Wenn die Cloud (a.k.a. Adobe) deine Existenz bedroht

adobe_question

Mitte vergangener Woche versagte der Produkt-Identifikationsserver des Grafik-Software-Marktführers Adobe. Für etwa 24 Stunden war es weltweit nicht möglich, aktuelle Versionen von Photoshop, Indesign oder anderen Adobe-Programmen zu benutzen – ausser man kannte den Workaround, seinen Rechner vorher vom Netz zu trennen. Das bedeutet für Firmen einen bezifferbaren Verdienstausfall, für selbständige Grafiker dagegen eine Bedrohung ihrer Existenz.

Deadlines für 24 Stunden oder mehr zu überziehen kann nicht nur den Auftrag, sondern gleich den Kunden kosten. Warum genau macht Adobe dann sowas, mit dem Produkt-Identifikationsserver? Damit niemand mehr ein kopiertes Programm verwenden kann. Jedenfalls nicht bei neuen Versionen. Die älteren zirkulieren weiter. Bei Spielen ist ein solcher Ausfall schon öfter vorgekommen – jetzt haben wir den Salat auch bei Software, die dem Benutzer eigentlich Geld einbringen soll. Um also vor solchen Ausfällen sicher zu sein, sollten Grafiker eine ältere, notfalls unerlaubt kopierte Version ihrer Arbeitssoftware vorrätig halten. Oder ein Open-Source-Programm wie Gimp (für Linus, Mac OSX und Windows). Und in Zukunft keine Produkte mehr kaufen (oder mieten), die einem nicht gehören, bzw nur so lange, wie der Produkt-Identifikationsserver des Hersteller funktioniert.

cloudpro pic: adobe homepage, mit gimp bearbeitet

3 Kommentare

  1. Mit Verlaub, sowas muss jedem, der so ein Programm einsetzt, vollkommen klar sein. Das Problem ist natürlich, dass man als Profi seinem Kunden nicht mit „ich arbeite mit Gimp“ kommen kann…leider.

    Gefällt mir

  2. wer clouds benutzt – egal von wem und welcher firma – ist sowieso doof, wenn nicht gar gleich vollkommen bescheuert.

    mich können die ganzen firmen schon lange am arsch lecken mit ihren mistigen servermodellen, dauer-online-programmen und online-zwangs-und-gängelungs-registratsionen.

    ich bezahl für das zeug und entweder kann ich es benutzten wann, wie und wo ich will, oder sie können sich ihren müll rektal einverleiben.

    abgesehen davon gibt es mittlerweile genügend opensource freeware, shareware und/aber auch proprietäre software ohne irgendwelche zwänge für so ziemlich jeden erdenklichen bereich.

    sieht manchmal zwar nicht ganz so schick, bunt und blinki blinki aus – was aber egal ist solange es das tut was es soll.

    Gefällt mir

  3. Deswegen bleibe ich solange wie möglich bei CS6

    Gefällt mir


Comments RSS TrackBack Identifier URI

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s