Die Zeitungsindustrie, auf einen Blick

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Das ist die Entwicklung der Anzeigeneinnahmen in den USA. Nach Zahlen der Zeitungsverlage. Ja, sicher, ganz bestimmt sieht diese Kurve ausserhalb der USA völlig anders aus. Was lernen wir daraus? Dass so eine sterbende Industrie aussieht? Dass wir in Ruhe abwarten sollten, bis sich herausstellt, Internet und Smartphones sind nur eine vorübergehende Modeerscheinung? Gute Idee. boingboing

1 Kommentar

  1. mal was zur werbung und den verteilten bugets.

    es wird zwar von allen seiten immer darüber gejammert das es immer weniger werbeeinnahmen gibt, sieht man sich aber die „ungefähren“ gesamtsummen an, so kann man recht schnell feststellen das es so nicht ganz stimmt. die gelder werden lediglich anders verteilt. dieses ist aber dem umstand geschuldet das es – angebliches allen zeitungs- und branchensterben uä. zum trotz – das es heutzutage bzw. in den vergangen 2 jahrzehnten immer mehr töpfe gab die bedient werden wollen.

    ich meie das so. die „etwas“ älteren unter uns können sich sicherlich noch an zB. die 80ziger jahre erinnern. was hatten wir denn damals schon – schnief, schief (was ich aber durchaus nicht polemisch meine)?

    im prinzip eine handvoll jugend- und spezialzeitschriften (vor allem für frauen) und TVmagazine, die obligatorischen regionalen zeitungen und darüber hinaus die überregionalen großen zeitungen.

    dazu eine relativ überschaubare anzahl an TV- und radiosendern, ein bisschen kinowerbungen und die anderen klassischen werbeformen per litfaßsäule, werbetafel, plakate, wurfsendungen und dergleichen.

    dann kamen die 90ziger mit einer schieren expolsion der verschiedensten magazine und zeitungungen, privaten TV und radiosendern, internet und all das andere zeugs.

    gefühlt ist es ja alleine im printbereich so als ob es 10 qutrillionen zeitschriften gibt bis hinunter zu spezialzeitschiften für leute die darauf stehen pickel am arsch zu betrachten,

    1000 zillionen zeitungen (+ der ganzen regionalen umsonstzeitungen und jede menge mehr von dem zeugs)

    100 milliiarden tv und radiosender

    internet

    etc.etc. etc etc. etc. etc etc. etc. etc etc.etc. etc etc. etc. etc etc. etc.

    worauf ich hinaus will:

    obwohl die werbegeldertöpfe (selbst preis und inflationsbereinigt) immer weiter anstiegen gibt es trotz allem einfachnur so und soviel geld das verteilt werden kann.

    und der einzelne user kann auch nur so und so-viele medien-(angebote) konsumieren. denn schließlich hat der einzelne immer noch „nur“ 24 stunden am tag zur verfügung, weil es eben (warum auch immer) ausbleib das sich die tages-stunden parallel zum explosionsartig angestiegen medien-angebot mutipliziert haben. auch die bugets der einzelenen user sind nur begrenzt (und können in aller regel nur einmal ausgegeben werden). und die systematisch betriebene verarmung weiter teile der arbeitenden lohnempfänger hat ebenso nicht gerade hilfreich zu beigetragen (nur mal so am rande bemerkt).

    es ist ja nur eine ganz simple frage der logik das sich irgendwann mal eine marktbereinung breitmacht und sich – sagen wir mal – gesundschrumpft.

    und selbst wenn, von heute auf morgen, in allen bereichen das angebot sich um 50% halbieren würde, wäre das gesamt-angeot immer noch schier unüberschaubar rießig.

    was eher sorge bereiten sollte ist die damit einhergehenden konzentrationen und monopolisierungen und nicht das „ab- oder aussterben“ der einzelnen angebote.

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