Cosplay jenseits von Zöpfen und japanischer Schulmädchenerotik

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Was DeAnna Davis (a.k.a. its raining neon) aus Northern Virginia, also dem Sprawl von Washington, D.C, da vorlegt, ist beachtlich. Nicht nur, weil sie einen massiven Output an unterschiedlichsten Cosplay-Auftritten produziert, sondern auch und gerade deswegen, weil sie so freizügig mit den Pop-Kultur-Ikonen umgeht. Sie schlüpft nämlich nicht nur gekonnt in extra süsse Anime-Outfits, sondern ist auch ganz selbstverständlich Gordon Freeman (Half-Life), Scooter (Borderlands) und Darth Maul (Star Wars). „Cosplay jenseits von Zöpfen und japanischer Schulmädchenerotik“ weiterlesen

Penisgraffiti als politisches Mittel

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Ein unbekannter Bürger des Gemeinde Bury in der Nähe des britischen Manchester brachte seine Verwaltung dazu, Schlaglöcher in den Strassen schneller als bisher zu reparieren, indem er die jeweiligen Strassenschäden mit Penisgraffiti verzierte. Bravo, auch für den Künstlernamen „Wanksy„. In unserem Land gibt es zwar keine Schlaglöcher, dafür aber Nazis, die Flüchtlingsunterkünfte anzünden, Kirchen, die Kindesmissbrauchsfälle vertuschen und Banken, die mit Hilfe multinationaler Steuertricks das Sozialsystem kaputtsparen. In all diesen Fällen hielte ich Penisgraffiti für ein angebrachtes Mittel der öffentlichen Kritik. „Penisgraffiti als politisches Mittel“ weiterlesen

Die Reinkarnationsmaschine

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Drüben auf Slate steht eine Maschine, in die du dein Geburtsdatum eingibst, um deine früheren Reinkarnationen angezeigt zu bekommen. Eine lange Reihe von Menschen (Menschen, nicht Männer), deren Todes- und Geburtstag jeweils aufeinander folgt. Ich bin ziemlich sicher, dass die geschätzten 11k2-Leser intellektuell in der Lage sind, diese Metapher unterhaltsam zu finden. slate, pic pd, zu sehen ist Boris Pasternak, dessen direkte Reinkarnation ich laut Reinkarnationsmaschine sein soll. Hm. Ok…

Hey Molly: Die grosse Ecstasy-Studie

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Project Know hat 27.000 Berichte aus den letzten 10 Jahren, aus den USA, Kanada, Australien, UK und den Niederlanden ausgewertet. Unter den Ergebnissen: Klar gibts in Amsterdam die saubersten Pillen, aber auch sonst kommt das dreckige und gefährliche PMMA („Dr.Death“) in weniger als einem Prozent der Pillen vor. „Hey Molly: Die grosse Ecstasy-Studie“ weiterlesen

Geistiges Eigentum, nächstes Level: Gerüche

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Nachdem sich geistiges Eigentum (btw. ein frei erfundener Begriff, es gibt tatsächlich maximal „Nutzungsrechte“) von Wissen und Kultur ausgehend auch auf „Songs, die so ähnlich klingen wie andere“ auszubreiten droht, ist der Schritt nicht mehr weit, auch alles andere zum potentiellen Geistigen Eigentum zu erklären. Heute: Gerüche. „Geistiges Eigentum, nächstes Level: Gerüche“ weiterlesen

Babel: Sicherheit für wohlhabende Radfahrer

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Wieviel ist uns sicheres Fahrradfahren wert? Noch 23 Tage, dann ist der Indiegogo-Spendenaufruf für die Erstfinanzierung des Babel Bikes abgelaufen. Anschliessend sollen sicherheitsbewusste Fahrradfahrer ein solches Zweirad für 1.999 Ausgesprochen Grosse Britische Pfund (umgerechnet 2775 Euro) erwerben können, um sich damit etwas höhere Überlebenschancen im Strassenverkehr zu erkaufen. „Babel: Sicherheit für wohlhabende Radfahrer“ weiterlesen

Futurismus, Hoffnung und fliegende Autos

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Fliegende Autos, Ferien auf dem Mond, Häuser auf dem Meeresboden, Wohlstand für alle: Die Versprechen des Futurismus. Zumindest im vergangenen, 20sten Jahrhundert. Der Futurismus der Gegenwart bietet uns alle denkbaren Formen der Apokalypse, aber kaum Hoffnung auf ein besseres Leben. Der französische Designer Sylvain Viau setzt zumindest einen Teil der verlorengegangenen Träume ins Bild, indem er Autos der Gegenwart die Räder wegretuschiert. Ich finde das verdienstvoll und lobenswert. „Futurismus, Hoffnung und fliegende Autos“ weiterlesen

Nadelfilz-Katzenkopfbilder der Woche

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Night of the furries. Der japanische Nadelfilzmeister Housetu Sato unterrichtet an der Japan School of Wool Art (nihonyoumoua-togakuen), wie man solche Katzenköpfe aus Schafwolle, und andere Tierdarstellungen anfertigt, die auf den ersten Blick allesamt nach Photoshop aussehen. Sind sie aber nicht. Sondern garantiert furry. „Nadelfilz-Katzenkopfbilder der Woche“ weiterlesen

Gender Bender DNA Twister Extreme

Das kanadische Spieleentwickler-Studio Transcendent Games hat schon im September letzten Jahres ihre „Romantic Comedy Visual Novel“ (Eigen­beschreibung) als Early Access auf der Steam Plattform veröffentlicht. Das Game ist also noch nicht fertig, aber man kann es jetzt bereits für 22,99 Euro kaufen und spielen. Inzwischen haben sich auf den Steam-Seiten allerdings Hunderte, wenn nicht Tausende von verwirrten, hasserfüllten Kommentaren angesammelt, die von Beschimpfungen bis zu direkten Morddrohungen reichen. Wieso das denn? „Gender Bender DNA Twister Extreme“ weiterlesen

Was ist eigentlich aus dem Jihad geworden?

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Während einer Podiumsdiskussion republikanischer US-Präsidentschaftskandidaten im Rahmen einer Veranstaltung einer Hausunterrichtsvereinigung mit Rechtsaussengrössen wie Bobby Jindal, Mike Huckabee, Rick Santorum und Ted Cruz geisselte letzterer den Jihad, der von Homosexuellen gegen die religiöse Freiheit in Arkansas oder Indiana geführt würde. Wir erinnern uns: „Was ist eigentlich aus dem Jihad geworden?“ weiterlesen

Der Lausanne-Vertrag und der Frieden im Nahen Osten

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Womöglich hat sich Barack Obama die Friedensnobelpreis-Vorschusslorbeeren von 2009 jetzt verdient, indem er für die politische Einigung mit dem Iran eine ausreichend grosse Lobby in den USA zusammenstellte. Selbst zum Preis eines vorübergehenden Bruchs mit der israelischen Regierung, was ebenfalls eine diplomatische Sensation darstellt. „Der Lausanne-Vertrag und der Frieden im Nahen Osten“ weiterlesen

UFO-Sichtungen vs. Bevölkerungsdichte

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Nachgeprüfte UFO-Sichtungen (incl. Wetterballonen und Sumpfgas) umgerechnet pro Kopf der Bevölkerung. Wie erfreulich, dass es sich hier um eine Karte der USA handelt. Weit weg, exotisch, wie ein SciFi-Film. UFO-Meldungen aus Europa, oder gar aus der Gegend, in der du wohnst, sind lange nicht so kuschlig. Ganz unabhängig davon, wer oder das da rumgeflogen ist oder nicht. Was letztendlich eine Nebenrolle spielt. Das gesellschaftliche Phänomen ist wichtiger. io9

Facebook, die Währung des 21sten Jahrhunderts

Buchstäblich. Heute nehmen weltweit über 1,4 Milliarden Menschen am sozialen Netzwerk Facebook teil. Ungeachtet aller Datenschutzprobleme. Weil es einfach zu benutzen ist. Und nichts kostet. Die Probleme dagegen sieht man nicht. So ähnlich wie Radioaktivität. Sieht man auch nicht.

Die Kommunikation via Internet und mobilem Internet geht weit über Katzen- und Urlaubsbilder hinaus (Revolutionen in arabischen Ländern machen hier nur einen sehr kleinen Teil aus). Ein immer grösserer Teil der Verkäufe an Konsumenten wird über Plattformen wie Amazon und Ebay abgewickelt, was zum einen das althergebrachte Einzelhandelsgeschäft zum Fossil stempelt, zum andern unseren Umgang mit Geld verändert. Und noch mehr virtualisiert als die Erfindung der Kreditkarte. „Facebook, die Währung des 21sten Jahrhunderts“ weiterlesen

Welttag des seriösen Journalismus

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Aus Anlass des heutigen Welttags des seriösen Journalismus hat die gesamte 11k2-Redaktion frei (einen freien Tag pro Jahr hat jeder Mensch verdient) und erholt sich von den Strapazen des vergangenen Jahres. Wer nachlesen möchte, welche Medienerzeugniss in letzter Zeit noch so vom stets überlasteten 11k2-Team produziert wurden, kann das hier tun, etwa zu den Themen Kommunalpolitik oder Kultur. Unseren Lesern noch einen angenehmen Feiertag! pic boss tweed cc by