Das Internet hat die Musik befreit

steve albini cooking

Steve Albini, Toningenieur und Produzent von mehreren tausend Bands und Alben, darunter Nirvana, Pixies, Jesus Lizard, P J Harvey, Neurosis, erklärt in einem wirklich ausführlichen Artikel im gestrigen Guardian, dass wir Musiker und Musik­begeisterten dem Internet eine Renaissance unserer Kultur zu verdanken haben.

Endlich kann jeder seine Musik veröffentlichen, Fans können sie bewerten und weitergeben, jeder hat gleich Startchancen im neuen Medium. Das wollten wir doch immer, oder? Einen Radiosender, der alles spielt, was man will, und nicht nur das, wofür „Plattenfirmen“ bezahlt haben? Natürlich hat das auch eine (scheinbare) Kehrseite: Auf einmal ist die Konkurrenz unüberschaubar gross, und niemand kann es mehr „schaffen“, indem man „entdeckt wird“ und anschliessend „gross raus kommt“. Von ein paar Pop-Produktionen von den Fliessbändern der alten Musikindustrie mal abgesehen. Wirklich verloren haben wir Musikfans nichts. Und wir Musiker auch nicht. Von seiner Musik leben zu können ist ebenso ein Traum wie vor 30 Jahren. Den man heute sehr wohl erfüllen kann – es ist allerdings nach wie vor harte Arbeit. Jeden Tag. Nichts geht von selber. Aber lest selber, wie Steve es ausdrückt: guardian.

Das pic von Erin ist cc by nc sa und zeigt Steve beim Kochen. Zur Abwechslung.

3 Kommentare

  1. [ indem man „entdeckt wird“ und anschliessend „gross raus kommt”.]

    das eine schließt ja das andere nicht unbedingt aus.

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  2. So als Politiker (und nicht als Musiker) gefragt – wie sieht es denn in anderen künstlerischen Bereichen aus?

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