Aber diese Fremden sind nicht von hier!

rechtsabbieger

Die Fraktionsbildung des äusseren rechten Rands im neugewählten Europaparlament ist zunächst mal gescheitert. Warum? Lasst mich einen Asterix-Comic (Das Geschenk Cäsars, Band XXI) zitieren. Methusalix „Du kennst mich doch, ich hab‘ nichts gegen Fremde. Einige meiner besten Freunde sind Fremde. Aber diese Fremden da sind nicht von hier!“

Jetzt ist die Frist abgelaufen, und die Rechtsaussenabgeordneten konnten sich nicht auf eine gemeinsame Fraktionsbildung einigen. Offiziell, weil manche einfach weiter rechts sind als andere, zumindest in der jeweiligen Eigenwahrnehmung. Den eigentlichen Grund haben ich eingangs genannt: Da müsste ja man mit lauter Ausländern zusammensitzen, und welcher anständige Rechtsradikale will das schon? Sieht so aus, als würden Geert Wilders, Marine Le Pen und die anderen Rechtsnasen weiter zuhause spielen müssen. Schlauer hat sich da übrigens Nigel Farage mit der englischen, eurofeindlichen UKIP angestellt: Zusammen mit der italienischen Clownpartei „MoVimento 5 Stelle“ um Beppe Grillo und einigen Splittergruppen und eingekauften rechtsextremen Abgeordneten erreichte er Fraktionsstatus. Die rechtsrandnahe AfD ist übrigens von den „Konservativen“ herzlich aufgenommen worden. Also Merkel, Seehofer und Cameron. Wo es ja weniger darum geht, woher diese Fremden kommen, sondern darum, wieviel Geld sie mitbringen. Non olet, würden die Römer hier sagen. Aber wer fragt die denn?

pic Abenteurer Morane cc by sa

1 Kommentar

  1. Du triffst es auf den Kopf!

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