen sind nicht der eigentliche Erfolg dieser Umfrage, sondern dessen Anteil daran, den Umgang mit Sex („Porn ansehen“ ist “Umgang mit Sex”) in unserer Gesellschaft normaler zu machen, gegen den Widerstand der lebensfeindlichen, traditionell oder religiös motivierten Gruppen.

cosmopolitan

17 Kommentare

  1. Internet is for porn!

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  2. 1. wichtigstes Porn-Auswahlkriterium “jung”
    Wie jung wird mir gutem Grund nicht gefragt

    2. 41,6 % aller Frauen würden es gerne mitmachen, wenn sie erfahren, dass ihr Partner sich “kinky sex” (BSDM) ansieht.
    wieso ist kinky = bdsm? in meinem wörterbuch steht etwas anderes und nach einer empirischen untersuchung auf meiner lieblings porno-seite zeigt sich, dass bdsm unglich kinky ist!

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    • Dann ist dein Wörterbuch falsch.

      Alles was nicht Vaginalverkehr in Missionarsstellung mit ausgeschaltetem Licht ist, ist in den USA „kinky“.

      Das ist ein Überbegriff für ein Bereich auf der Versautheitsskala. Du kannst es mir „Versaut“ übersetzen. Also nicht „normal, aber auch noch nicht „pervers“. (Wobei viele Amis ja BDSM dann doch eher in die Pervers-Kategorie schieben. Vielleicht meintest du ja das…)

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      • so wie fritz es schreibt:
        „“kinky sex” (BSDM)“
        kann man denken, dass das in klammern eine übersetzung sein soll und nicht eine mögliche form.
        bdsm hat immer eine eigene kategorie (vgl. alle pornseiten).
        kinky ist sowas wie gaping und dafür gibt es hierzulande nicht mal ein wort! ;)

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        • doch gibt es. sogar mehrere worte:

          abartig
          abnorm
          pervers
          schrullig [ugs.]
          verdreht
          verkorkst [ugs.]

          wie heißt es immer so schön?

          wenn man keine ahnung hat . . .

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          • werde ich gerade getrollt und will es nicht merken oder bist du (entschuldigung, der alkohol) so dämlich?

            „kinky ist sowas wie gaping und dafür gibt es hierzulande nicht mal ein wort! ;)“
            du übersetzt mir „kinky“ und darum ging es nicht. es gibt kein wort für gaping, welches gebräuchlich ist. kapische.

            nochmals:
            so wie es im beitrag steht, ist es irreführtend mit „kinky sex“ = BDSM.

            ende der durchsage.

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          • willst du wirklich einem native speaker – ich bin in den USA aufgewachseen und zur schule gegangen – erklären was richtig und falsch ist in seiner eigenen sprache!

            shut the fuck up you dumbass!

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  3. Ich sehe nicht, warum der Weg zu einem „normalen Umgang mit Sex“ ausgerechnet über den extrem einseitig adressierten Teilbereich der Pornografie laufen sollte.
    Sicherlich kann man eine vegetarische Ernährung auch damit propagieren, dass deine „Kac*e“ danach nach Rosenöl riecht, aber ich würde mich irgendwie anders annähern…

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    • Find‘ ich gut – ich meine, Deinen Beitrag.
      Ich muß selbst gestehen, daß ich in dieser Pornographie, wie in anderen „Acquired Gender Dispositions“ („gender‘ = Verhalten) ein Syptom der Liebes-Verarmung und Ersatzbefriedigung sehe.

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  4. „Empirisch“? Die Studie wurde mit Amerikanern gemacht!

    Das ist als würde man die Taliban nach ihrer Einstellung zu Pornos befragen!

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  5. von „empirischer Qualität“ kann überhaupt keine rede sein wenn man ganze 8000 menschen befragt aus einer gesamteinwohnerzahl von nahezu 318 000 000 (MILLIONEN) einwohnern.

    und das ausgerechnet in einem land in dem solch extreme kulturelle, soziale und religiöse unterschiede herschen wie in den USA – die sich schlussendlich nochmals teils ins extreme dividieren lassen wenn man die jeweiligen lebensorte miteinbezieht.;

    ostküste – mitte – westküste
    süden oder norden
    mega-city – großstadt – suburbia – mittlere stadt – land/dorf

    zudem noch;

    entische und/sowie religöse zugehörigkeit

    und ganz böse (aber immer noch wie eh und je gültig)

    schwarz oder weiß

    die „empirische Qualität“ dieser bedfragung/umfrage ist ungefähr so genau und seriös als ob ich mir den finger in den arsch stecke, diesen dann in den wind halte und behaupten würde das es nächsten monatg punkt 12 uhr mittags bei 15 grad im schatten schneien wird!

    das ist nichts weiter als ein blödsinniger und propagandistischer datenmüllhaufen.

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    • Ich stimmen Dir in diesem Punkt zu, daß derartige „Umfragen“ im Grunde nur der Verbreitung eigener Wünsche der Verleger dienen (und Autore sich dazu einkaufen lassen – eine Krankheit des heutigen Jouralismus insgesamt).

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  6. Nee, Jungs, 8000 Befragte von ca 300 Mio Grundgesamtheit sind statistisch sauber. Ob euch die Ergebnisse nun gefallen oder nicht.

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  7. Einen nicht-wissenschaftlichen Einblick in den subjektiven Pornokonsum gibt übrigens Peter Redvoort in „Pornos machen traurig“ – und ich glaub der hat auch ein Diplom in Soziologie …

    Ludwig

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