Piratenpartei 21,01%

JanaMichailidu

In Tschechien waren gestern Kommunalwahlen, mit dabei: Diese lästigen Piraten. Im 14.000-Einwohner-Städtchen Mariánské Lázně (a.k.a. Marienbad), keine 2 Stunden nordöstlich von Nürnberg oder 20 km von der deutsch-tschechischen Ländergrenze entfernt, sind die tschechischen Piraten mit 21,01% der Stimmen stärkste Partei, stellen fünf Sitze im Stadtrat und bekommen den Bürgermeisterposten.

In Prag sind es vier Stadtratssitze geworden, in Brno und anderen Städten sieht es ähnlich aus. Wie ging das? Es kann mit dem Programm zu tun haben: Gegen Korruption, für Offenlegung aller Stadtratsbeschlüsse und Verträge der Kommune, Streaming der Sitzungen, OpenAccess für Schulbücher, die von öffentlichen Angestellten geschrieben wurden, verbesserter öffentlicher Nahverkehr und die Prüfung von fahrscheinloser Personenbeförderung. Kein Wort von links oder rechts, von Internet und Kernthemen, dafür aber die Ansage, an keiner Koalition mit den bürgerlichen Parteien teilzunehmen, sondern nur Politik zu unterstützen, die mit der Piratenpartei kompatibel ist.

Sagte ich schon, dass ich 2020 an den lokalen Kommunalwahlen teilnehmen werde und ein zweistelliges Wahlergebnis anstrebe?

Das Pic zeigt die amtierende Vorsitzende der tschechischen Piratenpartei, Jana Michailidu. Česká pirátská strana cc by sa

3 Kommentare

  1. hm, wäre interessant zu wissen ob die tschechischen Piraten lieber am gleichen Strang ziehen oder sich auch lieber gegenseitig unter Einbezug der Öffentlichkeit geisseln.

    Sollte es die oben abgebildete Dame geschafft haben den Laden so zu organisieren, dass Themen wichtiger sind als Rechthaberei bis zum Erbrechen, gebührt ihr größter Respekt.

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  2. Nur schade, dass sich die Deutschen Piraten gerade selbst zerlegen. Ich wünsche den Tschechischen Piraten mehr Erfolg.

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    • [ gerade selbst zerlegen ]

      die gibt es doch praktisch gar nicht mehr. die partei ist tot, der name verbrannt. die verräter zT. weiter-gezogen.

      es wird zeit das sich der ernsthafte und engagierte kern zusammenzieht, berät, sich einen neuen namen gibt – und dafür sorgt das die jetzt nur allzu gut bekannten TROTTEL und ZERSETZTER raus fliegen bzw. in die „neue“ partei erst gar nicht mehr eintreten können.

      auch würde es gut sein wenn gleich ein neues (und effektiveres) ausschlussverfahren in die satzung einbezogen wird um solche schädiger in zufunft schneller kaltstellen zu können bzw. gleich ganz loszuwerden. am besten noch bevor sie ihre zerstörende wirkung entfalten können.

      wie heißt es immer so schön?

      aus der geschichte / vergangenheit lernen!

      („hörst“ du mich @Fritz?)

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