Kim Jong-un, George Clooney und die Wächter des Weihnachtsfriedens

george-xmas-card

Es ist nicht nur „wie in einem Märchen“, es ist höchstwahrscheinlich zu grossen Teilen ein solches. Nachdem eine Hackergruppe mit dem stimmungsvollen und der Saison angemessenen Namen „Guardians of Peace“ TeraBytes interner Daten aus dem Sony-Filmstudio veröffentlichte, gab es nicht nur viele peinliche Einsichten in die Interna Hollywoods, sondern auch die zu erwartenden Panikreaktionen. Die informationsgeplünderte Firma ging so weit, von einem Cyber-9/11 zu faseln, und das FBI fing an, gegen Nordkorea zu ermitteln, weil die Guardians angeblich so ähnliche Tricks verwendet hätten wie frühere Hacks, die für US-Behörden bereits nordkoreanischen Urspungs waren. Nur:

So richtig in den Krieg ziehen will deswegen auch niemand. Nur wegen der schlecht gesicherten Server von Sony Pictures. Deswegen setzte die Filmindustrie jetzt eine andere Geheimwaffe ein: George Clooney. Der hatte die Aufgabe, in ganz Hollywood rumzutelefonieren, um die kalifornische Filmindustrie in eine einzige entschlossene Anti-Nordkoreanische Phalanx zu schmieden. So ähnlich wie König Leonidas in „300“. Winziges Problem: Niemand wollte mitmachen. Kein anderes Studio stellt sich hinter Sony. Wahrscheinlich, weil alle Angst haben, gehackt zu werden. Von den Nordkoreanern, oder noch schlimmer, von irgendwelchen US-Kids mit weihnachtlichen Gruppennamen. „Guardians of Peace“, „Soldiers of Santa“, „Angels Of Year-End Consumer Fatigue“. Und das sollte uns zu denken geben:

Genau dieses „Hollywood“, dass alle Jahre wieder behauptet, Völkermordkopierer würden Schadenssummen jenseits der US-Staatsverschuldung durch unbezahltes Filmegucken verursachen, weswegen man die Grundrechte ebenso ausser Kraft setzen müsse wie die grundlegenden Axiome der Mathematik und alles, was wir sonst über Informatik wissen, genau dieses Hollywood verlässt grusslos das Haus und ruft auch nicht zurück, wenn auch nur der Hauch einer Chance besteht, dass irgendwelchen peinlichen Emails ans Licht kommen könnten. Ich denke, wir sollten uns auf die weisen Worte des seligen grossen Vorsitzenden Mao Zedong besinnen und diese nach Eigendarstellung wichtigste Industrie der Welt (a.k.a. eine Handvoll Multimediafirmen in einem Vorort von Los Angeles) in den Karton zu den anderen Papiertigern tun. Wir sollten uns von so leicht zu verängstigenden Angebern nichts vormachen lassen. Egal, ob wir den Film, den wir grade anschaun, nun bezahlt haben oder nicht. Von solchen peripheren Regelungslücken lassen wir uns doch die Jahresend-Partyzeit nicht vermiesen. Cheers!

pic darrylepollack

3 Kommentare

  1. Das Große Getue über eine (offenbar schlechte) Politik-und-miese-Schlechtmacherei-Popagandaklamotte wäre lachhaft, wenn solche Ausrutscher wie Obamas düstere Drohungen nicht so ein falsches „ich bin ein Opfer“ Krokodilstränchen wäre – von dem größten Hacker der Welt und ihrer Geschichte.
    Es ist beinahe wie Kerrys rechtlich „empörte“ Feststellung, daß man „heute nicht mehr einfach irgendwo einmarschieren könne“ – wobei das „heute“ einen Zeitabstand von nur 11 Jahren vom letzten Einmarsch seiner Truppen, und 3 Jahren seit dem letzten US cum Pudel ‚In-die-Steinzeit-Bomben‘ hatte.
    Falscheit und Hypocrisie sind zum Statussymbol geworden.

    Gefällt mir

  2. es zeigt aber auch überdeutlich auf welch ein erbärmlicher Onkel-Tom-Nigger**** Barak Obama ist, der sich selbst dann nicht entblödet für diese pussies vergeltungsmaßnahmen (welcher art auch immer) anzukündigen obwohl selbige pussies über ihn rassistisch motiviert herziehen.

    dafür gibt es in den staaten ein paar duetliche beschreibungen:

    [ ****A black man who will do anything to stay in good standing with „the white man“ including betray his own people

    An African American man who kisses the white mans ass.

    A black person that is a white man’s bitch

    An Uncle Tom is like an „Oreo Cookie“, he’s black on the outside and white on the inside, but not in any way are the black cookies equal to the white filling. ]

    Gefällt mir

  3. Ganz einfach, aber die Menscheit zu dämlich dafür:
    Keine Sony Filme mehr anschauen (die sind zum Leben sowieso überflüssig)
    Keine Sony – Electroprodukte mehr kaufen.

    Und dann könnten wir Sony diktieren wie sie sich zu verhalten haben!

    Die anderen kriegen dass schon mit und müssen mit der Angst leben in Ungnade zu fallen. Auch wenn es hunderttausende Arbeitsplätze kostet!

    Gefällt mir


Comments RSS TrackBack Identifier URI

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s