Die Wahrheit über die Dürre in Kalifornien

desert

Wie Alex Tabarrok kürzlich im Wirtschaftsblog Marginal Revolution ausführte, sind die apokalyptischen Berichte über die Jahrhundertdürre in Kalifornien (und die daraus abstrahierten Mad-Max-Szenarien vom Trinkwasser als dem Öl der nächsten paar Jahrhunderte) stark übertrieben.

Tatsächlich gibt es in Kalifornien genügend Wasser für alle, erklärt er. Es wird nur schlecht verteilt. Das eine Problem ist der niedrige Wasserpreis von umgerechnet 37 Eurocent pro Kubikmeter, was zu einem Pro-Kopf-Verbrauch etwa in San Diego von 588 Litern pro Tag führt – zum Vergleich verbraucht der durchschnittliche Bundesbürger täglich 127 Liter und bezahlt dafür z.B. in der Stadt München 1,64 Euro pro Kubikmeter; das 4,4fache gegenüber kalifornischem Leitungswasser.

Das zweite Problem ist, dass die Landwirtschaft 80 % des Wassers verbraucht – kostenlos direkt aus den Gewässern und Brunnen – aber nur 2% des Bruttowirtschaftsprodukts im 39-Millionen-Einwohner-Staat erbringt. Auch hier könnte eine Wassernutzungsgebühr Abhilfe schaffen. In der Zwischenzeit dürfen wir über alle Hollywoodfilme, die in wüstenhaften Endzeitszenarien spielen, herzhaft lachen.

marginalrevolution, pic Luca Galuzzi cc by sa

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