Dungeons & Dragons wird sex-positiv

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Das Board-RPG Dungeons & Dragons ist eine der Säulen, auf denen das Nerddom errichtet ist, keine Frage. In der fünften Generation nimmt die Freiheit der Gamer­schaft noch etwas ernster und bringt sie auf ein neues Level. Wie? Man(/frau/sonstige) kann sich künftig das Rollengeschlecht und die darin enthaltene sexuelle Ingame-Orientierung aussuchen, ohne dafür irgendwelche Punktabzüge oder -zuschläge zu bekommen. Was ja mal eindeutig begrüssenswert ist. Gender-Equality, zum Lernen auf dem Küchentisch. polygon

10 Kommentare

  1. Ich habe keinerlei Einwand gegen die „Einbürgerung“ von Gender- Typen (keine Abwertung gemeint) in solche Spiele.Wir treffen die verschiednsten Verhaltensformen um uns herum – das ist Realität.
    Nur müsen wir uns klarhalten, daß alles verschiedene Verhalten (d.i.: ‚Gender‘) auch von verschiedenen Ursachen stammt.
    Das Geschlecht hingegen kann zwar verleugnet, und gar auch fortoperiert werden – der Rest des Körpers wird es aber witerhin in jeder Zelle bezeugen.
    Spiele sind manchmal Kopien des Realen – oft aber auch Flucht aus ihm. Das ist nichts schlimmes. Schon Freud hat „Verdrängung“ als einen Weg der Verteidigung und Flucht aus etwas als unangenehm empfundenen klargelegt. Warum es zu solchem Empfinden kommt, liegt im wesentlichen in der Kindheitsgeschichte des betroffenen Menschen.

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  2. Oh Fritz, oh Fritz – wer zensiert hier schon wieder?
    Ich schrieb:

    Von daher würde ich nur den Begriff „sex-positiv“ durch den von „gender-/verhaltenspositiv“ ersetzen.

    Das ist wissenschaftliche Differenzierung von zweierlei Dingen, ein wichtiges Prinzip wissenschaftlichen Denkens und seiner Methode – nicht bloße Ideologie oder leeres Wunschträumen.

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  3. Also zuerst einmal ist das auf dem Bild gezeigte das Brettspiel Heroquest von MB, nicht D&D in irgendeiner seiner Inkarnationen und zum anderen wäre es mir neu das die Wahl des Geschlechts oder der sexuellen Ausrichtung irgendeine regeltechnische Rolle gespielt hätte.
    Ich bin seit 22 Jahren Rollenspieler und habe mehrere Dutzend Systeme gespielt und mir ist keines in Erinnerung wo es eine Regelung dafüpr gäbe.

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    • Ja, das Bild isn Beispielpic, nichts präzises. Hier ein Quote vaus der Quelle: „You don’t need to be confined to binary notions of sex and gender,“ the new rules state. „You can play as a male or female character without gaining any special benefits or hindrances. Think about how your character does or does not conform to the broader culture’s expectations of sex, gender and sexual behavior. For example, a male drow cleric defies the traditional gender divisions of drow society, which could be a reason for your character to leave that society and come to the surface.“

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      • Die Negierung der natürlichen ‚Binarität‘ unseres Normalzustands und seiner verhaltensmäßigen Entwicklung ist eben der kritische Punkt. Verhaltenswesen können tausendfach verschieden sein, sind aber in jedem Fall Abweichungen von der zwei-geteilten Form einer jeden Art von Lebewesen der höheren Entwicklung – also der natürlichen Geschlechtlichkeit.

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      • Ahja,..ein männlicher Drow transgendert sich zur weiblichen Drow. Oh help me out.

        Ich würde sagen so schnell wird man gar nicht gucken können, wie der Typ den Kopf verliert….

        Sry, aber das braucht niemand.

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      • Die Frage ist doch eher: Was stand denn in den alten Regeln dazu?

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    • *hust hust* F.A.T.E. *hust hust*

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  4. Es war schon immer möglich, seine sexuelle Rolle in dem Spiel auszugestalten wie man will – das nennt man seit eh und je „Charakterhintergrund“ und ist in der aktuellen Edition weder mehr noch weniger als zuvor möglich, sondern schlicht und ergreifend nicht Teil des Regelsystems. Damals wie heute gab und gibt es keine Nachteile für homosexuelle oder sonst irgendwie gesternchente Charaktere. Dass es jetzt ausdrücklich dabei steht ist so, als würde man auf eine Tüte Gummibärchen schreiben „Jetzt ohne Plutonium!“. Das ist simples Pandering, Lippenbekenntnisse die niemanden scheren außer denen, die sich ansonsten daran gestört hätten, dass ein Spiel, dessen Handlung voll und ganz von den Spielern bestimmt wird, Geschlechterrollen zementiert.
    Letzten Endes ist D&D kein Spiel um Geschlechterrollen, sexuelle Unterdrückung oder Gleichberechtigung und die Regeln haben folglich auch nie irgend eine Aussage dazu gemacht. Es ist ein Spiel um epische Abenteuer, Kämpfe gegen Monster und Schätze in Katakomben. Und das ist auch, was die Regeln regeln. Nicht mehr und nicht weniger.

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    • Achja, zu dem „Beispielbild“:

      Sorry, aber das korrekte Bildmaterial zu verwenden gehört zu seriösem Journalismus, ebenso wie seine Quellen zu prüfen und nicht blind abzuschreiben. Wenn ich einen Artikel über den CSD schreibe verwende ich auch kein Bild vom Mainzer Karneval, nur weil da ähnlich schrille Gestalten herumlaufen. „Das ist nur ein Beispielbild, nichts Präzises“ ist da auch keine Ausrede.

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