Das EU-Parlament und der Internet-Kommunismus

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Alles hätte so schön sein können. Und so lukrativ. Nachdem die Telekom-Giganten Europas in den letzten Jahren Telefonie, Radio- und TV-Kanäle ins Internet verlagerten und damit Leitungsengpässe erzeugten, kamen sie auf die glorreiche Idee, für dieselbe Leistung wie zuvor einfach mehr Geld von ihren Kunden zu verlangen (indem sie zunächst die Leistung verringern, aber genausoviel dafür verlangen, und dann ein “Premium-Angebot” herausgeben) und zusätzlich noch Gebühren von den Anbietern der Inhalte einzutreiben, also den Firmen, die das liefern, was die Leute sehen wollen, weswegen die sich überhaupt einen Internetanschluss besorgt haben. Genial, nicht?

Daraus wird aber jetzt nichts (Überraschung!), weil das EU-Parlament heute mit den Stimmen der Sozialdemokraten, Sozialisten, Liberalen, Piraten, Grünen beschlossen hat, dass alle Daten im Internet gleich sind. Ist das nicht etwa sowas wie Kommunismus? Naja. Nein. Die Telekom-Dinos dürfen ja weiterhin Extra-Dienste anbieten. Nur dann in eigenen Leitungskapazitäten und ohne Extra-Schutzgeld von allen, die irgendwie ins Netz eingestöpselt sind. Jetzt muss nur noch der EU-Ministerrat zustimmen. Ob der das macht? Das können wir übrigens am 25. Mai mitentscheiden (ihr wisst schon…). bbc

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