Portrait eines Porno-Sound-Effekt-Spezialisten

Labor of Love ist eine Doku über die Arbeit des Tontechnikers und Porno-Sound-Effekt-Spezialisten Grant Meyers von Jack Pearce. Über seine Leidenschaft. Seinen Enthusiasmus. Seine Hingabe an das Aufzeichnen und Einsetzen der richtigen Sounds. Obwohl. Man könnte es – wie soll ich sagen – auch Mockumentary nennen. Auf jeden Fall ist es Kunst. via boingboing

Woher Diktator Robert Mugabe das viele Geld hat

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Zimbabwes geliebter Führer Robert Mugabe ist heute tatsächlich das älteste Staatsoberhaupt der Erde. Wie macht er das nur, was ist sein Geheimnis? So ein Land mit 12 Millionen Einwohnern unterdrückt sich doch schliesslich nicht selbst, das kostet doch eine Menge Geld? Kommt das alles von den bösen, skupellosen, materialistischen Chinesen? „Woher Diktator Robert Mugabe das viele Geld hat“ weiterlesen

Der Ikea-Katalog ist zu 75% im Computer hergestellt.

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CGI. Computer-Generated Images. Nur noch ein Viertel des Katalogs kommt aus irgendeiner Art von Kamera und bildet irgendeine Art von Realität ab. Alles andere ist direkt gerendert. Deswegen sieht das Zeug bei euch zuhause auch nie so lecker aus wie im Katalog. Sondern irgendwie schäbiger. Billiger. Gestern lag der neue Katalog bei mir im Briefkasten. Ich seh mir das mal an, was die CGsociety über die Katalogherstellung berichtet.

Morddrohungen beweisen: Frauenfeindlichkeit gibt es gar nicht

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Nach der Veröffentlichung ihres neuesten Doku-Videos zu Frauenfeindlichkeit, Gewaltphantasien gegenüber Frauen und einer nach wie vor noch nicht erreichten Gleichstellung der Geschlechter in den Köpfen der Gegenwartsbewohner (siehe nächsten Beitrag weiter unten) war vielerorts (auch hier in 11k2-Kommentaren) zu hören, Anita Sarkeesian hätte sich das alles nur ausgedacht, sie würde schamlos übertreiben und es sei in Wirklichkeit gar nicht so. Wahrscheinlich um das zu untermauern, schicken ihre Fans solange Mord- und Vergewaltungsdrohungen an Anita, bis sie mit ihrer Familie in eine sichere, da unbekannte Wohnung fliehen und die Polizei einschalten musste. „Morddrohungen beweisen: Frauenfeindlichkeit gibt es gar nicht“ weiterlesen

Frauen als Dekoration, Teil 2

Anita Sarkeesian ist – wieder einmal – grossartig. In der aktuellen Folge ihrer Doku-Reihe zu Genderproblemen in Games erklärt sie exakt, wo das Problem ist. Danke für die Analyse, Anita, und für soviel Mut zu Wahrheit. Ja, ich bin auch Gamer, und ich bin schwerst gelangweilt von Gamedesignern, die aus Einfallslosigkeit zum „Stilmittel“ der Gewalt gegen Frauen greifen, und noch schwerster (Stilmittel „rekursiver Superlativ“) von männlichen Gaming-Würstchen, die aus schlecht vertuschten Ohnmachtsängsten heraus dargestellte sexualisierte Gewalt gegen Frauen (egal, ob in Bücher, Filmen oder Games) verteidigen. kotaku

Enthüllt: Feminismus, eine geheime Illuminati-Weltverschwörung

Seit am letzten Sonntag die US-Sängerin Beyonce auf der Bühne des MTV Video Music Awards vor dem monumental projizierten Wort „Feminist“ posierte, ist den US-Truthern (also selbsterklärten Patrioten mit besonders viel Freizeit) klar: Dies ist eine Weltverschwörung der Illuminati. „Enthüllt: Feminismus, eine geheime Illuminati-Weltverschwörung“ weiterlesen

Frieden in Gaza… vorerst

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Der gestern überraschend verkündete Waffenstillstand zwischen Israel und Palästina scheint auch lange Stunden nach Inkrafttreten zu halten. Ausgehandelt wurde der Deal in Kairo und unter Vermittlung der ägyptischen Regierung; der palästinensische Präsident Mahmoud Abbas bedankte sich ausserdem bei den USA und dem Emirat Katar für ihre Beteiligung an den Friedensverhandlungen. „Frieden in Gaza… vorerst“ weiterlesen

US-Studie: Weniger Herointote durch Cannabisfreigabe

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Ein weiteres Argument für die Freigabe von Cannabis kommt aktuell von Marcus A. Bachhuber, Brendan Saloner, Chinazo O. Cunningham und Colleen L. Barry, die ihre Untersuchung der US-Todesfälle durch Opiate von 1999 bis 2010 im Zusammenhang mit der zunehmenden Cannabis-Freigabe gerade im Journal of the American Medical Association veröffentlichten. Demnach sterben in Bundesstaaten mit freigegebenem Cannabis deutlich weniger Menschen an Opiatüberdosis als in Staaten, in welchen alle „Drogen“ gleichermassen verboten sind. pdf via vox, pic 420

Palästina und die geteilte Realität

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Während wir gemütlich unseren Sonntagmorgenkaffee trinken, geht der Krieg in Palästina weiter. Womöglich können wir Sonntagskaffeetrinker nichts tun, um den Krieg jetzt sofort zu beenden. Aber wir können es zumindest fordern. Und ebenso, dass der begleitende Medienkrieg gegen die Opfer der Gewalt im Gaza-Flüchtlingsgebiet aufhört. Die Lügen. Die Verdrehungen. „Palästina und die geteilte Realität“ weiterlesen

Wirtschaftsförderung und Korruption: Zalando

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Nach Recherchen des ZDF und der Wirtschaftswoche hat der Zalando-Onlineversand in der letzten Zeit 42 Millionen an öffentlichen Zuschüssen bekommen. Und das, während Einzelhändler ihre Geschäfte schliessen und die Mitarbeiter des Versandkonzerns um akzeptable Arbeitsbedingungen kämpfen müssen. Die Millionen, ebenso wie die Gesetze, die solche Arbeitsbedingungen möglich machen, stammen von Regierungen, die von einer von Angst bestimmten Minderheit gewählt wurden. heute

Die Zeitungsindustrie, auf einen Blick

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Das ist die Entwicklung der Anzeigeneinnahmen in den USA. Nach Zahlen der Zeitungsverlage. Ja, sicher, ganz bestimmt sieht diese Kurve ausserhalb der USA völlig anders aus. Was lernen wir daraus? Dass so eine sterbende Industrie aussieht? Dass wir in Ruhe abwarten sollten, bis sich herausstellt, Internet und Smartphones sind nur eine vorübergehende Modeerscheinung? Gute Idee. boingboing

Pick Up Artists, erfolglos durch soziale Gerechtigkeit?

Die Frauenabschlepperszene („Pick Up Artists“) hat ein neues Feindbild. Einen Rogue State. Eine Achse des Bösen. Die mitten durch Dänemark verläuft. Zumindest, wenn man einem anekdotischen Bericht zuhört, in welchem der Pick Up Master „Roosh V“ (Daryush Valizadeh, 24) mit stark angeknackstem Ego erklärt: Don’t Bang Denmark. Darin beschreibt der Sonnyboy und Flirtwizard sichtlich hasserfüllt, was Dänemark für ein (aus seiner Sicht) Scheissland mit einer völlig unbefriedigenden (!) Kultur sei. Und dass man Ärger mit dänischen Frauen kriegen würde, wenn man ein ganz normaler Amerikaner sei. Eben ein Alpha-Mann. „Pick Up Artists, erfolglos durch soziale Gerechtigkeit?“ weiterlesen

XCOM, das Boardgame

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Die legendäre Computerspielreihe XCOM, mit unzählbaren Invasionsversuchen der untertassenschwenkenden Aliens, landet auf den Küchentischen dieses Planeten. Irgendwann gegen Ende dieses Jahres. Ihr seid gewarnt. Um die dann drohende Kücheninvasion abzuwehren, benötigt ihr neben genügend Platz auf dem Tisch auch ein iOS- oder Android-Gerät, oder irgendeinen Computer mit Browser und Internetverbindung. Aha. „XCOM, das Boardgame“ weiterlesen

Das Leben mit legalem Cannabis

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Conor Friedersdorf hat im Atlantic einen langen, unterhaltsamen, informativen Bericht über das Leben im US-Bundesstaat Colorado. Das sich kaum verändert hat, seit am 10. Dezember vor zwei Jahren nach einer Volksabstimmung die Legalisierung von Cannabis Gesetz wurde. Heute kann jeder 21jährige (genauso wie Alkohol) Marihuana kaufen, in einem der vielen dafür lizenzierten Läden im ganzen Bundesstaat. Die öffentliche Unterstützung hat nicht abgenommen, die Coloradianer finden das legale Kiffen nach wie vor gut, der Widerstand dagegen ist sogar geschwunden. Wir sollten das in Deutschland auch machen. Legalisierung. atlantic. pic weedmap

Astronautin wechselt Beruf, koreanisches Raumfahrtprogramm eingestellt

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Das südkoreanische „bemannte“ Raumfahrtprogramm wird eingestellt, weil die einzige Astronautin des Landes, Yi So-yeon, vorgestern erkärt hat, in Zukunft lieber wieder Studentin für Biotechnik zu sein. Der Flug zur ISS mit einer russischen Sojus-Kapsel im Jar 2008 hatte die Regierung in Seoul 20 Millionen US-Dollar gekostet; eine Frage des nationalen Stolzes, wie es damals hiess. abc, pic pd