Chatbots gegen Genderterroristen: Eliza R. Barr

elizarbarr

Die Singularität findet zu unserer Überraschung also zuerst auf Twitter statt. Wie? Als die US-Kulturwissenschaftlerin Anita Sarkeezian, derzeit zentrales Hassobjekt einer nominal männlichen Untergruppe der Gaming-Community mit besonders schwach entwickelter persönlicher Reife und sexueller Identität, zu Anfang dieser Woche an der Utah State University einen Vortrag halten wollte, kam es prompt zu Terrordrohungen. Ein besonders eifriger Gamergate-Vertreter kündigte an, mit mehreren automatischen und semi-automatischen Waffen aufzumarschieren und Anita zu ermorden, dazu noch weitere Feministinnen auf dem Uni Campus.

Die örtliche Polizei bezeichnete die Ankündigung als Unsinn und erklärte, sie wolle keine Waffenkontrollen am Eingang des Veranstaltungssales durchführen. In Utah ist das Tragen von Schusswaffen schliesslich erlaubt. Der Vortrag entfiel daraufhin. Anders hätte es natürlich ausgesehen, wenn der Angriff auf Mrs. Sarkeezian im Namen Allahs angekündigt worden wäre – dann wäre dem Städtchen Logan im US-Bundesstaat Utah uneingeschränkte militärische Aufmerksamkeit sicher gewesen.

Das Bekämpfen von mit so viel Ersatzmunition ausgerüsteter Unreife übernimmt jetzt die künstliche Intelligenz. Auch wenn es eine nur ganz einfache ist. Die virtuelle Dame hört auf den schicken Namen Eliza und ist mittlerweile 48 Jahre alt. Der (die?) Chatbot wurde 1966 von Joseph Weizenbaum am MIT entwickelt und kann auf Schlüsselwörter reagieren, dazu mehr oder minder passende Fragen stellen und so ein Gespräch vortäuschen.

Irgend jemand hat die freie Software in einen Twitterbot verwandelt, der (die?) auf die hashtags #gamergate und #notyourshield regiert und die betreffenden adoleszenten Heulsusen beschäftigt. Gut dann sind sie weg von der Strasse und stellen keinen Unsinn an. Wer stundenlang mit einem simplen Chatbot diskutiert, tut schliesslich nichts Böses, nicht wahr? Können wir dem Genie hinter dem @ElizaRBarr Twitterbot nicht einen ganz kleinen Friedensnobelpreis verleihen? Ich fang schon mal an: Der 11k2-Friedensnobelpreis der Woche geht an die unbekannte Programmiererin (generischer Feminin) hinter Eliza.R.Barr. Danke!

kotaku, newstatesman

3 Kommentare

  1. Weiß nicht – zu doof.
    Und was ist daran „feministisch“?
    Der Joseph am MIT hat die Eliza also entwickelt
    – erinnert mich an Pygmalion, nur:
    die kleine Doolitle da drin ist ja gar nicht so doof
    – aber das hier:
    Wenn das US-„feministisch“ ist, kann ich auch „Mein Kampf“ lesen.
    Und reden mit ’ner Maschine.
    Neee.

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  2. „Gender…terroristen” … „Wissenschaftlerin … Sarkeesian“ … Kotaku zitieren …
    Also so langsam frage ich mich, ob das eine Parodie ist, oder ob du wirklich völlig durchgeknallt und psychisch krank geworden bist.

    Solltest du jemals vor haben, *irgendwo* für irgendwas gewählt worden zu wolllen… wird Schwachsinn wie dieser dein selbstgedrehter Strick sein. Kannst ja dann den dummes Gesicht hochladen: Oooh, die Leute stehen nicht auf als soziale Gerechtigkeit getarnte Hassreden und Sexismus. Wer hätte das gedacht! XD

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