Frauen als Dekoration, Teil 2

Anita Sarkeesian ist – wieder einmal – grossartig. In der aktuellen Folge ihrer Doku-Reihe zu Genderproblemen in Games erklärt sie exakt, wo das Problem ist. Danke für die Analyse, Anita, und für soviel Mut zu Wahrheit. Ja, ich bin auch Gamer, und ich bin schwerst gelangweilt von Gamedesignern, die aus Einfallslosigkeit zum „Stilmittel“ der Gewalt gegen Frauen greifen, und noch schwerster (Stilmittel „rekursiver Superlativ“) von männlichen Gaming-Würstchen, die aus schlecht vertuschten Ohnmachtsängsten heraus dargestellte sexualisierte Gewalt gegen Frauen (egal, ob in Bücher, Filmen oder Games) verteidigen. kotaku

4 Kommentare

  1. In meinen Augen ist sie in erster Linie die Meisterin der einseitigen Interpretation. Reichlich unerträglich sich ihre „Analysen“ anzuschauen.

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  2. Typischer Fall von Bestätigungsfehler.
    Ich bin auch gelangweilt das Gamedesigner inflationär zum Stilmittel der Gewalt (und wenn man ehrlich ist zu 90% gegen Männer) greifen, trotzdem werde ich die Darstellung von Gewalt in Spielen verteidigen. Hat nix mit Ohmachtsängsten zu tun.

    Ich denke das wars dann mit den Cosplay-Post von dir Fritz? Denke nicht das Anita Sarkeesian mit dieser Art von sexueller Objektifizierung einverstanden wäre. Obwohl… wenn die entsprechenden Chraktere in den Games Männer verkloppen ist das schon in Ordnung.

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    • Jetzt stellste dich an… Gewaltdarstellung, nicht nur gegen Sachen sondern auch gegen Personen, ist ein literarisches Stilmittel. Wer das nicht mag, muss sich sowas nicht reinziehn. Auch und gerade in Games. Nur: Hier gehts nicht um die Darstelung von Gewalt im allgemeinen, sondern um die von einseitig sexualisierter Gewalt gegen Frauen. Letztere gerne in Opferrollen. Mach mal kurz dein Gamergehirn an und check nach, wann du zum letzten mal in nem Shooter oder RPG (oder sonstwo) sexualisierte Gewalt gegen Männer gesehn hast. Oder Frauen, die sich in Cutscenes sadistisch gegenüber Männern benehmen. Oder halbnackte Männer, die man aus der Gewalt von Frauen retten muss. Na, irgendwas in der Art? Aha. Du hast dir das Video oben nicht angesehn, gibs zu. Dein Reflex war schneller…

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      • Da fallen mir direkt zwei ein: Saints Row, Mass Effect
        Und ich habe mir das Video (+ die vorherigen) angesehen, vielleicht war es doch kein Reflex… macht das einen Unterschied?

        Was ich mit Bestätigungsfehler meine ist, dass eben nicht nur sexualisierte Gewalt gegen Frauen gezeigt wird, es wird allgemein Gewalt gezeigt, inkl sexualisierte Gewalt gegen Frauen.
        Das z.B. die existierende häusliche Gewalt gegen Männer nicht thematisiert wird und allgemein sexuellen Übergriffen gegen Männer keine Beachtung geschenkt wird, spiegelt ein Problem unserer Gesellschaft wieder, da stimme ich zu.

        Aber ihr Lösungsvorschlag ist ja nicht: Bitte ausgegelichene Darstellung von sexueller Gewalt inkl. gegen Männer, sondern entweder ganz weglassen oder nur eine „kritische“ Auseinandersetzung/Darstellung (aber nur die sexuelle Gewalt gegen Frauen). Beim standardmäßigen (virtuellen) Massenmord in Shootern traut man dem Spieler aber zu das er zwischen Fiktion und Realität unterscheiden kann.

        Was ich hauptsächlich kritisiere ist das sie meiner Meinung nach Ursache und Wirkung vertauscht.
        Games spiegeln vor allem die Gesellschaft und den Markt für den sie gedacht sind wieder, nicht umgeklehrt. Ich bin mir ziemlich sicher, wenn der weibliche Spielerantail weiter steigt wirst du auch mehr sadistische Frauen und halbnackte Männer in Games sehen. Bin übrigens voll dafür.

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