Die neue Kuba-Krise: Ukraine

deutschlandtrend_nato

Das hat mich überrascht: Mehr als zwei Drittel der Infratest-befragten Bundesbürger halten eine Nato-Präsenz vor den Grenzen Russlands für falsch? Tatsächlich wäre eine Aufnahme der Ukraine (oder anderer asiatischer Länder) in den Nordatlantik­pakt ungefähr so sinnvoll wie das Stationieren russischer Mittelstreckenraketen mit nuklearen Sprengköpfen auf Kuba. Also gar nicht. Die Kuba-Krise vor gut 50 Jahren ging damit zu Ende, dass die Sowjetunion wegen des nuklearen Kräfte­gleich­gewichts darauf verzichtete, Abschussbasen in der Karibik zu installieren. Diese balance of power existiert heute nicht mehr.

Die USA sind die letzte verbliebene Supermacht, und nutzt diese Position nach Kräften aus. Zum Beispiel, um Russland – immerhin noch eines der grössten und mächtigsten Länder der Welt – durch „Demokratisierungsbemühungen“ in der Ukraine den Zugang zum wichtigsten Warmwasserhafen der Ex-Sowjets zu verwehren; und damit eine globale Marinepräsenz sowie Ölexporte aus den wichtigen zentralasiatischen Förderländern. Dieser versuchte geopolitische Schachzug, nämlich die Ukraine zu einer weiteren Bananenrepublik unter US-amerikanischer Kontrolle zu machen, kostet derzeit (und seit Jahren) Tausende von Ukrainern das Leben. Ich bin aber nicht sicher, ob diese Überlegungen zum aktuellen Umfrageergebnis geführt haben, oder doch nur allgemeine Sorge über möglichen, krisenbedingten Kaufkraftverlust.

screenshot: tagesschau

17 Kommentare

  1. Man darf bei der Kuba Krise nie vergessen, daß dies eine verständliche REAKTION der Sowjets war.

    ab 1959 stationierten die USA in Italien 30 und in der Türkei 15 Atomraketen – unweit der Südgrenze der UdSSR – die auf die UdSSR zielten

    April 1962 werden die amerikanischen Thor- und Jupiter-Atomraketen in der Türkei einsatzbereit. Wegen ihrer leichten Angreifbarkeit durch ungeschützte Aufstellung konnten sie nur zu einem atomaren Erstschlag genutzt werden.

    Mai 1962 begann die UdSSR unter dem Decknamen Operation Anadyr im Geheimen auf Kuba Atomraketen zu stationieren. Die Gründe dafür waren zum einen die Verteidigung gegen eine Invasion Kubas und zum anderen um eine strategische Überlegenheit der USA bei Zahl der Interkontinentalraketen auszugleichen und Drittens wegen der Stationierung von US-Atomraketen in der Türkei und Italien. Im August 1962 entdeckten US-Aufklärer erstmals Raketenabschussvorrichtungen auf Kuba an Atomraketen wurde noch nicht gedacht weshalb das ganze auch nicht weiter verfolgt wurde.

    Ich kann Putins Reaktion gut verstehen. Er reagiert überaus besonnen, obwohl man Russland mit allen Mitteln in die Enge drängt.
    http://www.neopresse.com/politik/neue-dokumente-belegen-nato-osterweiterung-war-ein-wortbruch/

    … bin ich jetzt ein Putinversteher?

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  2. Und wegen all dem, darf der größenwahnsinnige Chef im Kreml mal eben einen Teil eines souveränen Staates besetzen und in das eigene Land eingliedern? Dauernde Grenzverletzungen mit Militärs sind demnach auch OK… Aber hey! Als das mal ein Österreicher vor einigen Jahrzehnten gemacht hat, ging das ja auch gut aus…

    @Flo: Ich gehe davon aus, du bist Fan vom Alten Testament… Auge um Auge und so…

    Und ob die Amis Gut oder Böse sind muss hier nicht diskutiert werden – Wenn Herr Putin denen eins auswischen will, dann doch bitte direkt und nicht wieder dieselbe Taktik, wie die letzten Jahrzehnte und immer andere Bluten lassen (Wobei das hier egal, ob die Staaten oder die Russen/Sowjets das in der Vergangenheit angefangen haben…).

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    • Ich sehe leider mit großer Bestürzung, dass die politische Linke in Deutschland in großen Teilen der modernen Mär der bösen USA und des guten Russlands mit dem friedliebenden Präsidenten Putin auf den Leim gegangen ist – zusammen mit der Story von der faschistischen Regierung der Ukraine, die eine lupenreine Demokratie gestürzt haben.

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    • Zu den Behauptungen ohne Hand und Fuss:

      @Patrick „mal eben einen Teil eines souveränen Staates besetzen und in das eigene Land eingliedern“
      Von was sprichst du?
      Hast du Quellen?

      @Fritz „Vorzeige-Diktator“ Kannst du dises Feindbild belegen?
      und nebenbei… Gibt es nette Politiker?

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  3. Ich glaube, wir sind uns einig, dass Herr Putin kein netter Mann ist. Im Gegenteil. Er ist ein Vorzeige-Diktator. Nur im speziellen Fall hat er den leichteren Job: Er hat den Schlamassel nicht angerichtet und kann sich in der defensiven Position einkuscheln.

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  4. Ich bin nicht einig, dass Putin kein netter Mann ist – Putin ist ein Politiker wie alle anderen. Wer weiß, ob er privat nett ist? Als politische Figur -wie bei jedem anderen Politiker- werden Imageberater schon dafür sorgen, dass er nett aussieht, oder auf der anderen Seite manch einer dafür sorgen, dass er der böse Bär sei. Als Politiker handelt er intelligent, stärkte die Wirtschaft seines Landes, führt keine Angriffskriege und organisiert keine Regimewechsel. Gäbe es keinen Putsch in der Ukraine, wäre niemals das geschehen, was als Annektion der Krim bezeichnet wird. Vor Jahrzehnten aus der UDSSR geflohene Russen sagen mir, dass Putin das beste war, was Russland und den angrenzenden Staaten passieren konnte. Ein russischer Obama würde anders handeln und die NATO ist keine Friedenstruppe, sondern der verlängerte Arm vom US-Militärkomplex.
    Am Rande: Während Europa Russland (inklusive Eigenschaden) sanktioniert, wächst der Handel zwischen USA & Russland.

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    • Es ist mir vollkommen egal ob einer „nett“ ist, Ein Wort, das überhaupt nichts aussagt, weder bei einem Politiker noch bei sonst jemanden. „Nett “ ist einfach nichtsagend.
      Da Putin Russe ist, ist er zu mindestens schwerer einzuschätzen, da uns die russische Mentalität fremd ist.
      Allerdings, sofort, wenn etwas in unseren politischen Spähren mal wieder nicht funktioniert, sind es mal wieder die Russen – das ewige Feindbild.
      1962 habe ich bewusst erlebt. Und ich muss sagen, es hat mir keine Angst gemacht.
      Wenn es erst soweit ist, kann man nur noch hoffen, das die Beteiligten in letzet Minute auf ihren Verstand zurückgreifen.
      Das haben beide getan – Chrustschow sowie Kennedy.
      Beides hervorragende Politiker .
      Auch Putin schätze ich räsonable ein. Was er sich von den westlichen Staatenmitglieder inzwischen hat bieten lassen, spottet jeder Beschreibung.
      Warum geht man gegen Amerika nicht eben so vor, als z, B. Busch in den Irak ohne UNO Mandat einmarschierte?
      Keiner hat aufgemuckt. Alle haben gekuscht.
      Unsere Merkel ist diesem Typ Busch ja schon damals, als sie noch Kohls kleines Mädchen war, in die Unterhose gekrochen.
      Diese Frau hat keinerlei Charakter und hat zudem als 1. mit dem Finger auf Kohl gezeigt.
      Wenn ich Merkel gegen Putin austauschen könnte, würde ich das eher heute als morgen tun.
      Was hat uns diese Schnepfe gebracht?
      Russland und Amerika haben letztendlich die Karten in der Hand. Nicht zu vergessen – Israel – und Merkel tanzt nach deren Musik.

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      • Na, der Tausch Merkel gegen Putin ist aber unfair, da man gegen Merkel so ziemlich alles eintauschen würde. Nach etwa 5 Sekunden im Fernsehen würde ich die Osttorte ohne zu zögern auch gegen Cthulhu eintauschen. Das zählt also mmn. nicht^^

        Ach so: „Nett“ ist die kleine Schwestern von „Scheiße“ FYI

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        • Das ist auch wieder wahr. Also alles wie gehabt.

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      • Personalisieren von Politik und Merkel-Bashing bringen überhaupt nichts. Ein Wulff oder eine von der Leyen hätte auch nichts anderes wie Merkel gemacht.

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        • Also alle 4 Jahre brav wählen gehen. Wen, ist egal. Oder besser gar nicht mehr wählen gehen. Denn bei den anderen Vereinen
          scheinen auch keine „Größen“herumzuschwirren.

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          • Nein, nicht wählen ist auch keine Lösung. Ich mag nur kein Bashing gegen Personen. Sowas kann man gegen Parteien machen. Eine einzelne Person ist doch viel leichter auswechselbar mit einer die genau dasselbe tut. Ändern würde sich dabei nichts. Wenn man die zwei großen Parteien vergleicht, kann man aber sagen, dass in der SPD mehr Potential für Kritik an Krieg, Nato und USA vorhanden ist.

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  5. Nenee, nicht wählen gehen, aber trotzdem jammern lass ich euch nicht durchgehn. Solange ihr in meinem Blog kommentiert jedenfalls. Jeder von uns hat eine Verantwortung, und jeder von uns mit einem halbwegs funktionierenden Gehirn noch mehr. Also….

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  6. Keine Angst, ich geh ja wählen. Wie – ist nachzulesen unter : Der Bürgerentscheid auf Bundesebene…..“
    Erzählen Sie das mit der Verantwortung lieber doch mal den Parteien. Das wäre schon mal ein guter Ansatz.
    Vielleicht alle mal mit einem netten Brief anschreiben und sie an die Verantwortung ihrem Volke gegenüber zu erinnern.
    Auf die Antworten bin ich sehr gespannt.

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  7. 11. Februar 2015 um 14:54 Uhr
    Achtung – Mythen um die Ukraine
    FÜR DEN VOLLTROTTEL @Patrick on 6. Februar 2015 15:25

    [ Und wegen all dem, darf der größenwahnsinnige Chef im Kreml mal eben einen Teil eines souveränen Staates besetzen und in das eigene Land eingliedern? Dauernde Grenzverletzungen mit Militärs sind demnach auch OK… ]

    (Aus den http://www.nachdenkseiten.de/?p=24986)
    11. Februar 2015 um 14:54 Uhr

    Achtung – Mythen um die Ukraine
    Verantwortlich: Jens Berger

    Kaum ein Jahr ist seit dem politischen Umsturz in Kiew vergangen und schon verwandeln sich die damaligen Vorgänge und ihre Folgen in Mythen, die das Zeug haben, Geschichte zu erklären, bevor sie stattgefunden hat. Die wichtigsten sollen hier aufgezeigt werden. Von Kai Ehlers[*].

    Mythos 1: Russland führt Krieg gegen die Ukraine:

    Diese Behauptung führt konsequent dahin, dass Angela Merkel und François Hollande heute vor aller Welt in der Pose von Schlichtern auftreten können, die Wladimir Putin und Petro Poroschenko dahin bringen müssten, den Krieg, den Russland angeblich gegen die Ukraine führt, im Dialog miteinander zu beenden. Das ist eine famose Position für Angela Merkel, nachdem sie als Kanzlerin Deutschlands und als die zur Zeit führende Stimme der Europäischen Union zuvor an der Entstehung des Maidan-Aufruhrs und dem daraus folgenden Sturz des gewählten Präsidenten Viktor Janukowych und allen daraus hervorgehenden Folgen aktiv gewirkt hat. Perverser, und man muss gestehen, wirkungsvoller kann die Verdrehung von Ursache und Wirkung in diesem ukrainischen Drama nicht mehr inszeniert werden. In dieser Rolle kann sich sogar Barak Obama wohlfühlen. Nicht verwunderlich, dass er „Angela“ dafür in höchsten Tönen lobt.

    Tatsache ist allerdings, dass nicht Russland und die Ukraine im Krieg miteinander liegen, sondern die Kiewer Führung mit Teilen ihrer eigenen Bevölkerung. Nicht Russland hat die Ukraine überfallen und nicht Russland bombardiert ukrainische Städte, sondern die Kiewer Regierung hat der Bevölkerung des Ostens, nachdem sie diese zu Terroristen erklärt hat, den Krieg erklärt und bombardiert Städte des eigenen Landes – mit der Begründung, dass diese untrennbarer, nicht aufzugebender Teil der Ukraine seien. Hat man etwas davon gehört, dass die „Terroristen“ in vergleichbarer Weise Kiew bombardierten oder mit gezieltem Terror heimsuchten? Wie wahnsinnig muss eine Führung sein, die ihr eigenes Land zusammenschießen lässt, statt mit ihren Landsleuten in den Dialog um die von ihnen geforderten politischen Vorstellungen um mehr Autonomie zu gehen.

    Dass Russland keinen Krieg gegen die Ukraine führt, gilt auch dann, wenn man sieht, dass in diesem Bürgerkrieg fremde Mächte mitmischen, dass hier die USA/EU, dort Russland politisch, logistisch und mehr oder weniger undercover sogar mit Mannstärke involviert sind, die einen auf dieser, die anderen auf der anderen Seite. Genau genommen ist es ihr Krieg, der hier stellvertretend auf ukrainischem Feld in verdeckter Form ausgetragen wird. Allerdings gilt es auch hier wieder vom Ursprung der Vorgänge her zu denken. Und der Ursprung dieses Krieges liegt eindeutig nicht in Russland, wenn man nicht die bloße Tatsache, dass Russland die Eurasische Union nicht nur mit Kasachstan, Weißrussland, sondern auch unter Beteiligung der Ukraine entwickeln wollte, bereits als Kriegsgrund betrachtet.

    Mythos 2: Russland hat die Krim annektiert:

    Mit einer gewaltsamen, das bestehende Völkerrecht verletzenden Annexion der Krim habe Russland die Europäische Friedensordnung gebrochen, die Souveränität der Ukraine verletzt und damit eine globale Kriegsgefahr heraufbeschworen. Der Frieden könne nur gesichert werden, wenn Russland von diesem Schritt zurücktrete.

    Tatsache ist, dass der Übergang der Krim in die russische Föderation nicht Ursache des Umsturzes in der Ukraine war, sondern Folge. Tatsache ist auch, dass Russland die Krim nicht gewaltsam erobert hat, sondern einen Antrag seitens der Bevölkerung der Krim angenommen hat, die sich angesichts des Kiewer Umsturzes und der damit auf sie zukommenden Gefahr der „Ukrainisierung“ zuvor aus der Ukraine in einem Referendum gelöst hatte. Generell gesagt, nicht Russland hat in der Ukraine interveniert, nicht Russland hat den Maidan zur offenen Revolte ermutigt; Putin soll Janukowytsch im Gegenteil sogar, was ihm von westlicher Seite vorgehalten wird, zur polizeilichen Niederschlagung der Proteste geraten haben. Es waren die atlantischen Mächte, allen voran die USA, die seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion den Plan verfolgten, die Ukraine aus dem russischen Einflussbereich herauszulösen, um die Wiederentstehung Russlands als möglichen Rivalen für alle Zeit zu unterbinden.

    Die Elemente dieser Strategie sind schwarz auf weiß nachzulesen bei Sbigniew Brzezinski. Praktisch nachzuverfolgen sind sie in der schrittweisen Ost-Erweiterung von NATO und EU seit 1991, einschließlich der bunten Revolutionen in den Jahren 2003/4/5, Georgien, Ukraine, Kirgisien, der Stationierung von Abfang-Raketen direkt an den Grenzen Russlands u.a.m. Dies alles wurde schon vielfach dokumentiert, muss aber offenbar immer wieder aus der Vergessenheit herausgeholt werden, so wie es der russische Außenminister Sergej Lawrow auf der Münchner Sicherheitskonferenz vor ein paar Tagen tat. Nachzulesen auf der Internetplattform von http://www.russland.ru.

    Mythos 3. Das Recht zur Selbstverteidigung:

    Tränentreibend ins Bild gesetzt wird vom Ukrainischen Präsidenten Poroschenko für die Ukraine der Eindruck eines bedrängten, bemitleidenswerten David erzeugt, der doch das Recht haben müsse sich gegen einen brutalen Goliath zur Wehr zu setzen. Na, klar, wer will da nicht solidarisch sein!

    Aber Tatsache ist: Über das hinaus, was weiter oben bereits dazu gesagt wurde, dass diesem Bild die Falsche Behauptung unterliegt, Russland führe Krieg gegen die Ukraine, stellt diese Pose selbst noch die Realitäten des inner-ukrainischen Bürgerkriegs glatt auf den Kopf: Es war die Übergangsregierung, die, nach dem Umsturz kaum an der Macht, die Sprachautonomie von Minderheiten unter dem Motto der „Ukrainisierung der Ukraine“ aufhob, diesen Akt zwar nach internationalem Protest zurücknahm, ihre einmal eingeschlagene Linie der zwangsweisen Ukrainisierung, statt eines Dialoges mit anders denkenden Teilen der Bevölkerung jedoch konsequent und aggressiv fortsetzte – von der Illegalisierung des Referendums für einen Autonomiestatus in den östlichen Bezirken bis hin zur politischen und militärischen Mobilisierung gegen die zu Terroristen erklärten Parteigänger autonomer und föderaler Neugliederung des Landes und die von ihnen gebildeten Volksrepubliken Donezk und Lugansk. Der Pose des David stehen die immer wieder erneuerten Brandreden der Kiewer Führung gegenüber, die bis zum heutigen Tag zu keinem Dialog mit den „Terroristen“ bereit ist, sondern deren militärische Unterwerfung anstrebt. Dass aus dieser Politik eine Eskalationsspirale hervorgegangen ist, in der auch die östliche Seite aufgerüstet hat, liegt auf der Hand, kann unter diesen Bedingungen gar nicht anders sein. Bedauerlicher Weise. Nur darf man auch hier nicht Ursache und Wirkung verwechseln. Statt sich als David öffentlich bedauern zu lassen und um „tödliche Defensivwaffen“ für eine Intensivierung der Offensive zu werben, könnte die Kiewer Führung dem ganzen Spuk ein Ende bereiten, wenn sie in den direkten Dialog mit den „Volksrepubliken“ ginge.

    Mythos 4: In der Ukraine wird die Westliche Wertegemeinschaft verteidigt:

    Tatsache ist, dass der nationalistische Furor, der sich aus dem Westen kommend, über das Land verbreitet, verbunden mit einer gnadenlosen Austeritätsdiktatur dem, was als westliche Wertegemeinschaft propagiert wird, direkt und offen ins Gesicht schlägt: Schlimmere Korruption als zuvor, jetzt durch Privatisierungsprogramme legitimiert, bestürzender Abbau sozialer Standards, Einschränkung der Informationsfreiheit auf „national nützliche“ Informationen durch das neu gebildete Informationsministerium, Diskriminierung von nicht-national-ukrainischen Minderheiten, marodierende faschistische Banden, die die Regierung zu stürzen drohen, wenn sie die „nationale Revolution“ zu verrate. Man kann sich nur noch wundern, mit welcher Schamlosigkeit, vielleicht auch genauer, mit welchem Zynismus diese Entwicklung von der Mehrheit unserer politischen Klasse geleugnet wird – wenn es nicht überhaupt interessengeleitete Dummheit ist.

    Im Osten des Landes wächst die Abkehr von den so gewendeten Werten des Westens jedenfalls mit jedem Tag, an dem weitere Menschen mitten in ihren Städten aus ihren Wohnungen gebombt und auf den Straßen zerfetzt werden.

    Mythos 5

    In der Solidarität mit der Ukraine festige sich die westliche Allianz, versichern zurzeit Vertreter und Vertreterinnen aller westlichen Lager unisono. Angela Merkel ist auf dem besten Wege zum globalen Friedensengel zu avancieren. Was für ein Prestigegewinn für die Deutschen, wie es scheint!

    Tatsache ist allerdings, dass der Vorstoß der USA eindeutig auf Schwächung der Europäischen Union, insbesondere auch auf eine Störung der Beziehungen zwischen Deutschland und Russland zielt. EU und insbesondere Deutschland bluten sich in der Unterstützung der bankrotten Ukraine, unter dem Druck der von ihnen selbst beschlossenen Sanktionen und durch die Zerstörung ihrer Beziehungen zu Russland aus, statt mit Russland gemeinsam einen autarken Eurasischen Raum aufzubauen, der dem Hegemonialanspruch einer einzigen Supermacht widerstehen könnte.

    Bücher von zum Thema:

    Peter Strutynski (Hg.), Ein Spiel mit dem Feuer. Die Ukraine, Russland und der Westen, Papyrossa.
    Ronald Thoden, Sabine Schiffer (Hg.), Ukraine m Visier, Russlands Nachbar als Zielscheibe geostrategischer Interessen, Selbrund Vlg.
    Kai Ehlers, Russland – Herzschlag einer Weltmacht, Pforte

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    • und dies sind die eigentlichen gründe warum „der böse“ putin weg soll/muss.

      weil die „drecksau“ tatsächlich etwas für sein volk tat (gegen die parasitären ausbeuter – vor allem aus übersee – und ihre beschissenen kleinen helfershelfern).quasi den weiteren fast kostenlosen zugriff auf russische rohstoffe und billigste russische arbeiter(sklaven) sperrte.

      [Gesamtzahlen 1999-2013 ]

      Bruttoinlandsprodukt +96,7 %
      Außenhandel in Mrd. US-$ +332 %
      Handelsbilanz in Mrd. US-$ +150 %
      Ausl. Investitionen in Mrd. US-$ +952 %
      Außenschulden in Mrd. US-$ −83,3 %
      Inflation in % −56,5 %
      Industrieproduktion +47 %
      Löhne, inflationsbereinigt +142 %
      Renten, inflationsbereinigt +231 %
      Einzelhandel +156 %
      Armutsrate in % −56,6 %
      Arbeitslosigkeit in % −29,2 %
      Geburten in Tsd. +41,3 %
      Sterbefälle in Tsd. −8,7 %
      Natürl. Bevölkerungsabnahme in Tsd. −74,9 %
      Säuglingssterblichkeit in Tsd. −30,6 %
      Lebenserwartung in Jahren +5,7 %
      Verbrechen in Tsd. −10,9 %
      Morde in Tsd. −50,9 %
      Selbstmorde in Tsd. −41,5 %
      Alkoholvergiftungen in Tsd. −61,3 %

      Das ist schon beeindruckend. Vielleicht auch der Grund all der Feindschaft. Während sich die von Deutschland dominierte EU Richtung China bewegt und dabei alle sozialen Errungenschaften der letzten 200 Jahre entsorgt, ein marktkonformes und militanzkonformes Demokratie-Surrogat etabliert und Sonderwirtschaftszonen in gewaltsam verarmten Ländern des Südens und Ostens errichtet, eilen China und Russland mit Siebenmeilenstiefeln Richtung Demokratie, Sozialstaat und Wohlstand.

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  8. und wärmend auf griechenland weiter herumgetrampelt und russland weiterhin täglich bespuckt wird:

    bekommen die drecks-nazis in KIEW/Ukraine von unseren granden
    40 MILLIARDEN DOLLAR IN DEN dreckigen NAZI-ARSCH GESCHOBEN.

    u.a.a. nachzulesen (wenn auch mit verspätung) in den sogenannten qualitätsmedien (komme also keiner mit „verschwörungstheorie“ und dergleichen um die ecke)

    ZDF heute.de

    40 Milliarden Dollar Hilfe für Kiew

    Die Ukraine kann finanziell aufatmen und die Gefahr einer Staatspleite vorerst abwenden. Das Land erhält vom Internationalen Währungsfonds (IWF) und anderen Geldgebern rund 40 Milliarden Dollar. Das Land steckt in einer tiefen Wirtschaftskrise.

    http://www.heute.de/finanzhilfen-fuer-ukraine-40-milliarden-dollar-hilfe-fuer-kiew-37154592.html

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