Gender Standards im TV-Vergleichstest

Karl Stefanovic_guest

Der australische TV-Moderator Karl Stefanovic ertrug eines Tages nicht mehr wirklich, dass seine Kollegin Lisa Wilkinson unablässig wegen ihres Aussehens, ihrer Kleidung und Frisur kritisiert wurde, während die Öffentlichkeit in seinem Fall über seinen Humor, seine Kompetenz, sein Geschick bei Interviews sprach. Diesen Double Standard belegte er zusätzlich durch ein Experiment:

Er trug ein ganzen Jahr lang vor der Kamera ein-und-denselben Anzug. Ohne dass dies auch nur einem einzigen Menschen auffiel. Gute Arbeit, Mr. Stefanovic! Diese Rollenklischees sind überholt und müssen von unserer Gesellschaft abgelegt werden.

sydney morning herald, pic Eva Rinaldi cc by sa

7 Kommentare

  1. „…Diese Rollenklischees sind überholt und müssen von unserer Gesellschaft abgelegt werden.“

    1. Warum?
    2. Wären Genderdifferenzen nur „Rollenklischees“ gäbe es uns – und diese Diskussionen wohl schon lange nicht mehr!

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  2. Die Welt ist schlecht, weil eine TV-Moderatorin für Äußerlichkeiten kritisiert wird? Von wem ? Könnte vielleicht auch daran liegen, daß Frauen unter ihresgleichen nicht ganz so tolerant und nett sind, wie es Genderisten für das angeblich „total benachteiligte“ Geschlecht gern hätten. Wahrscheinlich sind Äußerlichkeiten und horrende Gehälter für TV-Leute wichtiger als journalistisch die realen Probleme auf den Tisch zu bringen – ich meine, es ist AUSTRALIEN…
    Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, daß diese Gender-„Wissenschaft“ vor etlichen Jahrzehnten von einer reichen gewissenlosen Herscherklasse verwirklicht wurde, damit diese ihre Machenschaften weiterhin unbehelligt ausüben können und von den durch ihren Taten resultierenden Problemen abgelenkt wird.

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  3. Jungs, ihr habt da ein paar flotte Verschwörungstheorien am Start. Aber dafür ist das Internet ja schliesslich erfunden worden.

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    • Naja, ansonsten müsste man ja eingestehen, in was für einer Welt wir tatsächlich leben..

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  4. @Fritz:
    Verschwörungen?
    Wenn im Genderwahn schon immer die Benachteiligung von Frauen „wissenschaftlich“ herausgefunden wird, wieso wird dann nicht „wissenschaftlich“ auch die Vorteile aufgezählt eine Frau zu sein? Thema Obdachlosigkeit, Rechtsprechung der Fürsorgepflicht für Kinder bei Trennungen, Chancen auf Arbeit usw.?
    In dem genannten Fall haben sich übrigens wirklich hauptsächlich Frauen über die Kleidung und das Äußere aufgeregt. In vielen Teilen der Welt werden Frauen wirklich per Religion diskriminiert und Prostitution insb. aus Geldgründen ist mehr als nur unschön. Als Mann im Allgmeinen kann ich aber nichts dafür, dass religiöser Wahn Gesetze/Kultur formt und manche Frauen ihren Körper an alte Säcke verkaufen. Hatte selbst einmal zwei Mädels Kontakt, die sich (freiwillig!) verkaufen. Der einen sagte ich immer und immer wieder, sie soll ihre Schule beenden. SIe nahm es eher als „Running Gag“ auf und verkauft sich wohl bis heute. Die reiche Eliteschicht mit horrenden Gehältern ohne wirkliche Leistung und Fleiß dahinter kann man nicht ändern, wenn man diese Positionen gendergerecht nun auch gleichmäßig mit Frauen besetzt – die (weltweit exisiterende) Reich- / Armschere wird dadurch nicht beseitigt werden. Deswegen mein Gefühl (=VerschwörungsTHEORIE), dass dieses Gendergedöns von der Reichenschicht erfunden wurde um von den wirklichen Problemen abzulenken, welche diese selbst verursachen.

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    • Nee, im Gegenteil. Sexismus ist eine Form der Unterdrückung und dient vor allem der Aufrechterhaltung des Unrechtssystems. Sexismus benachteiligt sowohl Frauen als auch Männer, in unterschiedlicher Weise. Feminismus, das Gegenteil davon, strebt Gleichberechtigung an, und damit eine Befreiung von sowohl Frauen und Männern. Siehste, deswegen bin ich Feminist.

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  5. @Fritz:
    So ganz verstanden habe ich es nicht.
    Sexismus ist doch nur ein Teilgebiet des Feminismus, oder?
    Um es polemisch mit Ironie im Zusammenhang mit diesem Teilgebiet auszudrücken: Bist Du dafür, daß sich etwa auch Männer als Stricher/Prostituierter aus Geldmangel verkaufen sollten?
    Also ich bin für die Freiheit und nicht-Erpressbarkeit von jedem. Gleichberechtigung fängt nicht dort an, wo man ein Unrechtsystem (z.B. überbezahlte Vorstandsposten) mit einer Frauenquote belegt. Gleichberechtigung fängt dort an, wo Unrechtssysteme (z.B. überbezahlte Vorstandsposten) abgebaut werden.

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