Steamgirl (rule #34 der Woche)

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Dass es eine kommerzielle Version von Cosplay (also „Cosplay-Erotica“) gibt, ist ganz folgerichtig. Wo die Fantasie eine Nachfrage schafft, entsteht eine Marktlücke. Im Grunde ist handelsüblicher Pr0n auch nichts wesentlich anderes als Cosplay, weil dabei ja in der Regel eine Lebenssituation dargestellt wird, die nicht mit der des Rezipienten identisch ist, also über die Reproduktionsmetapher hinaus auch einen schwer erreichbaren Lifestyle transportiert. Zwei Träume zum Preis von einem. Steampunk dagegen ist ein fashion-kompatibles Geekthema, weniger albern als Medieval Fantasy und rechtlich weniger problematisch als Filme oder Games aus dem Geek-Kanon.

Die hier als Beispiel verlinkte Produktion „Steamgirl“ nimmt sich (mehr oder weniger barmherzig) des Sujets an und generiert dabei durch aus Genrebereicherndes. Wobei ich befürchte, dass der zahlende Kunde von den mitunter beeindruckenden Kostümen und Dekoration deutlich weniger zu sehen bekommt (und statt dessen tendenziell durchschnittlichen Softcore) als der flüchtig Vorbeisurfende. Das spielt aber, kulturell gesehen, keine vordergründige Rolle. Bemerkenswert finde ich hier nur die Entwicklung, Verknüpfung und Kommerzialisierung von Memen wie dem Steampunk mit seinen pseudoviktorianischen, pseudofrühindustriellen und technomagischen Elementen. Egal, ob das nun Bioshock ist, Sucker Punch oder Steamgirl.

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