Sicherer Radfahren durch weniger Verkehrsregeln

Im US-Bundesstaat Idaho rollen Radfahrer sicherer über die Strassen, wie die Unfallstatistiken zeigen. Auch in einigen anderen US-Städten mit denselben veränderten Verkehrsregeln. Dabei durchbricht die Strassenverkehrsordnung des nördlichen Bundesstaates ein Grundkonzept der Verkehrsregulierung.

Der „Idaho Stop“ beschreibt nämlich, dass ein Radfahrer nicht mehr an einem Stoppschild anhalten muss – wenn er freie Fahrt hat. Das heisst: Ein Stoppschild ist in Idaho (und anderswo) für einen Radfahrer eigentlich ein Vorfahrt-Achten-Signal. Und an einer roten Ampel muss der Radfahrer zwar anhalten, darf aber weiterfahren, wenn er eine freie Strasse vor sich hat und keinen Unfall riskiert. Also genau das, was die Radfahrer aller Länder schon immer (Pedalantrieb seit 1866) machen, was seit Einführung einer Kraftfahrzeug-Strassenverkehrsordnung (Autos seit ca 1886, also 20 Jahre später) aber für alle Verkehrsteilnehmer verboten ist. Löst man sich von dieser Prämisse, dann passieren weniger Unfälle, wie sich ganz leicht per Vorher-Nachher nachzählen lässt. Wir müssen als unsere Strassenverkehrsordnung an der Realität der Gegenwart orientieren – und die stellt sich für unterschiedliche Verkehrsteilnehmer eben nicht einheitlich dar.

vox

5 Kommentare

  1. als ob deutschland JEMALS genau das übernommen hat oder übernehmen würde was in anderen ländern gut läuft und funktioniert – also was sinnvoll wäre – usw.

    (egal um was es sich handelt – und wenn doch mal dann immer nur eine pervertierte form davon)

    NEIN! aber nicht doch!

    übernommen wird grundsätzlich nur der größte mist und der aller-schäbigste müll mit dem man
    die bürger noch besser und noch effektiver drangsalieren kann,
    die arbeitenden und sozialschwachen bis zum schatten ihrer selbt kaputt machen kann,
    ein ehemals wirklich gutes soziales, medizinisches sowie auch schulsysthem bis zur unbrauchbarkeit zu schleifen und
    um die umwelt, natur und die gesundheitlichen standards erst so richtig zerstören zu können.

    ich sage nur TTIP, PISA und all den ganzen anderen dreck und mist der vergangenheit und gegenwart (nur als bspl.)

    und für alles was gut und vernünftig ist oder wäre bzw. was sich in anderen ländern zum positiven (zT. schon viele jahre) bewährt hat werden seit jahrzehnten die immer gleichen scheiß standardfloskeln in stellung gebracht

    „ja, aber das kann man mit uns nicht vergleichen“

    „ja, aber das kann man nicht auf uns 1 zu 1 übertragen“

    „ja, aber wir haben doch
    – ein ganz anderes system
    – eine andere kultur
    – eine andere mentalität
    – wir müssen einen eigenen nationalen weg gehen
    – usw. usf. etc.
    – blah blah blah“

    kennt jemand die berühmte szene aus scanners 1?

    genau das will ich sehen wenn ich politiker im fernsehen sehe!!!

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    • Danke für das Video. Das kann ich mir jetzt immer im Kopf abspielen, wenn ich einen meiner geliebten Volksvertreter mal wieder an die Wand nageln könnte.

      btt: Ich hatte nie das Gefühl, dass die Amis besser fahren, als die Deutschen. Aber die Amis schaffen es immerhin mit „Rechtsabbiegen bei Rot“ zurecht zu kommen, ohne sich gleich auszulöschen. Der durchschnittliche Deutsche ist meiner Erfahrung nach nicht mal in der Lage, das Konzept eines grünen Rechtsabbiegerpfeils zu erfassen. Nicht mal, wenn das Ding beleuchtet ist!
      Ach, ich reg mich schon wieder auf………da guck ich doch gleich nochmal das Video.

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  2. Ist das jetzt effizienter oder sicherer?
    Und was ist daran jetzt sicherer? Das habe ich beim besten Willen noch nicht begriffen.

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    • beides, aber in der hauptsache sicherer.

      denn wenn nach methode A früher mehr menschen verletzt, schwerverletzt und/oder getötet wurden und später in einem festgelegten vergleichszeitraum nach methode B weniger menschen verletzt, schwerverletzt und/oder getötet wurden . . .

      (statisik vorher – nacher)

      . . . dann kann man logischerweise davon ausgehen das methode B anscheinend die sicherere – und damit auch die effizientere – lösung darstellt.

      weniger unfälle = weniger zB. stauzeiten oder verzögerungen durch zB. unfall-aufnahme und abwicklung durch polizei, ausbleiben rettungswagen, umleitugen usw. usf. etc.)

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      • Das ist eine schöne Erklärung wie man sowas misst bzw bestätigt. Mich interessiert was daran sicherer ist?

        Was ist sicherer daran wenn man beim Stopschild nicht anhalten muss sondern nur wenn nötig? und vorallem warum? (Autofahrer vorsichtiger? Radfahrer fröhlicher? Sonne heller? Straße griffiger?…)

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