Außerkörperliche Erfahrung, jetzt in der Tomografie

ausserkörperlich

Eine 24jährige kanadische Studentin suchte nach einer Vorlesung zum Thema “Außerkörperliche Erfahrungen” den Professor auf und fragte sicherheitshalber nach, ob das denn nicht alle Leute aus eigener Erfahrung kennen würden. Sie selbst kann seit ihrer Kindheit mit etwas Konzentration ihren eigenen Körper von aussen sehen.

Glücklicherweise sind die kanadische Wissenschaftler eben solche und keine Skeptizismusgläubigen, und nutzen seither diese einmalige Forschungschance mit Hilfe des Tomografen. Was dabei rauskommt, erfahren wir wohl in absehbarer Zeit in den einschlägigen Publikationen. Bis dahin ist der Fall Claude Messier ein grossartiges Beispiel für den Unterschied zwischen Wissenschaftlichkeit und Skeptizismus: Während erstere unerklärte Phänomene vorurteilslos untersucht, nähert sich zweiterer den Absurditäten unseres Universums auf der Basis von wissenschaftsnahen Glaubenssätzen. Einfacher: Nur weil wir “Außerkörperliche Erfahrung” noch nicht erforscht haben, heisst das nicht, dass es sowas nicht gibt. Das gilt auch für alle anderen “seltsamen” Dinge wie Homöopathie (eins meiner Lieblings-Skeptizismus-Themen), UFOs, Geister, Telepathie, Präkognition oder die Neigung von Marmeladenbroten, immer auf die leckere Seite zu fallen. Vielen Dank noch an Frau Messier für ihren Beitrag zu Aufklärung und Vernunft im 21sten Jahrhundert.

io9, pic pd

4 Kommentare

  1. Das Problem des fallenden Marmeladenbrots wurde zumindest für Buttertoast schon mal wissenschaftlich untersucht. Gab 1996 auch den Ig-Nobelpries (Physik) für die Arbeit.

    Das Paper dazu gibt es online:
    http://iopscience.iop.org/0143-0807/16/4/005

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  2. Ich habe ein Beweisfoto das mir das Marmeladenbrot auf der unbeschmierten seite gelandet ist: http://img.xrmb2.net/images/362892.jpeg

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  3. Was sind Skeptizismusgläubige und wie lauten denn die wissenschaftsnahen Glaubenssätze des Skeptizismus?

    Sind die böse?

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    • Nein, mir ging es hier um den Unterschied zwischen wissenschaftlicher Herangehensweise und einem Glauben an die Wissenschaft, der aber nicht wissenschaftlich ist, sondern eben ein Glaubenssystem wie andere auch.

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