Fusionsreaktor per Crowdfunding

Forscher beim NASA-Zulieferer Lawrenceville Plasma Physics (LPP) wollen die nächsten wichtigen Schritte ihres Kleinfusionsreaktors per Crowdfunding realisieren. Die technischen Grundlagen seien geschaffen, um einen 5 Megawatt starken Fusionsreaktor für nur rund eine halbe Million US-Dollar pro Stück herzustellen.

Das Kleinkraftwerk hat etwa die Grösse eines Standard-Fracht-Containers und verbrennt Wasserstoff zusammen mit Bor neutronenfrei zu Kohlenstoff. Die dabei entstehende Radioaktivität sei nach 9 Stunden abgeklungen. Der Unterschied zu milliarden-teuren Fusionsprojekten wie dem ITER ist, dass im Focus Fusion Reaktor das Plasma nicht völlig eingeschlossen wird, sondern einen permanenten Ionenstrahl erzeugt, der dann zur Gewinnung von elektrischem Strom genutzt wird. Alternativ lässt sich ein solches System als hocheffizienter Raumantrieb verwenden, der die Flugzeit zum Mars von derzeit 6 Monaten auf 2 Wochen verkürzen würde. Da sind wir mal gespannt, nicht wahr?

Hier ist die Spendenseite. Hier die Projektübersicht des Labors. via gizmag

5 Kommentare

  1. Iiiiirgend was sag mir, dass es nicht ganz so einfach ist :)

    Gefällt mir

  2. Wieviele von den Firmen soll es denn noch geben. Und jede hat ihre eigene tolle Idee für den Durchbruch. Emc2 Fusion mit dem Polywell, A. Rossi mit dem Ecat, Tri Alpha Energy, Helion Energy, General Fusion und wie sie nicht alle heißen.
    Die eine Hälfte sind ganz offensichtlich Betrüger, die andere meint sie ist so viel schlauer als alle. Und wenn sie dann mal Forsungsgelder haben ist meist ganz schnell ruhig um die Firma.
    Und jetzt das gleiche Spiel über Crowdfunding. Läss sich das amerikanisch Militär nicht mehr so leicht melken?

    Am besten erzählt man dann noch was von Protonen-Bor Fusion und keine Radioaktvität und so. Leider ist die dafür notwendige Energie noch um einiges höher als für D-T Fusion. Und wenn der Plasmaeinschluß nicht passt können die zwar heizen was geht, aber Energieüberschuß werden die nie produzieren.

    Steckt euer Geld lieber in den hundersten Raspberry-Clon.

    Gefällt mir

    • scheint aber immer noch genügend (hauptsache irgendetwas mit)-atom-idtion zu geben.

      hat ja auch schließlich prima geklappt „sie“ die letzten 50-60 jahre als gläubige trottel heranzuziehen.

      aber ehrlich gesagt ist mir das scheiß-egal wenn sie sie mittels crowdfunding abzocken. so bleiben die deppen wenigstens privat unter sich.

      Gefällt mir

    • @knallbonbon:

      du hast das eigentliche problem nicht erkannt.

      das große problem ist nämlich, dass unseriöse geldeinsammler, insbesondere wenn es sich um grössere firmen handelt, die schöne idee des crowdfundings – als eine form von konsumentenbasierter wirtschaft – in verruf gerät.

      Gefällt mir

      • ich habe das schon richtig erkannt.
        dass aber das modell des crowdfundings auf kurz oder lang in verruf geraten wird ist ja schlussendlich nur eine frage der ZEIT und nicht eine frage des OB.

        leider sind in diesem fall die „konsumenten“ zu 100% selber schuld daran das es soweit kommt. denn leider ist es so das die bildzeitungs-lesenden otto-normal-blödmänner irgendwann auf jeden zug aufspringen (auch wenn sie absolut nichts davon verstehen) und weil sie so dermaßen doof sind werden sie zT. nach allen regeln der kunst abgezockt (eigentlich werfens sies ja freiwillig hinterher) wobei dann im nachhinein das geheule um so lauter sein wird – aber immer unter der prämisse das nicht SIE sich selbst – also die doofen – aus lauter doofheit haben freiwillig übern tsch ziehen lassen . . .

        . . . NEIN – sie wurden betrögen und belögen, ausgenutzt und ausgeraubt.

        „es klang halt alles so schön und es wurden riesengewinne versprochen, ne“.

        ich will hier nur mal an die DOTCOM-blasen sowie an die T-Aktien zurück-erinnern.

        wenn man so dumm ist wie die meisten otto-normal-blöden und immer gleich alles in eine religionsartige glaubenssphäre hieven oder aus lauter gier zum dogma erklären muss, dann braucht man sich ehrlich gesagt hinterher – nach dem hype – nicht darüber wundern wenn der tiefe fall auf die schnauze um so heftiger ausfällt.

        leider gehen dabei regelmäßig ansonsten für sich positive und gute ideen sowie weg- und zukunftsweisende ansätze und projekte vor die hunde.

        Gefällt mir


Comments RSS TrackBack Identifier URI

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s