Die untoten Wälder von Tschernobyl

chernobyl red forest

Ein internationales Forscherteam hat jetzt die überraschenden Ergebnisse mehrjähriger Untersuchungen der Flora rund um das 1986 explodierte Kernkraftwerk Tschernobyl veröffentlicht. In kurzen Worten:

Die langlebige hohe Strahlung schädigt natürlich nicht nur Menschen und Tiere, sondern auch Mikroben und Pilze. Was dazu führt, dass die Wälder im verstrahlten Gebiet sehr viel langsamer verrotten, als sie sollten und daher eine Menge vertrocknetes Holz und Blattwerk herumliegt. Wir können also darauf warten, dass die Berge von nicht verrotteten Pflanzen Feuer fangen und die radioaktiven Isotope in die Atmosphäre blasen, um so einen zweiten Fallout zu erzeugen. Knapp 30 Jahre nach der eigentlichen Katastrophe. smithsonian, pic pd

4 Kommentare

  1. Und ich dachte schon, es wäre was schlimmes.

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  2. Im Link ist meiner Meinung nach ein Fehler – sie schreiben von einem „unprecedented disaster“. Die Explosion in den Majak-Werken anno 1957 ( http://de.wikipedia.org/wiki/Kyschtym-Unfall ) setzte eine vergleichbare Menge Radioaktivität frei und wurde nur deswegen eine Stufe niedriger eingeschätzt, weil die Wolke in dünn besiedeltes Gebiet abgetrieben wurde und die Landesgrenzen nicht verließ. Da forscht halt kaum jemand, die Leute am Tetscha verrecken ohne großes Medienecho. Und das unverändert bis heute.

    Ansonsten hat Harald Lesch das kürzlich wieder mal auf den Punkt gebracht. Willkommen in der Realität: strahlende Zukunft. Auf daß man nachts kein Licht mehr benötigt.

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