Gläubige aller Religionen: Finger weg von der Muschi fremder Frauen!

mona Die in Ägypten geborene US-Journalistin Mona Eltahawy anwortete in einem Interview des britischen Guardian anlässlich ihrer bevor­stehenden Buch­ve­röffent­lichung „Headscarves and Hymens: Why the Middle East Needs a Sexual Revolution“ auf die Frage, ob alle Religionen frauenfeindlich seien: „Mehr oder weniger ja. Alle Religionen, wenn man sie aufs Wesentliche reduziert, drehen sich um die Kontrolle weiblicher Sexualität“. Das ist tatsächlich nicht von der Hand zu weisen, bei keiner der grossen Religionen. Und weiter erklärt sie:

„Alle sind sie besessen von meiner Vagina. Ich sage: Bleibt weg von meiner Vagina, ausser ich will euch drin haben“. So gesehen hat Miss Eltahawy natürlich recht. Religiosität und Weltanschauung sind ein unverbrüchliches privates Recht, jeder Mensch darf glauben was er oder sie will, das garantieren die Verfassungen der demokratischen Länder. Aber im Namen des Höchsten (keine der Buchreligonen hat eine weibliche Gottheit zu bieten) fremden Frauen an die Muschi zu gehen ist pervers und muss dringend abgestellt werden. Sofort. guardian pic monaelthahawy

10 Kommentare

  1. Nein. Es ist von der Hand zu weisen, dass man Religionen darauf reduziert. Man kann argumentieren, dass es bei vielen auch um Kontrolle geht, aber sie darauf zu reduzieren, ist zu kurz gegriffen und wird ihnen nicht gerecht – sowohl bei den Buch- wie bei den anderen.

    Den letzten zwi Sätzen stimme ich natürlich zu.

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  2. Die gute Frau ist etwas selbst-besessen, ein trauriger Aspekt des heutigen Pseudo-Feminismus. Urspruenglicher Feminismus sprach auch von sexueller Freiheit, aber nicht nur einer Seite. Und insgesamt war das Ziel, wie es auch in der sozialistischen Bewegung eingebettet war (und sein sollte) ein freies und beseres Leben fuer alle, Maenner, Frauen und Kinder.
    Was den heutigen Post-Feminismus verdreht hat, ist die feindliche Anschauung des eigenen Koerpers als, von Natur, dem anderen Geschlecht als komplementaere andere Haelfte zubestimmt.
    Wenn die Dame glaubt “Alle sind sie besessen von meiner Vagina“, ist sie recht eingebildet. Ich bin es nicht. Und Millionen anderer Maenner auch nicht. Und wenn sie sich so gibt, kommt die Anzahl wahrscheinlich nahe zu 3 Milliarden.
    Frauen sind von Natur so sehr auf Maenner aus, wie Maenner auf Frauen. Das ist naturgegeben – und wenn es einige gibt, die sich dem entziehen, ist das traurig, aber es sollte die Menschheit nicht zusehr anstecken, denn wir brauchen gerade diese „zwei Haelften, die einander suchen“ (weil die eifersuechtigen Goetter die ganzen Menschen zweigeteilt haben, siehe Symposion) fuer den Fortbestand der Spezies.
    Dass jede und jeder dies in eigenem Wunsch tun soll, ist keine Frage. Es sollte aber niemand eine Abweisung zur Racheanklage eben dessen benutzen, das verweigert wurde!
    Dass solche Fehlglauben, wie der obigen Dame, auch feindlich auf Religionen abgepackt wurde, kann nicht verwundern – ist aber auch zumeist Ignoranz – und Arroganz:
    “Alle Religionen, wenn man sie aufs Wesentliche reduziert, drehen sich um die Kontrolle weiblicher Sexualität.” Welche Grosskotzigkeit! Die Dame hat zuviel Eve Ensler gelesen. Da sollte sie aber auch nicht vergessen, dass in den (original) ‚Vagina-Monologen‘ die Vergewaltigung eines Maedchens von einer Frau als „Good Rape“ betrachtet wird.
    Ganz kurz zu Einzelheiten:
    Poygamie: Moses verlangte, dass, wenn ein Mann stirbt, sein Bruder dieselbe heiraten MUSSTE – Kinder aus dieser Ehe waeren aber Erben des bruederlichn Vermoegens. Es ist der wirtschaftliche Schutz der Witwen, worauf Polygamie hier beruht.
    Mohammed uebernahm das, und er furgte hinzu, was wohl ohnedies ueblich war: den Schleier: in der Wueste, erstens ein Atemfilter, zweitens ein Schutz der Frauen vor Maennern, die oft lange keine Frau gesehen hatten – in der Wueste (Mohammed kam vom Karawanengeschaeft).
    Auch das urspruengliche Christentum sah nichts weiter in „zuechtiger“ Kleidung – die war allgemein und normal.
    Ehe und Familie wurden als naturgemaesser Grundpfeiler der menschlichen Existenz angesehen, und dass jede/r ihren/seinen Vater und ihre/seine Mutter kannte, war wuenschenwert und gut.
    Was spaeter an tatsaechlich unterdrueckenden Regeln aufkam – und Maenner waren auch nicht weniger unterdrueckt – war Ergebnis der Feudalherrschaft und seines Missbrauchs der Kirchen. Nicht nur die alte katholische Kirche, auch die reformierten Brueder -Und Schwestern!- und die letzteren wurden oft paepstlicher als Martin Luther.
    All das rechtfertigt jedoch nicht die Pauschalverdammung aller Religion, sowenig die Pauschalverdammungen der Famile, der Ehe (ausser derer, die keine wirkliche ist), der Geschlechtlichkeit (ausser dem erotischen Spieltrieb) und im Grunde jeder Regel, die totale „Freiheit“ einschraenken wuerde.
    Hierzu ist jedoch zu vermerken, dass solche „totale Freiheit“ der Anfang Totaler Unfreiheit waere – siehe die unmittelbare Zeit nach der Franzoesischen Revolution, und andere „Befreiungen“. Nicht alle Freiheit ist wirklich frei, was die Entwicklung des „Contrat Social“ erklaert und Hegels Defintion der „Freiheit als Einsicht in Notwendigkeit“, sowie Kants durchaus freiheitliche, aber vernunft-gebundene Bestimmung des „Absoluten Imperativ“.
    Unsere Dame hier oben wuerde diese nur kennen als „Handle stets so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zur Praemisse meines Wunsches werden koennte“ – dem sei jedoch Gott zuvor!

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    • Eine Klarifikation hier:
      „Was den heutigen Post-Feminismus verdreht hat, ist die feindliche Anschauung des eigenen Koerpers als, von Natur, dem anderen Geschlecht als komplementaere JEWEILS andere Haelfte zubestimmt.“

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    • tl;dr

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  3. Wieso sich nur auf Gläubige beschränken? Das ist Problem ist nicht nur bei religiösen Männern vorhanden..

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    • Ob das Problem sich aber auf ALLE Maenner erstreckt, auf ETLICHE, oder nur WENIGE (denn normale Anziehung oder Angezogenheit ist natuerlich und sollte auch auf Frauen mit Bezug auf Maenner zutreffen) waere auch noch anzufragen.

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  4. Auch, wenn die Gute hier wirklich etwas egozentrisch rüber kommt. Dass Religionen einzige und alleine deshalb bestehen, weil man damit prima Menschen kontrollieren kann, ist wohl nicht von der Hand zu weisen. Frauenfeindlichkeit ist da nur logische Konsequenz, weil man da gleich mal 50% unter Kontrolle bringt.

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    • Sind denn die anderen 50% frei, oder sagen wir: freier?
      Gut, dass jede Kontrolle ueber die Sexualitaet von Bewohnern einer Region eine gewisse Macht ausuebt, sei unbestritten.

      Die Frage waere aber auch, ob das Fehlen jeder Kontrolle den Begriff der ‚Liberte‘ nicht schlicht mit ‚Libertinage‘ verwechselt.

      Vergiss auch nicht, dass auch ohne jeden menschlichen (Macht-) Eingriff schon naturgegebene Kontrollen bestehen, wie z.B. die beruehmte Anzugs-/Abstoss-Regel der Polaritaeten, wie auch der natuerliche Rueckhalt gegenueber juengeren Mitgliedern derselben Spezies.

      Und wenn wir von der Entscheidungsfreiheit der Geschlechter spaechen, so faende ich, dass sich auch dabei Evolution gezeigt hat: von der Geschaefts- zur Liebesehe, die in der Klassik zum Roman der Ausbrecher wurde, bei uns jedoch die Regel.

      Generell gesehen, gebe ich der Frau in Aegypten ja Recht -nicht, was ihre Aussage zu ihren Geschlechtsteilen betrifft, wohl aber zur rueckwaertigen Sexualauffassung in zu vielen Laendern. Was mich dann aber abstoesst, ist die Gewohnheit unserer sehr viel freier lebenden „Feministinnen“ (und diese Dame scheint nicht i Haren gefangen zu sein), Unterdrueckung woanders als Argument zu benutzen, dass sie selbst mehr „Freiheit“ brauchen, weil ja „alle Frauen gleich sind“, sie also dasselbe leiden.

      Damit werden oft Probleme aufgebauscht bis zum Geht-nicht-mehr, wie z.B. „wir leben in einer Vergewaltigungskutur!“ – welcher Luegendrek!
      „Alle Maenner sind Vergewaltiger!“ –
      „Alle Vaeter schaenden ihre Toechter.“
      „Haeusliche Gewalt ist NUR von Maennern.“
      und zuletzt:
      „Frauen koennen nicht luegen, ihnen fehlt das Gen dazu.“

      Ohne den ganzen „politisch korrekten“ Mist koennte man/frau ja reden. ’s ist nur fat immer jemand da, der wie diese Dame alles verallgemeinert und uebertreibt.

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      • Schon in der Mythologie wurde die Frau zum Sündenblock gemacht, nicht nur zum sexuellen.
        „Misogynie“ –
        Von Jack Holland – einem Mann geschrieben.

        Ob die griechische Pandora oder die biblische Eva – die Frauen sind Schuld am Elend der Menschheit und werden seitdem mit Missachtung bestraft.
        Die Kirchen haben das weiter geführt – alle.

        Und unsere Gesellschaft hat es bis heute nicht geschafft, gleiche Löhne für gleiche Arbeit zu schaffen.

        Und wenn man einen feministischen Block aufsucht, bekommt man solchen Blödsinn zu lesen, dass es kaum zu fassen ist.

        Die meisten von diesen Frauen haben von dem Leben der „normalen Frauen“ – und dazu gehört das gesamte Leben, nicht nur die Sexualität – keine Ahnung

        Diese feministischen Frauen sind nur Schreibtischtäter und versuchen außerdem, ihre Weisheiten in Vorträgen zu verbreiten.
        Wenn ich versuche, das in diesen Blöcken zu kritisieren, werden meine Kommentare gesperrt.
        Das ist dann feministische Demokratie!

        Die müssten alle mal für einige Monate in sozialen Brennpunkten arbeiten, dann würden sie nicht so dummes Zeug verbreiten.

        Obenan – die ach so beliebte Alice Schwarzer, die als ihre Steuersünden ans Licht kamen, in aller Öffentlichkeit sagte:
        „In den 70er Jahren war das Rechtsbewusstsein noch nicht so ausgebildet.“
        Das sind die Vorzeigefrauen!
        Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.

        Diese Frau und auch viele anderen ihres Schlages haben den Keil zwischen Mann und Frau so richtig hineingetrieben und den „Mann zum Verbrecher“ schlechthin verdonnert. Siehe Anonym!

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        • Das mit der alten „Misogynie“ ist richtig – das Griechische zeigt schon das homerische Alter an.Allerdings gibt es auch „Misandrie“, also Maennerverteufelung – und damit hast Du ja sicher recht bei Alice (ist halt doch „down the rabbit hole“, und da schreit die Schwarzer (rote tun das nicht) Koenigin ja immer „Kopf runter!“).Ernsthaft: Beides geht wahrscheinlich auf vorhomerisches Matriarchat zurueck – der erste ‚Misogyne‘ war wohl Gilgamesh, als er sich den sexuellen Ausbeutungsbegehren Ischtars widerstetzte und sogar ihren grossen Machtbullen erschlug. Das war wohl das Ende von Alices Traumwelt.

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