US-Studie: Kein Einfluss von Cannabis auf Fahrtüchtigkeit

smoke_ganja

Die US-amerikanische Behörde für Verkehrssicherheit National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) hat die Ergebnisse einer umfassenden Studie mit 9000 Teilnehmern veröffentlicht. Danach ist ein Einfluss von Cannabis auf die Fahrtüchtigkeit nicht nachweisbar. Noch einfacher: Kiffen ist kein Verkehrsrisiko. Jetzt müssen wohl weltweit die entsprechenden Gesetze geändert werden, nicht wahr? washingtonpost, forbes, pic rebloggy

7 Kommentare

  1. Ich finde es sowieso sehr eigenartig, dass Alkohol gesellschaftlich akzeptiert wird, obwohl er viel Unheil anrichtet – vor allem auch die Verkehrssicherheit gefährdet. Da wird immer noch sehr viel Toleranz gezeigt.
    Aber wehe, jemand nimmt Drogen! Der ist sofort geächtet, selbst wenn es ich um Haschisch handelt. Dann spricht man, dass sei die Einstiegsdroge für alle folgenden.

    Jetzt stellt sich raus, das Cannabis keinerlei Gefahr auf die Fahrtüchtigkeit hat. Na bitte!
    Das Verfahren gegen Özdemir – weil er auf seinem Balkon oder Garten Hanf/Cannabis angepflanzt hat – ist inzwischen wohl eingestellt worden.

    Ich glaube letztendlich, dass der Staat Alkohol und Zigaretten stillschweigend in Kauf nimmt, da damit hohe Steuereinnahmen verbunden sind.
    Wäre dies bei den Rauschmittel, wie Cannabis Marihuana et zetere auch der Fall, würde kein Mensch danach krähen.

    Na, vielleicht kommt jetzt ein Gesetz heraus, dass Cannabis und andere leichte Rauschmittel akzeptiert werden – gegen Steuerauflagen. Na, dann ginge doch alles seinen geordneten Gang und der Staat hätte mal wieder eine neue Einnahmequelle erschlossen.

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    • 1. bei Alkohol im Verkehr wird wenig Toleranz gezeigt. Da ist der Lappen schnell weg.
      2. Alkohol IST eine Droge. Nur halt legal.
      3. Cannabis verbessert die Fahrtüchtigkeit aber auch nicht unbedingt. Solange das Verbot für irgendwen lukrativ ist, wird es aus finanziellen Gründen bleiben.
      4. auch mit Cannabis können enorm (!!!) hohe Steuereinnahmen erzielt werden. Alleine das Gipskopfdenken müßte verschwinden. Nach Gustave Le Bon wird es das aber nicht, da hauptsächlich geistig minderbemittelte in Positionen streben, die für derartige Entscheidungen zuständig sind.

      Ansonsten Zustimmung.

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  2. Hier sind zwei Studien, die durchaus zum Schluss kommen, dass Cannabis Auswirkungen auf die Fahrtüchtigkeit hat:
    https://www.erowid.org/plants/cannabis/cannabis_driving6.pdf
    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18570139

    Und ganz ehrlich – ob man Cannabis jetzt als „harmlose“ Droge sieht oder nicht, man hat unter dem Einfluss von Rauchmitteln nix am Steuer verloren, dafür braucht man keine Studie.

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    • Nee. Die zweite Studie ist nicht im Volltext zu haben, aber in der ersten lesen wir (seite 28) : „The results of the driving related laboratory tests conducted in general did not produce statistically significant results.“ Das sind die Zahlen . Und: „Overall, it is possible to conclude that cannabis has a measurable effect on psycho-motor performance,…“ sowie „In terms of road safety, it cannot be concluded that driving under the influence is not a hazard, …“ – das ist die Bewertung. Ḱlar, in Britannien werden Wissenschaftler bekanntlich gefeuert, wenn sie etwas herausfinden, was der offiziellen Linie widerspricht. Also müssen sie sich so indifferent ausdrücken wie hier. Und nein, man sollte nicht bekifft fahren, sondern chillen.

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  3. Fritz, warum pickst du dir nur den Teil raus, welcher dir gerade passt?

    {quote}
    So, should we all assume that we’re safe to blaze one and go for a joyride whenever the whimsy strikes us? Absolutely not. There’s plenty of evidence showing that marijuana use impairs key driving skills. If you get really stoned and then get behind the wheel, you’re asking for trouble.
    {quote}

    Nicht, dass ich die Legalisierung von Cannabis nicht befürworte, aber am Steuer hat keine Art von Droge etwas verloren! Wobei ich auch für die 0 Promillegrenze beim Alkohol bin – Ich habe schon zu oft unter Drogeneinfluss stehende Menschen aus Ihren Fahrzeugen schneiden dürfen, als dass ich da irgendetwas erlauben würde…

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    • Weil das eine die Zahlen sind, und das andere die Bewertung. Ich rate niemandem, sich unter dem Einfluss von wasauchimmer an ein Steuer zu setzen. Aber die Grenzwerte müssen der Realität angepasst werden. Und diese Zahlen zeigen, dass ein bischen Alk schlimmer ist als eine massive Ladung Gras.

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    • Pauschalisieren in Richtung „Drogen am Steuer“ bringt nicht viel. Wie viele sterben im Berufsverkehr wegen Übermüdung, weil der Arbeitgeber Gesetzesbrüche regelrecht _fordert_ bezüglich der Steuerzeiten? Ich begegne auf der Straße lieber einem bekifften Hippie, der über die Straße chillt, als einem übermüdeten LKW-Fahrer. Das ist jetzt nicht als Plädoyer „pro Cannabis im Straßenverkehr“ mißzuverstehen. Ich gebe Fritz da schon recht – das sollte zum chillen oder Natur genießen sein, nicht zum Bedienen von Maschinen.

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