Japan: Der Unterschied zwischen Kinderpornografie und Mangas

manga

Das Oberhaus des japanischen Parlaments hat heute ein Gesetz in Kraft gesetzt, das nicht nur die Herstellung und Verbreitung, sondern auch den Besitz von Kinderpornografie verbietet. Das Strafmass bei Zuwiderhandlung beträgt ein Jahr Gefängnis oder umgerechnet 7200 Euro. Dabei fällt allerdings auf, dass die Parlamentarier in ihrem Beschluss ausdrücklich zwischen Kinderpornografie und Mangas unterscheiden.

Also zwischen Abbildungen von Kindern oder sogar von Kindesmissbrauch im einen Fall, und der zeichnerischen Fantasie mit kinderähnlichen Protagonisten darin im anderen. Tatsächlich können Mangas mit ihren sexuellen Anspielungen das Geschmacksempfinden westlicher Betrachter verletzen – solche kulturellen Unterschiede gibt es allerdings in beiden Richtungen. Tatsächlich ist es als Zeichen der Vernunft zu begrüssen, wenn ein nationales Parlament den Unterschied zwischen realen Kindern, die unseren unbedingten Schutz verdienen, und blossen Zeichnungen erkennt, und sich einer Geschmackszensur enthält. Die Diskussion um Kinderpornografie oder sexualisierte Darstellungen kinderähnlicher gezeichneter Figuren ist darüberhinaus geeignet, vom eigentlichen Problem abzulenken: Die weitaus meisten Fälle von realem sexuellen Kindesmissbrauch (bis zu 95%, je nach Quelle) finden innerhalb der Familien und nahen Sozialkontakte der Kinder statt (Sport, Schule, Kirche), und es gibt so gut wie nichts, was wir dagegen tun. bbc

2 Kommentare

  1. weil die die etwas dagegen tun sollen (und könnten wenn sie denn nur wollten) selber alle kinderficker sind – oder – kinderficker decken (in den partein, in den elitären zirkeln (spezis, amigos etc.) usw. und den eigenen familien)

    außerdem ist unsere „unabhängige“ justiz ein einziger scheißhaufen der massenweise fliegenschiss, eierdiebe, schwarzfahrer und geschwindigkeits-übertreter verfolgt, aber überall dort wo es wirklich von besonderer wichtigkeit wäre fast grundsätzlich durch abwesenheit glänzt.

    übrigens:
    nicht umsonst ist berlin eine der großstädte in europa mit den meisten kinder-strichen und zudem noch ein mekka für menschhändler aus aller welt.

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  2. die verbreitung und herstellung härter zu bestrafen wäre mmn. sinnvoller.
    wie das mit posing dort ist, wüsste ich auch gerne. was „kipo“ überhaut sein soll, wer weiß das schon.
    hoffentlich wird es studien geben, die den nutzen widerlegen.

    „es gibt so gut wie nichts, was wir dagegen tun“
    hinschauen, in hysterie verfallen, den missbrauch mit dem missbrauch strärken und finanziell sowie ideologisch subventionieren und eben glauben, dass es eine krankheit ist und naja… vielleicht das stigma durch bildung beseitigen.

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