Dronen-Graffiti, Next Level Shit der Street Art

Street Art ist gleichzeitig Vandalismus, Sachbeschädigung, Kunst und Äusserungs­form der vom Kapitalismus marginalisierten Bürger. Ja, tut mir leid, es hier wieder sagen zu müssen, aber der Kapitalismus (also die Herrschaft des Kapitals, nicht die Freiheit der Gewerbetätigkeit) ist wirklich das Kernproblem unserer aktuellen Zivilisation. Street-Art-Künstler tun also etwas sehr Wichtiges:

Sie holen die ausverkauften Asphalt-, Beton- und Werbeflächen aus der Privatisierung wieder zurück in den kulturellen Besitz der Allgemeinheit. Die nächste Stufe (in Die-Antwoord-Lingo „next level shit“) ist, die Graffiti nicht mühevoll mit Hilfe von Leitern und Seilen an weithin sichtbare Wände zu sprühen, sondern durch ferngelenkte Dronen, wie das der New Yorker Street Artist KATSU gerade vorgeführt hat, als er eine enorme Plakatwand mit einem Calvin-Klein-Motiv darauf zerkrakelte. Die unstete Linie über der perfekt zurecht-gephotoshoppten Kendall Jenner genügt völlig, um auszudrücken, dass man den öffentlichen Raum letztendlich doch nicht kaufen kann. Danke an KATSU, und viel Glück weiterhin. wired

Disclaimer 1: Ja, ich rufe öffentlich zur Herstellung von Kunst auf.
Disclaimer 2: Ja, ich schreibe konsequent „Dronen“ statt „Drohnen“.

1 Kommentar

  1. Das mit dem Kapitalismus ist ja eigentlich MEIN „ceterum censeo“ (Karl Marx hat übrigens übermorgen Geburtstag, das wird natürlich gefeiert :) ).

    Das mit der Kunst ist ’ne Überlegung wert…bin ich schließlich auch Drohnenpilot (ich schreibe es mit „h“ wenn’s recht ist ;) )

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