Klassenkampf? Wirklich?

Buffett_&_Obama

Nur der Vollständigkeit halber und falls das jemand nicht mehr im Gedächtnis hat. Der US-Milliardär Warren Buffet (links im Bild) erklärte am 26. November 2006 in einem Interview mit Ben Stein für die New York Times: „Ja, es herrscht Klassenkampf, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die ihn führt, und wir gewinnen ihn.“ Er sagte auch an anderer Stelle, nämlich gegenüber Lou Dobbs vom TV-Sender CNN und im Jahr davor:

„Es herrscht Klassenkampf, meine Klasse gewinnt, aber das sollte sie nicht“. Schön, dass Herr Buffett das so präzise ausdrückt. Schön auch, dass er es so formuliert, als ob er noch so etwas wie Gewissen hat. Nicht schön dagegegn, dass der Klassenkampf in den letzten 10 Jahren immer härter geworden ist, die Reichen immer reicher, und alle anderen (nicht nur die explizit Armen) immer ärmer.

Eigentlich sind alle politischen Streitfragen hinfällig gegenüber dieser einen: Wie schaffen es wir alle (die 99%), den Klassenkampf zu beenden. Die Macht der 1% zu brechen. Die Gleichheit der Chancen, und die Menschenwürde trotz Anwesenheit des Kapitalismus wiederherzustellen. Statt dessen fallen wir alle (die 99%) immer wieder auf die Tricks der 1% (und ihrer Thugs) rein und bekämpfen, beneiden, behindern uns gegenseitig.

Ich bin vor 5 Jahren der Piratenpartei beigetreten, vor allem weil ich die Okkupation des Geistigen durch die Konzerne, via Urheber-, Patent- oder Markenrecht, nicht mehr ertragen konnte. „Piraten“ ist ein krasser Name für eine Partei, aber eigentlich könnten alle, die gegen den Klassenkampf sind, auch eine Partei namens „Anarchisten“, oder noch besser „Terroristen“ gründen. Irgendwas, das ausdrückt: Ja, wir haben die Kriegserklärung gegen uns gehört, verstanden und akzeptiert. Ja, es ist Klassenkampf und wir müssen verhindern, dass Warren Buffets Freunde gewinnen, wenn wir andern nicht alle im Dreck verhungern wollen.

Dann mal los.

pic pd

6 Kommentare

  1. Bei allem Respekt fällt es mir schwer zu glauben, dass es immer noch Menschen gibt, die eine Partei für eine gangbare Lösung halten. In unserer Form der „marktkonformen Demokratie“ (die Mutti aller Perteien) mit ihren betonierten Machtverhältnissen sind die Parteien IMHO Teil des Problems, nicht der Lösung.

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    • Schlag was andres vor.

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      • Man sieht es doch an Syraza.. Sie können anscheinend nicht viel ändern.
        Wenn hier die Piratten an die Macht kämen, dann würden die Hintermänner ihnen auch schnell klar machen woher der Wind weht.

        Es braucht ein Elite-Kommando, dass sich der Ausrottung der Hintermänner widmet.

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        • Die Syriza kämpft wenigstens. Und stellt sich allein gegen das dunkle deutsche Wirtschaftsimperium. Dagegen halte ich es für naiv, zu glauben, ein gewaltsamer Umsturz mit Ermordung aller bisheriger Machthaber würde zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit zu Frieden und Gerechtigkeit für alle führen.

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          • es sind sowieso schlechte menschen. sie abzutöten würde nicht schaden. man muss einfach solange iterieren bis dieser genotyp ausgerottet ist.

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      • Räte. Syndikate. Niemanden.
        Ich glaube einfach nicht daran, dass die Menschheit „Aufpasser“ politischer oder religiöser Art braucht, um sich nicht gegenseitig auszurotten. Ich denke eher, dass die Sklaventreiber eine Ausrede zum Sklaventreiben brauchen – und gegebenenfalls riskieren, dass die Welt sich selbst ausrottet, solange sie nur nichts von der Macht abzugeben brauchen.

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