Der grosse Spotify-Schwindel

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Alternative Headline: Die grosse Musik-Streaming-Abzocke. Wir kennen die Klagen bekannter und unbekannter Musiker darüber, dass Spotify und die anderen Streaming-Angebote viel zu wenig bezahlen würden. Durch den Sony-Email-Leak wissen wir jetzt, wo das ganze Geld hinfliesst:

In die Geldspeicher der Major Labels. Die ja ihrerseits, machen wir uns da nicht vor, keine Firmen sind, die vom Verkauf von Musik leben, sondern nur kleine Abteilungen multinationaler Medienkonzerne. Im Vertrag von Sony mit Spotify – der so auch für alle anderen Major Labels gilt, lesen wir, dass Spotify dem Label immer genauso viel bezahlen muss wie irgendeinem Konkurrenten (es gibt nur noch 3 Major Labels, aber das macht es nicht besser), dazu 25 Millionen USD Vorschuss. Dafür darf dann Spotify 15% der Umsätze für „Kosten“ abziehen. Der Rest wird an die eigentlichen Urheber, die Komponisten und Musiker verteilt. Yeah. It’s only Rocknroll, aber man kann immer noch Geld rauspressen. Solange jedenfalls Künstler bei diesen Konzernen Verträge unterschreiben. theverge

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7 Kommentare

  1. Tja…aber dafür vertreten die großen Firmen auch die Rechte der Urheber und kämpfen total dafür, dass böse Raubkopierer ihnen nicht das Essen vom Teller klauen….

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  2. sorry, aber du beantwortest wieder die falsche frage, weil du so gerne diese antwort darauf wiederholst.

    die eigentliche frage müsste lauten: wieviel verdient ein kleiner selbstverleger bei spotify, also ein urheber, der klug genug war, sich nicht dem diktat des kapitals zu unterwerfen?

    es steht zu befürchten, dass es für den auch nicht viel besser aussieht, wenn man da mal nachrechnet.

    aber das rechnet ja keiner nach, weil diese informationen nicht für industrie-bashing genutzt werden kann.

    wer nicht verstanden hat, dass spotify und co teil der bösen musikindustrie sind, geht dem system auch weiterhin auf den leim.

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    • Yeah. Du hast ja so recht! Der Gemüsehändler nebenan hat zum Beispiel auch so eine minimale Gewinnspanne, dass ich ihm sein Gemüse jetzt einfach klaue. Wer das nicht verstehen will, betreibt einfach nur Klaubashing und geht dem System weiterhin auf den Leim.

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      • die musikindustrie klaut nicht. die menschen, die bei majors superverträge mit sperrklauseln, untätigkeitsklauseln, oer fehlenden pro-stück-vergütungen fürs online geschäfts unterschrieben haben und jetzt in der falle sitzen sind alles erwachsene menschen, die in der hoffung selbst das große geld zu verdienen, jetzt in einer falle sitzen, die sich selbst gegraben haben.

        deswegen ist es sinnlos, die interessen von einzelhändlern wie spotify mit denen der majors gegenüber zu stellen.

        es ist weder im interesse der urheber noch im interesse der verbraucher, wenn im einzelhandel eine so große markmacht entsteht, dass diese ihre eigenen(!) interessen gegen die rechteverwertungs konzerne besser duchsetzen könnten.

        das einzige, was beim streaming passieren würde, wenn die dazu genug macht hätten, ist, dass sie sich das geld selbst einstecken – genau wie es im download geschäft bei apple zu beobachten war.

        die überwiegende mehrheit der geschäftstätigen urheber ist unabhängig, und die überwiegende mehrheit des weltrepertoires ist GEMA frei.

        hier liegt die lösung für den wandel zu einem faireren markt, in dem urheber von ihrer leistung leben können während gleichzeitig kaufschwache verbraucher am kulturellen leben teilhaben und inhalte konsumeiren können.

        wie du merkst, kommt die kapitalistische, rein gewinnorientierte firma spotify in meiner rechnung überhaupt nicht vor.

        und zwar allein schon deswegen, weil spotify freiwillig – genau so freiwillig wie die urheber – nur mit majors zusammenarbeitet.

        ich persönlich würde übrgiens noch weiter gehen, und spotify unterstellen, dass das system bei erfolg sowieso nur wieder in affiliate programme aus dem hause tradedoubler verbunden werden sollte, denn nur dort ist dann das große geld zu verdienen.

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        • Ich sehe ja vielleicht den Wald vor lauter Nebelkerzen nicht, aber ich verstehe nicht einmal ansatzweise, wie das die Beschißklausel, die SONY hinter dem Rücken ihrer „Vertragspartner“ mit Spotify geschlossen hat, rechtfertigen würde. Ich glaube nicht, dass ausgerechnet du anderen vorwerfen solltest, Fragen zu beantworten, die niemand gestellt hat.
          Warum liegen denn hier Strohmänner ‚rum?

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          • du sagst es ja selber: sony und spotify haben einen vertrag miteinander geschlossen.

            wenn sich jetzt ein urheber, der seinerseits einen vertrag mit sony geschlossen hat, darüber aufregt, wie wenig da für ihn übrig bleibt, dann regt er sich über sich selbst auf.

            er selbst ist es, der diesen vertrag so mit sony geschlossen hat, dass sony jetzt in der lage ist, die tantiemen und umsätze durch irgendwelche nebenzahlungen herunter zu rechnen.

            sorry, aber wer nach dem jahr 2000 noch mit majors zusammenarbeitet, dem ist einfach nicht mehr zu helfen.

            man kann auchin 2016 noch mit 400 vinyl schallplatten, die man selbst published und sie lediglich fremd vertreiben lässt, mehr geld verdienen als so mancher, der eine irgendwo eine million klicks im internet hat, sich dabei aber auf die „hilfe“ von großkapitlisten verläßt, verdienen wird.

            wir sind alle freie und erwachsene menschen, die sich ihr geschäftsmodell alle selbst ausgesucht haben.

            „künstler“ wie taylor swift gehen immer noch den schnelsten weg zum geld, heute hier, morgen da, und sie selbst ist nicht gerade dafpr bekannt, mit ihrem eigenen geistigen eigentum sehr liberal umzugehen, und verklagt auch shcon mal andere songwriter, wenn diese einen halben satz text bei ihr abschreiben.

            wenn so jemand dann wegen dem streaming herumjammert, dann habe ich da irgendwie null mitleid.

            und ich wiederhole es auch für dich noch einmal:

            die haupteigentümer und finanziers von spotify sind banken wie goldmann sachs und plattenffirmen wie sony music.

            warum um gottes willen also wird immer noch (so wie oben bei fritz) zischen sony und spotify differenziert?

            das ist alles die gleiche scheiße!

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  3. […] Der grosse Spotify-Schwindel | 11k2 […]

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