NG7 Nottingham: Armutsbekämpfung statt Almosen

food-bank

Die Food Bank („Tafel“) NG7 im mittelenglischen Nottingham hat angekündigt, ihre Arbeit einzustellen und sich statt der Linderung auf die Bekämpfung von Armut zu konzentrieren. Es gäbe genügend Tafeln in der Gegend, erklärte Rob Graham, Leiter der NG 7 gegenüber der Presse, also müsse niemand verhungern.

Allerdings sei es jetzt wichtiger, mit politischen Kampagnen zu beginnen, um die Armut grundsätzlich zu bekämpfen. Das organisierte Almosensystem der Tafeln dürfe nicht dazu führen, dass der Staat sich aus seiner Verantwortung stiehlt. Die selbe Diskussion wird auch in Deutschland geführt, allerdings hat hierzulande och keine Tafel den Schritt gewagt, statt der Essensausgabe auf politische Arbeit zu setzen. via vice, pic ng7

3 Kommentare

  1. Habe keine Ahnung, wie man wohl eine soziale Erscheinung „bekämpfen“ kann; aber wie man gegen Leute kämpft, die andere in die Armut treiben.
    Leider gehören die Sozialaktivisten, die sich um Tafeln kümmern, auch zu dem System welches die Bürger vom Heroin der staatlichen Wohlfahrt abhängig machten. England war die Wiege dieser Institution: https://huaxinghui.wordpress.com/2012/11/19/230/
    Cheers.

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  2. ausnahmslos ALLE tafeln sollten (zumindest für ein jahr) zugemacht werden damit die misstände mal richtig offen zutage treten.

    mir ist schon klar das die tafeln die größte not lindern (und dennoch in letzter zeit mit immer weniger erfolg trotz immer mehr tafeln), aber das perverse an den tafeln (und/oder auch armenküchen) ist das sie vom gewissenlosen möchtegern elitärem sektor sowie dem politischen GESOCKSE schamlos benutzt und ausgenutzt werden um von den eigenen verfehlungen in den politischen entscheidungsprozesen – die im prinzip erst zu diesen eklatanten sozialen fehlentwicklungen und daraus sich entwickelnden gesellschaftlichen misständen geführt haben – abzulenken.

    was noch perverser und noch schamloser (und verdammenwürdiger) ist, ist das immer weiter an den gleichen stellschrauben – die schon viele jahre lang als hauptfehlerquelleen und ursachen der diversen missstände identifiziert wurden – immer weitergedreht wird und ein ums andere mal noch eine vorprogrammierte perverse fehlentwicklung nach der anderen mit obendrauf gegeben wird.

    leider lenken diese mildtätigkeiten (und ich will den menschen die die sich diesbezüglich betätigen in nichts nichts kleinreden – ganz im gegenteil hat ein jeder von ihnen sich schon längst den bundesverdienst-orden als ***sonderstufe des großkreuzes UND einen friedensnobelpreis dazu verdient) von den SAUERREIN dieser dreckviecher ab.

    und leider verstehen viele helfer gar nicht mal das sie nur als spielball, fußabtreter sowie als abfang- und filternetz misbraucht werden. von politikern sowieso (die ihre verantwortungen schamlos auf die hilfsbereiten abwälzen), von den sogenannten eliten (die immer schön fleißig darauf hinweisen wie spenden-freudig sie doch seinen, würden diese dreckschweine aber einfach nur ihre steuern ehrlich und ordentlich bezahlen könnten sie sich ihre spenden sonst-wohin-schieben) und auch von mitarbeiten von behörden, sozial-ämtern und denen der jobcenter die leistungsempfängern regelmäßig drohungen (was sie schon rein rechtlich und kraft etlicher urteile von sozialgerichten gar nicht dürften) mit sanktionen vielfältigster art an den kopf werfen – u.a. auch leistungskürzungen wegen der tafel-gaben zu verhängen sollten sich die kunden (alleine das ist schon eine perversion sondergleichen) sich nicht wortlos alles und jedem fügen (selbst wenn es sich um noch so schwachsinnige forderungen und auflagen handelt).

    folge davon ist das sich die allermeisten wegducken (im besonderen wenn sie kinder oder zB. auch alte gebrechliche oder behinderte verwandte im haushalt haben) aus angst weiteren repressalien zum opfer zu fallen und in der hoffnung nicht weiter aufzufallen.

    würden die tafeln mal eine zeitlang ausfallen, würde es zu zahlreichen demonstrationen (vllt. sogar aufständen) kommen mit teilnehmerzahlen die tatsächlich mal etwas bewirken würden.

    ***
    —————————————————————————————
    [*** Höchste Form des Ordens, Verleihung an Staatsoberhäupter (und ihre Ehepartner). Darüber hinaus Amtsinsigne des Bundespräsidenten als Ordensherr.]

    nur damit ihr mal seht welche drecks-mischpoke diesen orden bekommt obwohl ihn sich andere durch tatsächlichen einsatz (teils von leben und gesundheit – von der zeit wollen wir erst gar nicht anfangen) verdient hätten.
    —————————————————————————————

    Ton, Steine, Scherben:

    MACHT KAPUTT, WAS EUCH KAPUTT MACHT!

    noch nie war dieses lied so wahr wie heute.

    Radios laufen, Platten laufen,
    Filme laufen, TV’s laufen,
    Reisen kaufen, Autos kaufen,
    Häuser kaufen, Möbel kaufen.
    Wofür?

    Refrain:
    Macht kaputt, was euch kaputt macht!
    Macht kaputt, was euch kaputt macht!

    Züge rollen, Dollars rollen,
    Maschinen laufen, Menschen schuften,
    Fabriken bauen, Maschinen bauen,
    Motoren bauen, Kanonen bauen.
    Für wen?

    Refrain:
    Macht kaputt, was euch kaputt macht!
    Macht kaputt, was euch kaputt macht!

    Bomber fliegen, Panzer rollen,
    Polizisten schlagen, Soldaten fallen,
    Die Chefs schützen, Die Aktien schützen,
    Das Recht schützen, Den Staat schützen.
    Vor uns!

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  3. Nicht schlecht
    – auch nicht die Ton Steine Erden
    recht imPoSand
    fast schon imHinternKies
    oder gar imA….Felsen.

    Aber im Ernst:
    Das ‚Kaputtmachen‘ kann nur allzu leicht zu weit gehen.
    Bedenkt, wie sehr die „Freiheit“ der Französischen Revolution vom Land des Brumaire zum Kaisereich wurde.
    Ihr müßt analytisch denken: Was macht was?
    Und dann: Wo wird welche Änderung zu welchem Zeitpunkt gut, wird sie den besten Erfolg erzielen?
    Ich weiß: Das kingt kalt und nicht heißblütig revolutionär.
    Und doch ist es dies, das die größte und beste Veränderung bringt.
    Bismarck war kein Sozialist, geschweige denn Kommunist
    – hat aber ihre Programme als die wichtigsten erkannt, und sie leben, wie er sie in die Praxis geführt hat, noch heute – und nicht nur in Deutschland!
    Aber das war Aktion im Prinzip: Chirurgie – nicht Pflästerchen!
    Es geht also nicht ums „Kaputtmachen“, sondern das Aufbauen, das Kaputtmachendes ersetzen kann und ersetzen wird, wenn richtig in Praxis gesetzt.
    Also lest Marx und Lasalle – und lernt von Bismarck!

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